SPD-Bundestagsfraktion

Sprecher der SPD-Revierabgeordneten fordert Votum zu Nahles

Michael Groß, Bundestagsabgeordneter der SPD aus Marl, sieht nach der Europawahl dringenden Handlungsbedarf in der Fraktion. Eine Entscheidung müsse her, – so oder so, findet der Sprecher der SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Ruhrgebiet.

Michael Groß, Bundestagsabgeordneter der SPD aus Marl, sieht nach der Europawahl dringenden Handlungsbedarf in der Fraktion. Eine Entscheidung müsse her, – so oder so, findet der Sprecher der SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Ruhrgebiet.

Foto: Florian Adamek

Düsseldorf.   Michael Groß, Sprecher der SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Ruhrgebiet, fordert „Sondersitzung“ der Fraktion zu Andrea Nahles’ Zukunft.

Das Beben nach der Europawahl erreicht die SPD im Ruhrgebiet. Der Sprecher der Revier-Bundestagsabgeordneten, Michael Groß aus Marl, wünscht eine Sondersitzung der SPD-Bundestagsfraktion zur Nachbereitung der Wahl. Der Brief, den Groß an den Chef der NRW-Landesgruppe im Bundestag, Achim Post, geschrieben hat, liegt dieser Redaktion vor. Hier der Wortlaut:

„Lieber Achim,

ich beantrage eine Sondersitzung der SPD-Bundestagsfraktion zur Nachbereitung der Europawahl.

Nach den sehr bedauerlichen und desaströsen Ergebnissen der SPD bei den Wahlen, muss klargestellt werden, ob die SPD-Bundestagsfraktion hinter ihrer Vorsitzenden steht oder nicht. Entweder sie wird breit gestützt oder nicht. Den Spekulationen muss ein Ende gesetzt werden. Ein einfaches „Weiter so“, lediglich durch die in kompletter Abhängigkeit stehenden stellvertretenden Vorsitzenden und den Generalsekretär sind keine Option. Alle in der Fraktion müssen das legitimieren und nicht nur ein paar wenige im geschäftsführenden Vorstand.

Ich kann nur davor warnen, jetzt ein Mehr desselben, d.h. mehr Klimaschutz, mehr Grundrente, durchzuziehen. Wenn diese Themen für die Sozialdemokratie so gut gezogen hätten, wären Europa und Bremen gewonnen und nicht verloren.

Wenn wir so weiter machen wie bisher sind wir bald eine gute 10 Prozent-Partei!

Wir müssen erleben, dass wir als Partei der Arbeit nicht mehr wahrgenommen werden. Nur 14% der Arbeiter und 13% der Angestellten haben der SPD ihre Stimme gegeben – weit abgeschlagen hinter Union und AfD. Das müssen wir als letzten Warnschuss verstehen.

Herzlichen Dank.

Mit freundlichen Grüßen und „Glück auf“

Michael Groß“

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