Ruhrkonferenz

Das erhoffen sich Unternehmer von der Ruhrkonferenz

Mit den Universitäten des Ruhrgebiets wollen Unternehmen mehr zusammenarbeiten. Im Bild die Ruhr-Uni in Bochum.

Mit den Universitäten des Ruhrgebiets wollen Unternehmen mehr zusammenarbeiten. Im Bild die Ruhr-Uni in Bochum.

Foto: Hans Blossey

Düsseldorf.   NRW-Minister Stephan Holthoff-Pförtner warb bei den Unternehmer für die Ruhrkonferenz. Firmenschef fordern niedrigere Abgaben in den Städten.

NRW-Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU) hat die fünf großen Arbeitgeberverbände des Ruhrgebiets zu einem mehr als zweistündigen „Ruhrkonferenz-Gespräch“ in Duisburg getroffen. Bei dem Austausch formulierten die Verbände, die rund 2000 Unternehmen mit 250.000 Beschäftigten repräsentieren, konkrete Erwartungen an die Landesregierung. Holthoff-Pförtner koordiniert für Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Ruhrkonferenz, die als Ideenprozess über mehrere Jahre angelegt ist.

Die Unternehmer machten deutlich, dass die Hochschullandschaft an Rhein und Ruhr mit ihren rund 300.000 Studenten besser mit der lokalen Wirtschaft vernetzt werden müsse. Das Land könne den Wissenstransfer über Innovationszentren und Innovationscampi noch stärker fördern, um unternehmerische Talente und zukunftsweisende Geschäftsideen in der Region zu halten. Man müsse Kümmerer benennen und Fördermittel bereitstellen, um gezielt „Innovationskerne“ zu schaffen.

Hohe Abgaben in den Städten blockieren

Zugleich stellten die Verbände auf die Verantwortung der Politik für die Investitionsbedingungen ab. Ohne eine deutliche Bewegung bei Steuern und Abgaben würden viele Maßnahmen verpuffen. Es sei indiskutabel, dass ausgerechnet das Ruhrgebiet mit seinem drängenden Investitionsbedarf für neue Arbeitsplätze bundesweit die höchsten Grund- und Gewerbesteuern habe. Die Finanzlage der Städte läge „wie Mehltau“ auf allen Zukunftsprojekten.

Minister Holthoff-Pförtner stellte klar, dass er die Forderung nach zusätzlichen Finanzmitteln Richtung Berlin und Brüssel nicht scheuen werde. Doch anders als in früheren Jahren der Ruhrgebiets-Politik müsse die Reihenfolge lauten: „Erst die Ideen, dann das Geld.“ Die Ruhrkonferenz gliedert sich in 20 Themenforen, die bis Sommer 2019 zusammen mit den Bürgern (www.dialog.ruhr-konferenz.nrw) konkrete Projektideen auswählen sollen.

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