Drogenhandel

Drogen per Post: Der illegale Handel im Internet wächst

Cannabis in einem Glas (Archivfoto).

Cannabis in einem Glas (Archivfoto).

Foto: Lino Mirgeler/dpa

Düsseldorf.  Die Zahl der Ermittlungsverfahren wegen Drogenhandels hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Verkauft wird vor allem Cannabis.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Handel mit Drogen im Internet nimmt in Nordrhein-Westfalen zu. 2018 seien 6149 Fälle registriert worden, in denen illegale Betäubungsmittel per Post verschickt wurden, teilte das NRW-Innenministerium am Samstag auf Anfrage mit.

2017 waren es den Angaben zufolge mit 3061 Fällen nur halb so viele. Die „Rheinische Post“ hatte zuvor über den Anstieg berichtet. Besonders häufig werde demnach mit Cannabis gehandelt. Von den insgesamt 67.797 Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz in der Kriminalitätsstatistik 2018 waren demnach 42.874 Cannabis-Delikte (63 Prozent).

NRW-Innenminister Reul lehnt Cannabis-Freigabe ab

Der illegale Handel mit Betäubungsmitteln verlagere sich zunehmend ins Internet, schilderte das Ministerium. Die Täter seien „häufig überdurchschnittlich gebildet, haben einen IT-Bezug und agieren wie Kaufleute“. Ähnliches gelte für die Kunden: „Je höher der Bildungsgrad des Kunden ist, desto größer ist die Tendenz zum Kauf im Internet.“

Der Zeitung zufolge lehnt NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) die Legalisierung von Cannabis ab. „Eine Freigabe von Cannabis ist mit mir nicht zu machen. Von den Befürwortern wird da immer vom Recht auf Rausch geredet, aber das ist schlicht Blödsinn und verharmlosend“, so Reul. (mit dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (5) Kommentar schreiben