Arbeitskampf

Gewerkschaften starten in NRW in zwei Streikwochen

Erst 2018 ist das Uniklinikum Essen bestreikt worden, Pflegekräfte forderten mehr Personal.

Erst 2018 ist das Uniklinikum Essen bestreikt worden, Pflegekräfte forderten mehr Personal.

Foto: Oliver Müller

Essen.   Im Tarifkonflikt um Landesbeschäftigte haben Verdi Essen und GEW zu Warnstreiks an Unikliniken und Unis aufgerufen. Weitere Streiks sollen folgen

In den Uni-Kliniken, an den Hochschulen und in den Autobahnmeistereien stehen die Zeichen auf Streik: Die Gewerkschaft Verdi und GEW rufen im Tarifkonflikt mit den Ländern ihre Mitglieder auf, die Arbeit niederzulegen. Los geht es am Dienstag, 12. Februar: Der Verdi-Bezirk Ruhr-West kündigt einen ganztägigen Warnstreik an, von dem etwa das Uniklinikum Essen, die Hochschule Ruhr-West und der Justizbereich betroffen sein werden. Weitere Aktionen in anderen Bezirken sollen sich in den nächsten zwei Wochen aufs ganze Land verteilen, heißt es von Verdi.

Die Lehrergewerkschaft GEW ruft von Dienstag bis Donnerstag zu drei regionalen Warnstreiks auf - tarifbeschäftigte Lehrkräfte an Schulen und Hochschulen des Ruhrgebiets sind am Mittwoch dabei. Mitglieder der Gewerkschaften unter dem Dach des Deutschen Beamtenbundes (DBB) sind zu Solidaritätsstreiks angehalten. Wie groß die Beteiligung an den Streiks sein wird, ist noch nicht abzusehen.

Sechs Prozent mehr Lohn gefordert

Die zweite Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst der Länder ist am Mittwoch ohne Ergebnis geendet. Die Gewerkschaften fordern für sie sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro sowie ein Plus von 100 Euro für Auszubildende und zusätzliche Leistungen für Pflegekräfte in den Unikliniken. Es geht allein in NRW um rund 190.000 Tarifbeschäftigte der Länder.

Die Tarifgemeinschaft der Länder hatte die Forderungen bisher als zu hoch abgelehnt. Verdi-Chef Frank Bsirske sagte am Freitag: „Jetzt müssen die Kollegen im Länderbereich selbst zu Wort kommen.“ Er kündigte bundesweite Aktionen bis zum 28. Februar an, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Am 28. Februar und 1. März gehen die Verhandlungen weiter. Ein Abschluss soll auf 2,3 Millionen Beamte und Versorgungsempfänger in Ländern und Kommunen übertragen werden.

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