Kultur

NRW-Regierung fördert Kulturzentren auf dem Land

Düsseldorf.  Um die Kultur im ländlichen Raum zu fördern, hat das NRW-Kulturministerium ein neues Förderprogramm gestartet. Projekte können sich bewerben.

Die Kultur im ländlichen Raum Nordrhein-Westfalens soll gestärkt werden. Das Landeskulturministerium hat ein neues Förderprogramm vorgestellt. Darin geht es um "Dritte Orte", also Kulturzentren, die als soziale Begegnungsstätten dienen. NRW-Staatssekretär Klaus Kaiser sagte: "Der erste Ort ist das Zuhause, der zweite die Arbeitsstelle. Der dritte Ort ist dort, wo man sich begegnet." Der Rahmen für die Projekte ist bewusst etwas offener gehalten. So können sich zum Beispiel Konzerthallen oder Theater, sowohl neue Projekte als auch bereits bestehende Einrichtungen bewerben.

"Wir müssen einen genauen Blick auf den ländlichen Raum werfen", sagte Kaiser. "So ein Ort entwickelt sich immer von unten. Es müssen die Menschen vor Ort eingebunden werden." Für das Förderprogramm stehen 10 Millionen Euro zur Verfügung. Aus allen Bewerbern ermittelt eine Jury unter Vorsitz des Staatssekretärs die 15 Teilnehmer. Sowohl Kommunen als auch private Träger können sich noch bis zum 30. April bewerben. Welche Kommune den Zuschlag bekommen hat, steht am 1. Oktober fest. Das Förderprogramm läuft bis Ende 2023. In der ersten der beiden Förderphasen (Oktober 2019 bis September 2020) erhält jedes der ausgewählten Projekte 50.000 Euro. In der zweiten Förderphase werden die restlichen Gelder ausgeschüttet.

Sauerland und Niederrhein im Fokus

Welche Gemeinden mitmachen können, hat das Ministerium in einer Liste festgelegt. Im Ruhrgebiet sind nur vereinzelte Stadtteile zugelassen, zum Beispiel Essen-Beyfang. Am Niederrhein dürfen alle Kommunen des Kreises Kleve und fast der gesamte Kreis Wesel mitmachen.
In Südwestfalen sind alle Gemeinden des HSK, des Märkischen Kreises sowie der Kreise Soest und Olpe dabei. Im Ennepe-Ruhr-Kreis, der Stadt Hagen und dem Kreis Siege-Wittgenstein sind vereinzelt nur bestimmte Ortsteile zugelassen.

Eine Auftaktveranstaltung findet am 27. Februar in der Rohrmeisterei in Schwerte statt. Laut Ministerium sind nur noch wenige Plätze frei. Anmeldung hier.

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