Rentenrechner

Ruhestand: Mit diesem Lohn haben Sie später eine gute Rente

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In vier Schritten die eigene Rente berechnen

Vier Schritte um die eigene Rente zu berechnen

Der Rentenbescheid der Rentenversicherung gibt an, wie hoch die eigene Rente ausfallen könnte. Wer auf den Bescheid nicht warten möchte, kann sich den Betrag selbst errechnen.

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Berlin  Sorgenfrei alt werden – das geht nur mit einer guten Rente. Doch wie viel muss man dafür im Monat verdienen? Unsere Tabelle zeigt es.

  • Vielen Menschen reicht die Rente kaum zum Leben aus
  • Grund dafür ist, dass sie im Arbeitsleben oft zu wenig Lohn erhalten haben
  • Wie viel muss man verdienen, um einen gute Rente zu erhalten?

Nach jahrzehntelanger Arbeit möchten Rentnerinnen und Rentner ihren Ruhestand genießen können. Die Voraussetzung dafür ist eine Rente, die ausreicht, um Lebenshaltungskosten und vielleicht auch die ein oder andere Reise zu finanzieren. Über die Höhe der Rentenbezüge entscheiden viele Faktoren - der entscheidendste ist natürlich der Lohn.

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) setzt diesen in Relation zum Durchschnittsgehalt aller gesetzlich Versicherten und berechnet daraus die monatliche Rente. Jedes Jahr, dass ein Versicherter oder eine Versicherte einbezahlt, entspricht exakt einem Rentenpunkt - wenn der oder diejenige den Durchschnittsbruttolohn verdient hat. Der liegt 2022 laut DRV vorläufig bei 3176,5 Euro im Monat. (3242 Euro West und 3111 Euro Ost). Ein Rentenpunkt ist wiederum aktuell 34,19 Euro im Westen und im Osten 33,47 Euro wert. Je niedriger das Gehalt im Vergleich zum Durchschnitt, desto weniger Rentenpunkte gibt es.

Rente: Das bekommt der Durchschnittsverdiener nach 45 Jahren Arbeit

Als vereinfachtes Berechnungsbeispiel wird gerne die sogenannte Eckrente benutzt. Das ist die Rentenzahlung, die ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin erhält, der oder die 45 Jahre lang in die Rentenversicherung eingezahlt und exakt den Durchschnittsbruttolohn verdient hat.

Es handelt sich praktisch um einen Modelrentner, der mit keinen Abzügen rechnen muss, weil er weniger als der Durchschnitt verdient hat oder vor Erreichen der Regelaltersgrenze in den Ruhestand gegangen ist. Dadurch bekommt er für jedes seiner 45 Jahre einen Rentenpunkt gut geschrieben. Die Eckrente beträgt 2022 im Westen monatlich also 1538,55 Euro und im Osten 1506,15 Euro – brutto.

Rente: Weniger als 2400 Euro Monatslohn kann Armut bedeuten

Die Eckrente liegt demnach etwa 500 Euro über der Armutsgefährdungsschwelle, die laut Statistischem Bundesamt bei 1074 Euro pro Monat liegt.

Anders sieht das bei den Menschen aus, die in ihren 45 Jahren Arbeitsleben einen monatlichen Durchschnittslohn von rund 2200 Euro brutto oder weniger bekommen haben. Sie würden unter der Armutsgefährdungsschwelle landen.

Knapp über der Schwelle würde zum Beispiel Bäcker und Bäckerinnen landen. Sie verdienen laut der letzten großen Erhebung des Statistischen Bundesamts von 2018 durchschnittlich 2383 Euro brutto bei 40 Stunden Arbeitszeit in der Woche. Nach 45 Jahren bekämen sie damit eine monatliche Rente von 1154 Euro im Westen und 1129 Euro im Osten.

Friseure und Friseurinnen aus Nordrhein-Westfalen bekommen für 40 Stunden in der Woche am Ende des Monats im Schnitt sogar nur 1750 Euro brutto. Zahlt man davon 45 Jahre in die Rentenversicherung ein, ergibt sich daraus eine monatliche Rente von 847 Euro im Westen und 830 Euro im Osten.

Monatsgehalt in Brutto Monatsrente nach 45 Jahren West Monatsrente nach 45 Jahren Ost
1500 727 711
1750 848 830
2000 968 948
2250 1090 1067
2500 1210 1185
2750 1331 1303
3000 1453 1422
3250 1574 1541
3500 1695 1660
3750 1816 1778
4000 1937 1897
5000 2422 2371

SPD, FDP und Grüne sondieren Rentenreform

Für zukünftige Renterinnen und Rentner könnte sich bis zum Renteneintritt allerdings noch so manches ändern. Denn eines der Hauptziele der Ampelkoalition ist die Reform des Rentensystems sein. Und auch der Mindestlohn wird nach dem Willen von SPD, Grünen und FDP auf zwölf Euro steigen - womit zwar nicht allen, aber zumindest Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in prekären Verhältnissen geholfen wäre.

Dieser Artikel wurde zuerst waz.de veröffentlicht.

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