Politik

Düsseldorfer OB Thomas Geisel erhält Morddrohungen

Der Düsseldorfer OB Thomas Geisel (54) wird mit Mord bedroht.

Der Düsseldorfer OB Thomas Geisel (54) wird mit Mord bedroht.

Foto: Marcel Kusch

Düsseldorf.   Nach einem Angebot an Bundeskanzlerin Merkel, Flüchtlinge in Seenot aufzunehmen, wurde Düsseldorfs OB Thomas Geisel zum Opfer von Hass-Mails.

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Nach dem gemeinsamen Brief der Städte Düsseldorf, Köln und Bonn an Bundeskanzlerin Angela Merkel, in dem sich diese die Aufnahme von in Seenot geratenen Flüchtlingen angeboten hatten, bekam es Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel mit Hass-Mails zu tun. Die enthielten „offen rassistische Töne bis hin zu unverhohlenen Morddrohungen“. Geisels Büro leitete entsprechende Nachrichten an den Staatsschutz weiter. Das sagte der Düsseldorfer OB in einem Interview mit dem „Vorwärts“.

Thomas Geisel kritisiert die CSU scharf

Darin kritisiert Geisel auch die Verrohung der politischen Kultur im Land und spricht explizit Horst Seehofer und die CSU an: „Die Herren können offenbar angesichts bevorstehender Wahlen nicht widerstehen, das Thema populistisch auszuschlachten“. Das Schüren von Ängsten und Ressentiments, nationale Alleingänge und populistische Rhetorik seien keine geeignete Instrumente, um auf die Herausforderungen der Flüchtlingskrise angemessen zu reagieren.

OB möchte ein Zeichen für mehr Menschlichkeit setzen

Geisel sagte, dass der Brief der rheinischen Oberbürgermeister in erster Linie als Signal anzusehen sei: „Dem barbarischen Zustand, dass tagtäglich Menschen im Mittelmeer ertrinken, weil sie nicht gerettet werden können oder dürfen, muss ein Ende bereitet werden.“

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