Mehr Frauen als Opfer von Beschneidung

Düsseldorf.   Die Zahl der von Genitalverstümmelung betroffenen Frauen und Mädchen ist zwischen 2014 und 2016 bundesweit um fast 30 Prozent gestiegen, wie NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) am Mittwoch mitteilte. In NRW leben geschätzt etwa 10 000 Frauen, die genital beschnitten wurden und rund 2000 Frauen, die davon bedroht sind. In ganz Deutschland sollen derzeit mehr als 47 000 Opfer leben. Die Ministerin beruft sich auf neue Zahlen des Netzwerkes „Integra“. Grund für die Zunahme sei der Zuzug von Menschen aus Ländern, in denen Genitalverstümmelung verbreitet ist. Dazu zählen Somalia, Sudan, Ägypten, Mali, Äthiopien und Jemen.

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Die Zahl der von Genitalverstümmelung betroffenen Frauen und Mädchen ist zwischen 2014 und 2016 bundesweit um fast 30 Prozent gestiegen, wie NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) am Mittwoch mitteilte. In NRW leben geschätzt etwa 10 000 Frauen, die genital beschnitten wurden und rund 2000 Frauen, die davon bedroht sind. In ganz Deutschland sollen derzeit mehr als 47 000 Opfer leben. Die Ministerin beruft sich auf neue Zahlen des Netzwerkes „Integra“. Grund für die Zunahme sei der Zuzug von Menschen aus Ländern, in denen Genitalverstümmelung verbreitet ist. Dazu zählen Somalia, Sudan, Ägypten, Mali, Äthiopien und Jemen.

Um bedrohten Frauen und Mädchen Hilfe anbieten zu können, fördert das Land das neue Internet-Portal www.kutairi.de. Dort finden Pädagogen, Flüchtlingshelfer, Ärzte, Betreuer, Sozialarbeiter und Mitarbeiter von Behörden Informationen. Bereits seit 2007 unterstützt das Land den „Runden Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen“. In der Düsseldorf Beratungsstelle „stop mutilation“ finden Betroffene und Bezugspersonen Hilfe. „Genitalverstümmelung ist eine schwere Körperverletzung und muss gestoppt werden“, so Steffens.

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