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CDU-Parteitag 2019: SPD sieht Gefahr für Große Koalition

Greenpeace klaut CDU das "C"

Mit der Aktion am Konrad-Adenauer-Haus in Berlin wollte die Umweltschutzorganisation gegen die Klimapolitik der CDU protestieren.

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Leipzig.  Tag zwei des CDU-Parteitags: Eine Urwahl über die Kanzlerkandidaten wird es auch in Zukunft nicht geben. Wir berichten im News-Blog.

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Nach Ansicht der SPD-Vorsitzkandidatin Saskia Esken hat der CDU-Parteitag die Chancen auf einen Fortbestand der großen Koalition verschlechtert. „Die Personalquerelen in der CDU gehen auch nach dem Parteitag weiter und werden zur Belastung der großen Koalition“, sagte die Bundestagsabgeordnete unserer Redaktion.

„Dass Kramp-Karrenbauer dem Parteitag drohen musste, ihren Vorsitz zu beenden, falls die Partei nicht ihren Kurs mitgeht, ist ein Offenbarungseid für die Grabenkämpfe innerhalb der CDU“, so Esken weiter.

Inhaltlich sei der Parteitag ebenfalls weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. „Angesichts der schlechten Umfragewerte beider Groko-Parteien hätte die Union zeigen können, dass sie gewillt ist, Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit zu geben“, sagte Esken. „Diese Chance hat die CDU vertan.“

1000 Delegierte haben beim CDU-Parteitag seit Freitag in Leipzig über die Zukunft der Partei diskutiert. Eine Urwahl über die Kanzlerkandidaten wird es jedenfalls auch künftig nicht geben. Die CDU lehnte eine Urabstimmung über ihren Kanzlerkandidaten für die nächste Bundestagswahl ab. Der Antrag wurde mit 79 Prozent der Delegiertenstimmen abgeschmettert.

Zuvor hatte Markus Söder mit seiner Rede den Applaus der Delegierten geerntet. Er machte klar, was er von der AfD hält: „Der Feind ist für mich die AfD, eindeutig!“ Sie sei die neue NPD.

Für Bundeskanzlerin Angela Merkel gab es bei der Eröffnung an diesem Freitag Standing Ovations.

CDU-Bundesparteitag in Leipzig 2019 – Alles Wichtige in Kürze:

Über den CDU-Parteitag 2019 berichten wir im News-Blog:

Der Ausgang und Verlauf des Parteitags dürfte spannend werden und bietet viel Unvorhersehbares. Doch was schon sicher scheint, sind die Streitthemen. So herrscht Uneinigkeit über ein Kopftuchverbot für junge Mädchen, den Umgang mit dem Technikkonzern Huawei und vor allem über eine mögliche Urwahl der Kanzlerkandidatin. Bei diesen fünf Punkten gibt es innerhalb der CDU Zoff.

Im Interview mit unserer Redaktion sagte Friedrich Merz, er wolle bei der Frage der Kanzlerkandidatur die CDU-Basis beteiligen. Merz war im vergangenen Jahr im Kampf um die Parteispitze Annegret Kramp-Karrenbauer unterlegen.

Für Aufregung sorgen zum Parteitag jedoch nicht nur parteiinterne Diskussionen, sondern auch ein Protest. So klaute Greenpeace der CDU das „C“ vom Konrad-Adenauer-Haus.

(ac/mün/tbr)

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