Studie

Ministerin attackiert IW: „Schlechtreden des Ruhrgebiets“

NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) hat ungewöhnlich deutliche Zweifel an einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zur Zukunftsfähigkeit der Regionen geäußert. Vor allem das Ruhrgebiet war in der Untersuchung mal wieder schlecht weggekommen.

NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) hat ungewöhnlich deutliche Zweifel an einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zur Zukunftsfähigkeit der Regionen geäußert. Vor allem das Ruhrgebiet war in der Untersuchung mal wieder schlecht weggekommen.

Foto: Lars Heidrich / Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Düsseldorf.  Eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft zu angeblich abgehängten Regionen empört NRW-Heimatministerin Scharrenbach.

NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) hat scharfe Kritik an einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zur Zukunft der Regionen geäußert. „Ich bin das ständige Schlechtreden des Ruhrgebiets leid. Immer neue Studien, immer wieder werden Regionen neu zusammengesetzt - übrigens wenig transparent“, erklärte Scharrenbach am Freitag.

Zugleich äußerte die CDU-Politikerin Zweifel am Studiendesign: „Da werden 53 Städte in der Metropolregion Ruhr mit München verglichen. Daran wird doch sofort deutlich: Irgendetwas stimmt da nicht.“ Inzwischen gebe es in vielen Revierstädten eine große Dynamik und „eine Packen-wir-es-an-Mentalität“, so Scharrenbach.

Die IW-Studie hatte vier von bundesweit 19 Regionen mit größeren Problemen bei den Themen Wirtschaft, Demografie und Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen verortet. Vor allem in den Regionen Emscher-Lippe sowie Duisburg/Essen sei der Handlungsbedarf groß, heißt es in einer Untersuchung. Hohe Arbeitslosenquote, geringe Produktivität und eine starken Verschuldung der privaten Haushalte machten dem Revier zu schaffen.

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