Regierungsbildung

Jurist Giuseppe Conte nimmt Regierungsauftrag in Italien an

Giuseppe Conte am Donnerstag in Rom.

Giuseppe Conte am Donnerstag in Rom.

Foto: ALESSANDRO BIANCHI / REUTERS

Rom  Die Gespräche von Fünf-Sterne-Bewegung und fremdenfeindlicher Lega waren erfolgreich. Sie einigten sich zu einer Regierungsbildung.

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Die populistische Fünf-Sterne-Bewegung und die fremdenfeindliche Lega haben sich doch noch zu einer Regierungsbildung in Italien durchgerungen. Sie einigten sich am Donnerstag auf eine Regierungsmannschaft, die wie ursprünglich geplant der Jurist Giuseppe Conte anführen soll, hieß es aus Kreisen der Sterne-Bewegung.

Staatspräsident Sergio Mattarella berief für den Abend noch den Finanzexperten Carlo Cottarelli zu Gesprächen ein, der eigentlich eine Übergangsregierung anführen sollte. Er könnte nun wieder abberufen werden. Der Rechtswissenschaftler Conte nahm das Mandat am Donnerstagabend an und soll am Freitagnachmittag mit den Ministern des populistischen Bündnisses vereidigt werden.

In der neuen Regierungsmannschaft soll nach Medienberichten auch der EU- und Deutschlandkritiker Paolo Savona wieder eine Rolle spielen. Den wollte Mattarella in einem ersten Versuch der Regierungsbildung nicht durchgehen lassen, weshalb die Einigung zwischen Lega und Sternen am Sonntag geplatzt war.

Savona soll für EU-Angelegenheiten zuständig sein

Savona sollte ursprünglich Finanzminister werden und damit ein Schlüsselressort bekommen. Nun soll er Medienberichten zufolge nach dem Wunsch der Parteien für Europäische Angelegenheiten zuständig sein.

Als Finanzminister wird nun der Wirtschaftsprofessor Giovanni Tria gehandelt, der den Mitte-Rechts-Parteien nahesteht. Der 69-Jährige gehört der Denkfabrik Teneo zufolge keiner Partei an und gilt nicht als Befürworter eines Euro-Austritts.

Regierungsbildung war am Sonntag noch geplatzt

Nun liegt der Ball wieder bei Mattarella, der über die neue Zusammenstellung des Kabinetts entscheiden muss. Die Regierungsbildung war an dem Wunschkandidaten der Lega für das Ressort, dem Euro- und Deutschland-Kritiker Paolo Savona, gescheitert, weil Mattarella ihn nicht akzeptiert hatte.

Und noch eine Runde: Regierungsbildung in Italien geht weiter

Italiens Präsident Sergio Mattarella hat den Wirtschaftsexperten Carlo Cottarelli mit der Bildung einer Übergangsregierung beauftragt. Der 64-jährige Cottarelli war von 2008 bis 2013 ranghoher M...
Und noch eine Runde: Regierungsbildung in Italien geht weiter

(rtr/dpa)

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