Weihnachtsspenden-Aktion

Die Kinder von Dire Dawa in Äthiopien sagen Danke

| Lesedauer: 3 Minuten
Haben jetzt endlich ein Dach über dem Kopf: Kaido (Mitte, 13), ihre Schwester Lesame (12) und der kleine Bruder Amanuel (5).

Haben jetzt endlich ein Dach über dem Kopf: Kaido (Mitte, 13), ihre Schwester Lesame (12) und der kleine Bruder Amanuel (5).

Foto: Jakob Studnar

Dire Dawa/Ruhrgebiet.   177.106 Euro und 86 Cent haben WAZ-Leser für die Weihnachtsaktion dieser Zeitung gegeben. Damit holt die Kindernothilfe die Ärmsten von der Straße.

Die Zahl ist riesig, und wer weiß, vielleicht wächst sie noch: 177 106,86 Euro sind bislang bei der 12. gemeinsamen Weihnachtsspenden-Aktion von WAZ und Kindernothilfe zusammengekommen. Die Kinder von Dire Dawa in Äthiopien sagen: Danke, liebe Leser!

Mit dem Geld können die Hilfsorganisation mit Sitz in Duisburg und ihr Partner FSCE bis zu 3000 arme Kinder von der Straße holen, in die Schule schicken, sie vor Gewalt schützen. Und das länger als erhofft – 140 000 Euro kostet die wichtige Hilfe für ein Jahr.

In der Adventszeit haben wir Ihnen die Geschichten der Kinder erzählt. Sie haben Kaido kennengelernt, die auf der Straße wohnte, Bayesh, die nachts arbeiten muss, aber in der Schule heute eine der Besten ist. Sie sind den Straßenkindern Hawi und Nesanet begegnet, die allein im Dreck leben, und der früheren Prostituierten Urji, die für sie kocht. Sebrina oder Ganesh im Schutzzentrum, auch dem kleinen Abebe aus der blauen Schule.

Und Sie haben in den vergangenen Jahren noch viel mehr bewegt – und so viel gespendet:

2006: 145 000 Euro für Kinder aidskranker Mütter im russischen St. Petersburg und einen Kindergarten.

2007: 105 000 Euro für den Ausbau eines Schutzzentrums für behinderte Kinder im brasilianischen Recife.

2008: 122 000 Euro für den Neubau eines Mädchenwohnheims in Bangladesch. Dort werden junge Mütter aufgefangen, die meist nach Missbrauch ungewollt schwanger wurden und deshalb verstoßen.

2009: 148 000 Euro für ein Projekt in Indien, das jungen Brandopfern nicht nur medizinisch hilft.

2010: 87 000 Euro für arme Menschen in der Provinz Ntchisi im afrikanischen Malawi. Dort baut die Kindernothilfe Schulen und leistet Hilfe zur Selbsthilfe.

2011: 118 500 Euro für misshandelte und missbrauchte Kinder in Guatemala. Ein Projekt unterstützt die Kleinsten in dem gewaltbestimmten Land mit Therapien, Rechts- und Familienhilfe.

2012: 100 500 Euro für Selbsthilfegruppen im afrikanischen Ruanda. Frauen lernen dort, ihre Familien selbstständig zu ernähren. Dadurch ist es nicht mehr nötig, dass Kinder arbeiten.

2013: 236 000 Euro für den Wiederaufbau von Schulen und für Kinderschutzzentren auf den Philippinen. Nach dem Wirbelsturm „Haiyan“ war dies die erste Weihnachtsspenden-Aktion, die unmittelbar nach einer Katastrophe half.

2014: 210 000 Euro für syrische Flüchtlingskinder im Libanon. Mit dem Geld werden Therapien bezahlt und ein Kinderschutzzentrum finanziert für jene, die es gerade über die Grenze in Sicherheit schaffen.

2015: 236 000 Euro erneut für die syrischen Flüchtlingskinder im Libanon. Hunderten wird damit der Schulbesuch ermöglicht.

2016: 106 000 Euro für Schutzhäuser im indischen Bangalore, in denen es Therapien, Gesundheitsversorgung und auch Bildung gibt für Kinder und junge Mädchen, die missbraucht, vergewaltigt, zur Prostitution gezwungen werden.

2017: 177 106,86 Euro für Straßenkinder in der äthiopischen Großstadt Dire Dawa. Mit dem Geld werden sie von der Straße geholt, in Schutzzentren aufgefangen und in die Schule geschickt. Auch Familien bekommen Unterstützung, damit die Kinder nicht arbeiten müssen.

Auch wir sagen: Vielen Dank!

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