Polizei

Reichsbürger-Razzia: Armbrüste und Schrotflinten gefunden

Polizisten tragen am vergangenen Donnerstag nach einer Wohnungs-Razzia Kartons aus einem Haus. Nach dem Verbot der Reichsbürgergruppe "Geeinte deutsche Völker und Stämme" gab es Razzien in zehn Bundesländern. Dabei fanden die Ermittler mehrere Waffen.

Polizisten tragen am vergangenen Donnerstag nach einer Wohnungs-Razzia Kartons aus einem Haus. Nach dem Verbot der Reichsbürgergruppe "Geeinte deutsche Völker und Stämme" gab es Razzien in zehn Bundesländern. Dabei fanden die Ermittler mehrere Waffen.

Foto: Carsten Koall / dpa

Gummersbach.  Die Polizei hat bei einer Razzia in Wohnungen von Reichbürger-Anhängern Waffen gefunden. In Gummersbach lagerten unter anderem drei Armbrüste.

Bei ihrer Razzia in der Reichsbürger-Szene vor einer Woche hat die Polizei mehrere Schusswaffen entdeckt. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen fanden die Beamten bei einer Endfünfzigerin in Gummersbach unter anderem drei abgesägte Schrotflinten, drei Armbrüste, zwei Macheten und eine Zwille. Auch in der Wohnung eines Mitglieds der gleichen Gruppierung in Rheinland-Pfalz wurde eine Schrotflinte sichergestellt.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte am vergangenen Donnerstag zum ersten Mal eine Reichsbürger-Gruppierung bundesweit verboten. Polizisten durchsuchten die Wohnungen 21 führender Mitglieder des Vereins „Geeinte deutsche Völker und Stämme“ und seiner Teilorganisation „Osnabrücker Landmark“ in zehn Bundesländern. In NRW wurden fünf Objekte in Bünde, Preußisch Oldendorf und Gummersbach durchsucht.

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Sogenannte Reichsbürger und Selbstverwalter zweifeln die Legitimität der Bundesrepublik Deutschland an und weigern sich oft, Steuern zu zahlen. Die Sicherheitsbehörden rechnen aktuell 19.000 Menschen dieser Szene zu, darunter 950 Rechtsextremisten. Die Mitglieder der Reichsbürger-Szene gelten als waffenaffin. (dpa)

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