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NRW-Polizisten bekommen Hauben gegen Spuckattacken

Die Sprecherin des Bremer Innensenators Rose Gerdts-Schiffler führt am 14.11.2014 in Bremen die neue Spuckschutzhaube der Bremer Polizei vor. Die leichte Haube mit dem großen Gesichtsfeld soll Beamte davor schützen angespuckt zu werden.

Die Sprecherin des Bremer Innensenators Rose Gerdts-Schiffler führt am 14.11.2014 in Bremen die neue Spuckschutzhaube der Bremer Polizei vor. Die leichte Haube mit dem großen Gesichtsfeld soll Beamte davor schützen angespuckt zu werden.

Foto: Foto: Ingo Wagner/dpa

Düsseldorf.  2017 sind 900 Polizisten bei Einsätzen bespuckt worden. Die Hauben sollen Tätern übergezogen werden, um Beamte vor Spuckattacken zu schützen.

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NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) will Polizisten in Nordrhein-Westfalen mit speziellen Spuckhauben ausstatten. Die Kunststoffhauben sollen aggressiven Tätern übergezogen werden, um sie zu beruhigen und Beamte vor Spuckattacken zu schützen. Das teilte das NRW-Innenministerium am Dienstag mit.

2017 sind laut Landeskriminalamt über 900 Polizisten bei Einsätzen bespuckt worden. Diese Attacken seien ekelerregend und gesundheitsgefährdend, sagte ein Sprecher des Ministeriums. „Wir wollen den Schutz unserer Polizisten und Polizistinnen gewährleisten.“ Derzeit werden nach Angaben des Sprechers verschiedene Modelle geprüft, die ab Januar in sechs Polizeibehörden getestet werden. Sollten sie sich als praktikabel erweisen, wäre eine flächendeckende Einführung in ganz NRW ab der zweiten Jahreshälfte 2019 möglich.

Respektlosigkeit gegen Polizisten zurückdrängen

Innenminister Reul greift damit eine Forderung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf. Sie sieht in den neuen Spuckhauben ein wichtiges Mittel, um die Respektlosigkeit gegenüber Polizisten weiter zurückzudrängen. „Auch deshalb habe ich mich gefreut, dass der Innenminister so schnell auf unsere Initiative reagiert hat“, sagte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. „Auch mit den neuen Hauben werden wir nicht alle Spuckattacken gegen unsere Kolleginnen und Kollegen verhindern, aber mit ihrer Hilfe können wir zumindest Intensivstraftätern, die in der Vergangenheit immer wieder Polizisten angegriffen und bespuckt haben, ruhig stellen“, so Mertens weiter. „Zudem nehmen wir aggressiven Tätern, die festgenommen worden sind, die Möglichkeit, von der Rücksitzbank des Streifenwagens aus die Beamten weiter anzuspucken.“

Laut GdP gibt es Spukhauben bislang unter anderem in Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Baden-Württemberg

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