Internationale Gartenschau

IGA 2027 im Ruhrgebiet soll mehr Geld erhalten

Der „Rheinpark“ in Duisburg ist als einer von drei Hauptstandorten der IGA 2027 im Ruhrgebiet vorgesehen.

Der „Rheinpark“ in Duisburg ist als einer von drei Hauptstandorten der IGA 2027 im Ruhrgebiet vorgesehen.

Foto: HO

Essen.   Die NRW-Landesregierung plant nun offenbar doch mit einem höhere Zuschuss in Millionenhöhe. Projektgesellschaft nimmt ab Sommer Formen an.

Die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 im Ruhrgebiet kann nun offenbar doch mit zusätzlichen Fördermitteln vom Land rechnen. Nach Informationen dieser Zeitung plant das Land, einen kleineren zweistelligen Millionenbetrag an Sondermitteln zur Verfügung zu stellen. Bisher hatte die schwarz-gelbe Landesregierung die Ausrichtung der IGA als Großprojekt für das Ruhrgebiet zwar ausdrücklich begrüßt, zusätzliche Gelder außerhalb üblicher Fördertöpfe aber ausgeschlossen.

Mit den Sondermitteln sollen dem Vernehmen nach gezielt die drei Hauptstandorte der IGA in Dortmund, Gelsenkirchen und Duisburg gefördert werden. In den drei Städten sieht das Ausstellungskonzept großformatige „Zukunftsgärten“ vor, die auch über das IGA-Jahr hinaus Bestand haben sollen: der „Rheinpark“ in Duisburg, die „Zukunftsinsel Gelsenkirchen“ (Nordsternpark und Emscherinsel) sowie „Emscher Nordwärts“, ein fünf Kilometer langer Grünzug auf einem ehemaligen Industrieareal im Dortmunder Norden mit Museumsbahn, „Skywalk“ und Wohnen am Wasser.

Größtes gemeinsames Projekt seit der Kulturhauptstadt

Die zusätzlichen Landesmitteln dürften die Sorgen des Regionalverbandes Ruhr (RVR) um die Finanzierung der auf 160 bis 200 Millionen Euro taxierten Investitionskosten für das Großprojekt deutlich entschärfen. Der RVR hatte stets betont, wie wichtig zusätzliche Finanzspritzen für das Gelingen der erstmals an eine Region und nicht nur an eine Stadt vergebene Internationale Gartenschau sei.

http://funke-cms.abendblatt.de:8080/webservice/thumbnail/article/216015763Gleichzeitig konkretisieren sich die Planungen für die in knapp acht Jahren beginnende IGA, die schon jetzt als größtes gemeinsames Ruhrgebietsprojekt seit der Kulturhauptstadt 2010 gilt. Noch vor der Sommerpause soll demnach die IGA-Projektgesellschaft unter Dach und Fach sein. Sie soll im Endausbau rund 50 Mitarbeiter haben, halb so viele wie die Ruhr.2010 GmbH. Getragen werden soll die Gesellschaft vom RVR sowie den Städten Dortmund, Gelsenkirchen und Duisburg, also den Ausrichtern der drei Groß-Gärten.

Die Betriebskosten für die IGA bezifferte der RVR im Vorfeld mit rund 85 Millionen Euro. Etwa 48 Millionen sollen aus Ticket-Einnahmen finanziert werden. Konservativ gerechnete Prognosen gehen von etwa 2,6 Millionen Besuchern aus, laut einer Machbarkeitsstudie des RVR könne die IGA sogar bis zu fünf Millionen Besucher anlocken.

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