Bildungsprogramm

Ruhrgebiets-Unis werben um begabte Talente aus dem Ausland

Studenten gehen über den Campus der Ruhr Universität Bochum. Die Hochschule will vermehrt um ausländische Talente werben.

Studenten gehen über den Campus der Ruhr Universität Bochum. Die Hochschule will vermehrt um ausländische Talente werben.

Foto: Ingo Otto

Bochum/Dortmund/Essen.  Die Studienbrücke bereitet Schulabsolventen aus dem Ausland aufs Studium in Deutschland vor. Das Buhlen um Talente soll weiter ausgebaut werden.

Die Unis der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) weiten ihre Suche nach den besten Studenten im Ausland aus. Über das Bildungsprogramm Studienbrücke kommen seit 2015 Schulabsolventen aus 18 Ländern nach Bochum, Duisburg-Essen und Dortmund. Zusammen mit dem Goethe-Institut und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) bereiten die Ruhrgebiets-Hochschulen aktuell über 630 Talente auf ein Studium vor. Im Beisein von NRW-Wissenschaftministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) unterzeichneten die Partner jetzt eine Absichtserklärung.

Mit dem Projekt wollen die beteiligten Universitäten Fachkräfte für den MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) ausbilden. Über 130 Studienbrückler studieren bereits an den Hochschulen. Sie kommen aus China, Russland, den Vereinigten Staaten, Vietnam oder Brasilien. Doch auch besonders begabte Schüler aus anderen Ländern sollen nun die Chance auf ein Studium bekommen. Außerdem sollen weitere Partnerhochschulen dazukommen.

Projekt soll Fachkräfte für den MINT-Bereich ausbilden

Der Mangel an qualifizierten Kräften im naturwissenschaftlich-technischen Bereich und die hohe Abbrecherquote bei MINT-Studiengängen brachten die Partner auf die Idee für das Projekt. Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts: „Die Zahl der Studenten an Deutschlands Universitäten sinkt, Fachkräfte fehlen. Deshalb bündeln Goethe-Institut, DAAD und Hochschulen ihre Kompetenzen und ermöglichen jungen Menschen aus dem Ausland einen direkten Weg zum Studium in Deutschland.“

Ministerin Pfeiffer-Poensgen begrüßt den Zusammenschluss: „Die Unterzeichnung des Memorandums strahlt auf die Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Nordrhein-Westfalen aus.“ Die Hochschulen hoffen unterdessen, dass möglichst viele der Talente auch nach ihrem Abschluss bleiben, um zu forschen.

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