Verschleierung

Burka-Verbot – große Mehrheit der Deutschen ist dafür

Eine Afghanin trägt eine Burka. In Deutschland siht man eher Frauen mit einem Nikab - die Augenpartie ist dann noch zu sehen. Auch Nikabs wären von einem Burka-Verbot betroffen.

Eine Afghanin trägt eine Burka. In Deutschland siht man eher Frauen mit einem Nikab - die Augenpartie ist dann noch zu sehen. Auch Nikabs wären von einem Burka-Verbot betroffen.

Foto: Jalil Rezayee / dpa

Berlin.  In den Niederlanden gilt seit August ein Verbot für Burkas und Nikabs. Die Mehrheit der Deutschen plädiert für ein ähnliches Verbot.

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Burka-Verbot in Deutschland, so wie es in den Niederlanden seit Beginn dieses Monats gilt? Eine Mehrheit der Deutschen ist dafür. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov.

Demnach sind mit 54 Prozent mehr als die Hälfte der Deutschen „voll und ganz“ für ein Verbot der Vollverschleierung in öffentlichen Gebäuden, weitere 20 Prozent haben eine klare Tendenz und sprachen sich „eher“ für solches Verbot aus.

Mit 12 Prozent äußerten sich nur etwa ein Achtel der Deutschen ganz oder eher ablehnend, 14 Prozent sagten, sie seien in der Frage unentschlossen oder hätten keine Meinung.

Ministerin Klöckner plädiert für Burka-Verbot auch in Deutschland

Das Gesetz über das „Verbot auf gesichtsbedeckende Kleidung“ war nach langer Debatte in Kraft getreten. Es gilt in öffentlichen Gebäuden wie in Ämtern, Krankenhäusern, Schulen und im öffentlichen Nahverkehr für die islamische Burka und den Gesichtsschleier Nikab, aber auch für Integralhelme oder Sturmhauben.

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner hatte bereits vor drei Jahren für ein Burka-Verbot in Deutschland geworben. Von Unions-Innenministern aus den Ländern hatte sie Unterstützung erhalten, der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) war aber skeptisch.

Klöckner erneuerte nun ihre Ablehnung der Burka. „Die Vollverschleierung zuzulassen, hat nichts mit Toleranz zu tun, sondern ist Ignoranz gegenüber Frauen und Mädchen“, sagte die Bundesagrarministerin der „Passauer Neuen Presse“. „Es geht nicht nur um ein Stück Stoff, sondern um das Ganze Geschlechterbild, das dahinter zum Ausdruck kommt“, erklärte Klöckner.

Religiöse Kopfbedeckungen sind immer wieder ein Diskussionsthema, auch in anderen Ländern.

beschlossen. In

(sdo/dpa)

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