Liberale

FDP-Chef Lindner drängt in die Regierung: „Wir wollen ran“

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner im Bundestag.

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner im Bundestag.

Foto: Bernd Von Jutrczenka / dpa

Berlin  Christian Lindner will nun doch regieren. Und zwar möglichst schnell, wie der FDP-Chef betonte. Auf Angela Merkel setzt er nicht mehr.

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Vor gut einem Jahr sagte Christian Lindner noch: „Besser nicht regieren als falsch regieren.“ Nun drängt es den FDP-Vorsitzenden doch an die Macht.

Der Chef-Liberale strebt nach einem Medienbericht möglichst rasch eine Regierungsbeteiligung seiner Partei im Bund an. „Wir wollen ran“, sagte Lindner dem „Stern“.

Lindner verwies in dem Interview auf die Umbrüche in CDU und CSU. „Es ist etwas ins Rollen gekommen“, sagte er. Bei den Jamaika-Verhandlungen vor einem Jahr sei klar gewesen, dass mit Angela Merkel keine Regierungsbeteiligung möglich gewesen sei.

Lindner: Merkel ist Person der Zeitgeschichte

Jetzt ändere sich die Konstellation. „Angela Merkel ist für mich eine Person der Zeitgeschichte“, sagte Lindner.

Merkel wird auf dem CDU-Parteitag Anfang Dezember nicht mehr für den CDU-Vorsitz kandidieren, aber weiter Kanzlerin bleiben. CSU-Chef Horst Seehofer hat ebenfalls seinen Rücktritt als Parteivorsitzender angekündigt, er will aber Innenminister bleiben.

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Ausdrücklich begrüßte Lindner Horst Seehofers Rückzug von der CSU-Spitze. „Dass er den Weg freimacht, ist für alle Beteiligten ein guter Schritt“, sagte Lindner. Die Gesprächsbereitschaft der Liberalen hänge davon ab, dass ein echter Aufbruch möglich werde und die Partner fair miteinander umgehen wollten.

Christian Lindner betonte in dem Interview: „Wenn man gut regieren kann, darf man das Land nicht den Falschen überlassen.“ (W.B)

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