Bundeskanzlerin

Worum es bei Angela Merkels Reise nach Afrika geht

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird von Macky Sall, dem Präsidenten der Republik Senegal, begrüßt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird von Macky Sall, dem Präsidenten der Republik Senegal, begrüßt.

Foto: Michael Kappeler / dpa

Dakar  Angela Merkel ist im Rahmen ihrer Afrika-Reise im Senegal gelandet. Beim Empfang am Flughafen gab es aber ungewöhnliche Töne zu hören.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Mittwochabend auf ihrer ersten Station einer Afrika-Reise im Senegal gelandet. Dabei gab es zu Beginn Verwirrung beim militärischen Empfang der Kanzlerin.

Am Flughafen von Dakar spielt die Militärkapelle neben der deutschen Nationalhymne nämlich auch einige deutsche Schlager. So war unter anderem „Schöne Maid“ von Tony Marshall und die bayerische Mundart „Ja, mir san mit’m Radl da“ zu hören.

Das will Merkel in Afrika

Bei der Afrika-Reise Merkels soll es auch um Fragen der Zuwanderung von Afrika nach Europa gehen. Zu Beginn ihrer dreitägigen Westafrikareise hat die Kanzlerin am Mittwochabend in der senegalesischen Hauptstadt Dakar zunächst mit Präsident Macky Sall über die wirtschaftliche Entwicklung seines Landes und Migrationsthemen gesprochen.

Der senegalesische Präsident hat Merkel seine Zusammenarbeit im Kampf gegen illegale Migration und Schleuser zugesagt. Der Kampf gegen die Schleuser sei „eine Frage der Würde Afrikas“, sagte Sall am Mittwochabend.

Afrikanische Regierungen dürften sich nicht zu Komplizen von Schleppern und Schleusern machen. Der afrikanischen Jugend müssten Chancen auf dem eigenen Kontinent geboten werden.

Bei dem Gespräch sollte es auch um eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit gehen. In dem mehrheitlich muslimischen Land mit 15 Millionen Einwohnern gibt es Wachstumsraten von über 6 Prozent.

Doch der Senegal gehört einem UN-Index zufolge noch zu den 30 ärmsten Ländern der Welt. Anschließend wollte sich Merkel mit Vertretern der Zivilgesellschaft unter anderem über die Perspektiven der Jugend austauschen.

Merkel will Chancen Afrikas erhöhen

Die Bedeutung Chinas als Kooperationspartner nimmt im Senegal wie in vielen afrikanischen Ländern zu. Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte sich vor einiger Zeit um eine Verbesserung der Beziehungen zu Dakar bemüht, ebenso wie Vertreter der Golfstaaten. Ein Ziel Merkels ist es bei der Reise daher auch, die Chancen der deutschen Wirtschaft in Afrika zu verbessern.

Erst im November war Merkel zum EU-Treffen nach Afrika gereist. Hintergrund zu den Reisen ist, dass sich laut einer Studie die Zuwanderung aus Afrika nach Europa verstärken wird und Merkel Fluchtursachen bekämpfen will. Dabei ist die Zahl der Migranten an Europas Außengrenzen zuletzt deutlich gesunken. (dpa/ac)

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