Bildung

Bildungstrend: Schüler aus NRW schneiden besser ab

NRW-Schüler erzielen laut Bundestrend bessere Ergebnisse im Vergleich zu vergangenen Statistiken.

NRW-Schüler erzielen laut Bundestrend bessere Ergebnisse im Vergleich zu vergangenen Statistiken.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Düsseldorf.  Eine aktuelle Studie zeigt: Jugendliche aus NRW rücken im Bundesvergleich bei naturwissenschaftlichen Fächern ins Mittelfeld.

Während in mehreren Bundesländern Neuntklässler in den Fächern Mathematik, Biologie, Chemie und Physik zurückgefallen sind, haben sich die Schüler in NRW verbessert. Das zeigen Ergebnisse der am Freitag in Berlin präsentierten Studie IQB-Bildungstrend 2018. „Nordrhein-Westfalen steigt auf. Wir sind in allen Bereichen besser geworden und haben uns vom Ende der Rangreihen ins Mittelfeld verbessert“, heißt es von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in einer Mitteilung.

Das Schüler kletterte in Mathe von Platz 14 auf Platz 9, in Biologie von Platz 14 auf Platz 10, in Chemie von 15 auf 11 und in Physik von 16 auf 14. „Besonders erfreulich sind die positiven Trends bei den Mädchen, die sich nur in Nordrhein-Westfalen seit 2012 deutlich verbessert haben“, sagt Gebauer. So zum Beispiel im Fach Mathematik. Hier haben sich die erreichten Kompetenzen signifikant gesteigert.

Kein Grund zum Ausruhen

Bundesweit erreichen aktuell rund 45 Prozent der Schülerinnen und Schüler bereits am Ende der neunten Klasse den Regelstandard für den Mittleren Schulabschluss. Etwa 24 Prozent erreichen diesen Standard noch nicht. Nordrhein-Westfalen liefert in Bezug auf den Regelstandard eher ungünstige Ergebnisse, wie es im Bildungstrend heißt.

Deshalb unterstrich Ministerin Gebauer, dass es keinen Grund gebe, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Denn nach wie vor würden Schüler mit Migrationshintergrund und aus bildungsferneren Elternhäusern bundesweit schlechtere Ergebnisse erreichen als Kinder und Jugendliche aus bildungsaffinen Elternhäusern: „Hier müssen wir weiter an einer größeren Chancengerechtigkeit arbeiten“, so Gebauer.

Blick auf die Talentschulen

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in NRW richtet in diesem Zusammenhang den Blick auf die 35 Talentschulen im Land. Das sind Brennpunktschulen, die in einem Schulversuch von der Regierung besonders unterstützt werden.

„Es braucht keine Erprobung, ob eine gute Ausstattung und ausreichend Personal sich auf solche Ergebnisse auswirken. Das liegt auf der Hand. Jede Schule in NRW ist eine Talentschule und verdient entsprechende Ressourcen. Lehrkräfte wollen individuell fördern, doch sie können sich nicht zerreißen – das Personal fehlt vielerorts“, so der VBE-Landesvorsitzende Stefan Behlau.

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