Energiewende

Industrielles Spitzencluster für das Ruhrgebiet

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) will Unternehmen und Wissenschaftler im neuen Spitzencluster industrielle Innovationen (SPIN) noch enger zusammenbringen.

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) will Unternehmen und Wissenschaftler im neuen Spitzencluster industrielle Innovationen (SPIN) noch enger zusammenbringen.

Foto: Olaf Fuhrmann / FUNKE Foto Services

Düsseldorf.  Wirtschaft und Wissenschaft sollen im Revier noch enger zusammenwachsen. Das Land leistet jetzt Anschubhilfe bei einem neuen Netzwerk.

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Die Landesregierung fördert die bessere Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft im Ruhrgebiet mit einer Anschubfinanzierung von 15 Millionen Euro. Ein neues „Spitzencluster Industrielle Innovationen“ (SPIN) mit Sitz in Essen soll vor allem die Forschung an Energie- und Klimaprojekten über Unternehmensgrenzen hinaus erleichtern.

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) sieht in den hohen Dichte an Konzernen und Forschungseinrichtungen im Ruhrgebiet „ideale Voraussetzungen, eine Spitzenposition für klimafreundliche und wettbewerbsfähige Zukunftstechnologien einzunehmen“. Gründungsmitglieder des Clusters sind Thyssen-Krupp, Siemens, RWE, Steag, Mitsubishi Hitachi Power Systems sowie die Fraunhofer-Gesellschaft, die Essener Wirtschaftsförderung und die Digitalisierungs-Experten von „Ruhr:HUB“.

Das neue Netzwerk soll helfen, vor allem im Energiesektor wissenschaftliche Erkenntnisse schnell in die Anwendung zu bringen. Zu den Pilotprojekten gehört etwa die Zusammenarbeit von Siemens in Mülheim und der Fachhochschule Dortmund an einem Hochspannungs-Batteriespeicher für die Energiewende. Die Ingenieure wollen die Leistungsverluste bisheriger Batteriesysteme überwinden, indem sie mit einer hohen Systemspannung von 5000 Volt arbeiten. Als Anwendungsgebiete sind etwa Schiffsantriebe oder Kraftwerke denkbar.

In Herne haben sich derweil auf dem Gelände des dortigen Heizkraftwerks der Betreiber Steag, der Chemiekonzern Evonik und der Anlagenbauer Mitsubishi Hitachi Power Systems mit Forschern der Uni Duisburg-Essen zusammengefunden, um nach Möglichkeiten der Zwischenspeicherung von überschüssigem Strom zu suchen. In Zeiten der Energiewende ist das ein Riesenthema. In Herne führen die Projektpartner überschüssigen Strom, CO2 aus dem Kraftwerk und Wasser einem Reaktor mit Gasdiffusionselektroden zu. So können synthetische Treibstoffe oder Grundstoffe für die chemische Industrie gewonnen werden.

Die Zahl der Cluster-Projekte soll von zunächst sechs in der Startphase rasch wachsen. Minister Pinkwart sagte dafür weitere Fördersummen zu.

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