Panne

Regierungsflieger kaputt: Horst Seehofer strandet in Taverne

Ein Regierungsflugzeug des Typs Airbus A319-133 der Luftwaffe hatte Probleme mit dem Bordcomputer. Bundesinnenminister Horst Seehofer musste am Boden bleiben.

Ein Regierungsflugzeug des Typs Airbus A319-133 der Luftwaffe hatte Probleme mit dem Bordcomputer. Bundesinnenminister Horst Seehofer musste am Boden bleiben.

Foto: FrankHoermann/SVEN SIMON / imago/Sven Simon

Berlin.  Horst Seehofer ist in Griechenland hängengeblieben – das Flugzeug war mal wieder kaputt. Der Innenminister wusste sich zu beschäftigen.

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Wieder einmal ist eine Regierungsmaschine der Luftwaffe defekt – dieses Mal musste Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Boden bleiben. Das berichtet die „Bild am Sonntag“.

Der Innenminister war am Donnerstag und Freitag zu Gast in der Türkei und in Griechenland, um Gespräche über den wackelnden Flüchtlingspakt zu führen. Als er zurückfliegen wollte, kam es zu der Panne – Seehofer befand sich zu diesem Zeitpunkt in Athen.

Laut „Bild am Sonntag“ soll der Bordcomputer des Regierungsfliegers defekt gewesen sein. Die Lufthansa-Technik habe das nötige Ersatzteil organisieren müssen.

Horst Seehofer verbringt Wartezeit in Taverne

Seehofer konnte sich in der Zwischenzeit offenbar gut beschäftigen. Laut des Berichts wurde der CSU-Politiker vom griechischen EU-Flüchtlingskommissar Dimitris Avramopoulos zum Essen in eine Taverne eingeladen. Dort habe es Fisch gegeben, berichtet die „Bild am Sonntag“. „Die Flugzeugpanne war ärgerlich. Aber so konnte der Tag in sehr freundschaftlicher Atmosphäre beendet werden“, wird Seehofer in dem Bericht zitiert.

Der Schaden an dem Regierungsflieger konnte demnach schnell behoben werden, um kurz vor Mitternacht habe Seehofer die Rückreise antreten können. Um auf Nummer sicher zu gehen, habe die Flugbereitschaft der Luftwaffe noch den Regierungsjet „Global 5000“ nach Griechenland geschickt. Dieser sei ohne Passagiere wieder zurückgeflogen.

Regierungsmaschinen sind immer wieder defekt

Seehofer möchte den EU-Türkei-Deal retten. Dafür warb er bei seinem Besuch. Skepsis wächst allerdings in der eigenen Fraktion von Horst Seehofer. So zeigte sich der Unionsfraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus im Interview mit unserer Redaktion skeptisch, welches Signal es an die Schlepper senden würde, wenn Deutschland jeden vierten geretteten Bootsflüchtling aufnehmen würde.

Mit dem verlängerten Aufenthalt aufgrund einer Panne am Regierungsflieger ordnet sich Seehofer in eine lange Reihe von Politikern ein, die unfreiwillig strandeten oder gar nicht erst weg kamen. Im April musste ein Regierungsjet in Berlin notlanden. Anfang des Jahres strandete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Äthiopien, kurz zuvor musste Entwicklungsminister Gerd Müller seine Namibia-Reise aufgrund einer Panne absagen.

Im vergangenen Jahr kam es zu einem gravierenden Vorfall mit der Maschine der Bundeskanzlerin. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kam damals zu spät zum G20-Gipfel. (tki)

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