Sicherheit

NRW rechnet mit bis zu 70 IS-Rückkehrern aus Krisengebieten

IS-Rückkehrer aus der Türkei steigen Mitte November in Berlin-Tegel aus einem Flugzeug. Etliche von ihnen haben einen Bezug nach NRW. Bis zu 70 IS-Rückkehrer erwartet die Landesregierung noch in den kommenden Jahren.

IS-Rückkehrer aus der Türkei steigen Mitte November in Berlin-Tegel aus einem Flugzeug. Etliche von ihnen haben einen Bezug nach NRW. Bis zu 70 IS-Rückkehrer erwartet die Landesregierung noch in den kommenden Jahren.

Foto: Archivbild Christoph Soeder / dpa

Düsseldorf.  Bis zu 70 IS-Anhänger aus NRW könnten noch aus den Krisengebieten im Nahen Osten zurückkehren. Mit ihnen werden auch 80 Kinder erwartet.

Die NRW-Landesregierung rechnet in den kommenden Jahren mit bis zu 70 IS-Rückkehrern. In der Türkei und in den Krisengebieten in Syrien und dem Irak halten sich derzeit noch rund 110 aus Nordrhein-Westfalen ausgereiste Personen auf, davon befindet sich knapp die Hälfte in Haft oder Gefangenschaft. Das geht aus einem Bericht des Düsseldorfer Innenministeriums an der Innenausschuss des Landtags hervor.

„Von den 110 haben etwa 70 die deutsche Staatsangehörigkeit und damit das Recht zu einer Rückkehr nach Deutschland.“ Rund 30 der 70 deutschen IS-Anhänger sitzen derzeit in einem der drei Länder in Haft oder sind in Gefangenschaft.

Sicherheitsbehörden sehen sich darauf vorbereitet

Außerdem werde erwartet, dass mit den erwachsenen IS-Rückkehrern etwa 80 Kinder nach NRW einreisen könnten, heißt es in dem Bericht. Darunter könnten in den Krisengebieten geborene Kleinkinder sein, traumatisierte jüngere Mädchen und Jungen, aber auch radikalisierte und an der Waffe ausgebildete ältere Jugendliche.

Die Sicherheitsbehörden seien auf die „sehr heterogene Gruppe“ der IS-Rückkehrer vorbereitet. Alle würden „fortlaufend im Hinblick auf die von ihnen ausgehenden Gefahren bewertet“ und auf eine mögliche Einstufung als Gefährder überprüft.

Strafverfolgung, Gefahrenabwehr und De-Radikalisierung

Wichtigstes Ziel sei es zu vermeiden, dass diese häufig kampferfahrenen Menschen nach ihrer Rückkehr hierzulande Straftaten begehen, betonte das Innenministerium. Neben Strafverfolgung und Gefahrenabwehr gehe es auch um De-Radikalisierung. (dpa)

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