Religion

NRW weitet Unterstützung für jüdische Gemeinden aus

Oded Horowitz, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, begrüßt die zusätzliche Förderung durch das Land als

Oded Horowitz, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, begrüßt die zusätzliche Förderung durch das Land als

Foto: Lars Heidrich

Düsseldorf.   Bis zum Jahr 2028 erhalten die 22 Gemeinden des Landes NRW 44 Millionen Euro für die Instandhaltung der Synagogen vom Land.

Die jüdischen Gemeinden in NRW erhalten mehr Geld für die Sanierung und Renovierung von Synagogen. Bis 2028 stellt das Land den 22 jüdischen Gemeinden 44 Millionen Euro zur Verfügung. Das teilte das Heimatministerium in Düsseldorf mit. Bislang fehlte es den Gemeinden an Mitteln, Gemeindehäuser und Kindertagesstätten instand zu setzen.

Der Staatsvertrag zwischen dem Land NRW und den jüdischen Verbänden sichert seit 1992 zwar finanzielle Unterstützung zu, nicht aber für Sanierung und Renovierung. „Es gab immer Geld für Sicherheitsmaßnahmen und auch für Neubauten von Synagogen, da in den 1990er-Jahren viele Juden aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland kamen“, erklärt Oded Horowitz, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein. Nachdem 2005 das Zuwanderungsgesetz geändert wurde, wuchsen die jüdischen Gemeinden aber kaum noch. Dafür, so Horowitz, sei der Sanierungsstau an den Gebäuden immer offensichtlicher geworden.

Baustein für ein lebendiges jüdisches Leben

Die Änderung des Staatsvertrags sieht nun vor, dass die 22 Gemeinden mit ihren etwa 28 000 Mitglieder in diesem Jahr drei Millionen Euro für die Gebäudepflege erhalten. Dieser Betrag wächst jährlich um 200 000 Euro, bis am Ende der zehnjährigen Laufzeit 2028 fünf Millionen Euro erreicht werden. Insgesamt hat das Land den vier Vertragspartnern dann 44 Millionen Euro bereitgestellt.

Partner sind die Landesverbände der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein und Westfalen-Lippe, die Synagogen Gemeinde Köln sowie der Landesverband progressiver jüdischer Gemeinden in NRW. Den Verbänden entscheiden selbst, für welche Maßnahme das Geld ausgegeben wird. „Die Landesmittel sind für uns der noch fehlende Baustein zur Sicherstellung eines lebendigen jüdischen Lebens in Nordrhein-Westfalen“, sagte Horowitz.

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