Starkregen

Unwetter: Land will betroffenen Städten helfen

Auch am Freitag zogen wieder schwere Unwetter über NRW hinweg. Hier läuft in Düsseldorf eine Frau durch den Regen.

Auch am Freitag zogen wieder schwere Unwetter über NRW hinweg. Hier läuft in Düsseldorf eine Frau durch den Regen.

Foto: Marc Niedzolka/dpa

Wuppertal/Ruhrgebiet.   Innenminister Herbert Reul (CDU) besucht Wuppertal. NRW leidet erneut unter schweren Regenfällen. A 40 bei Essen kurzzeitig gesperrt.

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Dunkle Wolken, Blitze, prasselnder Regen und Hagel: Auch am Freitagmorgen sind mehrere Stunden lang heftige Gewitter über NRW hinweggezogen. Keller liefen voll, die Bahn meldete Verspätungen, am Flughafen Düsseldorf musste zeitweilig die Abfertigung unterbrochen werden. Stellenweise fielen mehr als 40 Liter Regen pro Stunde und Quadratmeter. Bei Essen-Huttrop wurde die vollgelaufene A 40 kurzzeitig gesperrt, in Düsseldorf war der Rheinalleetunnel nach einem Blitzschlag lahmgelegt.

Gegen Mittag zogen die Unwetter über das Münsterland ab, das bereits am Donnerstag stark betroffen gewesen war. Und auch das Bergische Land bekam erneut Starkregen ab. Dort hatten die Gewitter am Dienstag besonders Wuppertal getroffen. Die Einsatzkräfte fuhren 800 Einsätze, Dächer stürzten ein, Gebäude stehen unter Wasser. Nach Einschätzung der Stadt werden die Aufräumarbeiten noch Monate dauern. „Das wird nicht in den nächsten Wochen erledigt sein“, erklärte eine Stadtsprecherin am Freitag.

Landes-Innenminister Herbert Reul (CDU) deutete am Freitag bei einem Besuch vor Ort an, dass sich die von Unwettern geschädigten Städte Hoffnung auf Sonderhilfe machen können. „Die Landesregierung wird sich bemühen, im Rahmen der Möglichkeiten zu helfen“, sagte Reul der WAZ. Offenbar sollen die Bezirksregierungen prüfen, an welchen Orten in NRW Sonderhilfe für die Bewältigung von Unwetter-Schäden ausgezahlt werden sollten. Mit einer Entscheidung sei bis zur Mitte der kommenden Woche zu rechnen, hieß es im Ministerium. „Die Bilder von den schweren Unwettern haben mich sprachlos gemacht“, sagte Reul. Tatsächlich hatte Wuppertal die Landesregierung um Hilfe gebeten; gegen Wetterschäden in erwarteter Millionenhöhe an Straßen und Schulen ist die Stadt nicht versichert.

Am Wochenende soll sich die Wetterlage entspannen. Am heutigen Samstag werden nur noch vereinzelt Gewitter erwartet, für Sonntag stellen die Meteorologen freundlicheres Sonnenwetter in Aussicht.

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