Gesundheit

Kohlenmonoxid-Melder werden Pflicht in Shisha-Bars

Die Zahl der Shisha-Bars  ist in letzter Zeit stark gestiegen. Die Behörden haben sie - auch wegen drohender Gesundheitsgefahren – im Visier.

Die Zahl der Shisha-Bars ist in letzter Zeit stark gestiegen. Die Behörden haben sie - auch wegen drohender Gesundheitsgefahren – im Visier.

Düsseldorf.   Die NRW-Landesregierung hat die zahlreichen Shisha-Bars weiterhin in Visier: Sie sollen zum Einbau von Kohlenmonoxid-Meldern verpflichtet werden.

Shisha-Bars in Nordrhein-Westfalen sollen zum Einbau von Kohlenmonoxid-Meldern (CO) verpflichtet werden. Das sei Teil eines für 2019 geplanten Runderlasses zum Umgang der Aufsichtsbehörden mit solchen Lokalen, kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag in einem Bericht für den Landtag an. Anfang November waren in Bochum sechs Besucher einer Shisha-Bar durch giftiges Kohlenmonoxid verletzt worden.

„Rückzugsebene für kriminelle Clans“

Wasserpfeifen werden durch spezielle Kohlen erhitzt. Laumann machte deutlich, dass die Nutzung von Shishas allein mit getrockneten Früchten und Shiazo-Steinen nicht unter das NRW-Nichtraucherschutzgesetz falle. Der Betrieb von Shisha-Bars bleibe „ein reguläres Geschäftsmodell, welches an sich nicht strafbar ist“.

Gleichwohl betrachte die Landesregierung solche Betriebe zunehmend „als Kommunikations- und Rückzugsebene für kriminelle Clans“, heißt es in dem Bericht. Allein in diesem Jahr hat die Polizei in Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Recklinghausen bereits 74 Großkontrollen in Shisha-Bars durchgeführt.

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