Pandemie

Corona-Krise in USA immer dramatischer – 3000 Tote pro Tag

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Thanksgiving in Zeiten von Corona - Truthahn mit Nachgeschmack

Thanksgiving in Zeiten von Corona - Truthahn mit Nachgeschmack

Millionen Menschen reisen für Thanksgiving aus allen Teilen des Landes zu ihrem traditionellen Familienfest an. Obwohl die Behörden in den USA die Bürger dazu aufgerufen haben zu Hause zu bleiben, wollen sich viele das Fest nicht nehmen lassen.

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Berlin.  Millionen Amerikaner sind rund um den Feiertag Thanksgiving gereist. Jetzt steigt die Zahl der Neuinfektionen und der Corona-Toten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsidenten wie Markus Söder werden derzeit gespannt nach Amerika schauen: Was passieren kann, wenn Menschen in Corona-Zeiten verstärkt reisen, ist dort zu beobachten. Millionen US-Bürger sind rund um den Feiertag Thanksgiving Ende November ins Flugzeug gestiegen und haben Freunde und Verwandte im ganzen Land besucht.

Rund zwei Wochen später kommt die Quittung: Am Mittwoch wurden mehr als 220.000 Neuinfektionen und über 3000 Tote an einem Tag registriert – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Ein abschreckendes Beispiel für all jene in Deutschland, die bisher noch mit einem Trip zu Oma und Opa über Weihnachten geliebäugelt haben.

Corona in den USA: Mehr Tote als auf Höhepunkt der ersten Welle

Am Mittwoch seien bis zum Abend 3071 Corona-Tote in den USA registriert worden, teilte die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mit. Der bisherige Höchststand wurde laut „New York Times“ in der vergangenen Woche mit 2885 Toten pro Tag verzeichnet.

Eine entscheidende Wegmarke, denn der Wert lag über dem Maximum mitten in der ersten Welle – am 15. April wurden 2752 Tote verzeichnet. In den Vereinigten Staaten starben bis Donnerstag 289.431 Menschen an Covid. Damit nähert sich das Land der Marke von 300.000 Toten. Der gewählte US-Präsident Joe Biden hatte bereits davor gewarnt, dass bis Januar mit insgesamt bis zu 500.000 Todesfällen zu rechnen sei.

USA haben mehr als 15 Millionen Corona-Infektionen registriert

Auch die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern erreichte einen neuen Höchststand: Am Mittwoch waren es mehr als 106.000 Patienten. Der Anstieg kommt für Experten nicht überraschend, nachdem vor zwei Wochen Millionen Menschen die Appelle ignoriert hatten, zu Thanksgiving auf Reisen und Familienbesuche zu verzichten.

Die USA sind das zahlenmäßig am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land weltweit. Seit Beginn der Pandemie wurden in den Vereinigten Staaten rund 15,4 Millionen Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen.

US-Arzneimittelbehörde prüft Biontech-Impfstoff

Hoffnung geben mittlerweile neue Corona-Impfstoffe. Am Donnerstag prüft die Impfkommission der US-Arzneimittelbehörde FDA den Antrag für eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer. Sollte die unabhängige Impfkommission sich für eine Notfallzulassung aussprechen, könnte diese sehr schnell von der FDA ausgesprochen werden.

Die FDA hatte bereits am Dienstag erklärt, sie stufe den Impfstoff als sicher und wirksam ein. Am Donnerstag kommender Woche wird der US-Impfausschuss sich mit dem Antrag auf eine Notfallzulassung für den Impfstoff des US-Pharmaunternehmens Moderna befassen. Lesen Sie weiter:Diese Firmen entwickeln einen Corona-Impfstoff

Biden will binnen 100 Tagen 100 Millionen Bürger impfen lassen

Die Regierung des abgewählten Präsidenten Donald Trump hat das Ziel ausgerufen, bis Ende März 100 Million US-Bürger zu impfen. Der neugewählte Präsident Joe Biden, der das Amt am 20. Januar antritt, will binnen 100 Tagen 100 Millionen Bürger impfen lassen.

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