Plagiatsvorwurf

Giffey soll auf jeder dritten Seite abgeschrieben haben

In der Dissertation von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) soll es noch mehr abgeschriebene Textstellen geben als bislang bekannt war.

In der Dissertation von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) soll es noch mehr abgeschriebene Textstellen geben als bislang bekannt war.

Foto: Jens Büttner / dpa

Berlin  Familienministerin Giffey steht unter dem Verdacht, in ihrer Doktorarbeit abgeschrieben zu haben. Die Vorwürfe weiten sich aus.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

In der Doktorarbeit von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) soll es noch mehr abgeschriebene Textstellen und Fehler geben als bislang vermutet. Auf mehr als jeder dritten Seite, konkret auf 76 von 205 Seiten, sei Plagiatstext gefunden worden, heißt es auf der Internetseite der Plagiatsjäger VroniPlag.

Auf einer Seite ihrer Arbeit habe Giffey sogar mehr als drei Viertel aus fremden Texten übernommen. Wie der „Spiegel“ am Freitag berichtete, hat VroniPlag die Prüfung der Dissertation nun abgeschlossen. Auch die Freie Universität Berlin (FU) prüft Giffeys Doktorarbeit seit Februar wegen Plagiatsverdachts. Die SPD-Politikerin hatte die Hochschule selbst darum gebeten, nachdem VroniPlag mehrere Stellen beanstandet hatte.

Hintergrund: Nach Plagiats-Vorwürfen: Stresstest für Franziska Giffey

Zugleich betonte sie, sie habe die Arbeit „nach bestem Wissen und Gewissen verfasst“. Ein Ergebnis der Untersuchung steht noch aus.

Giffey promovierte von 2005 bis 2009 im Bereich Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU. Ihre Dissertation verfasste sie zum Thema „Europas Weg zum Bürger – Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft“. (dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (28) Kommentar schreiben