Verkehr

Bund räumt Revier-Sorge um weniger ICE-Halte aus

Über die Rhein- und Wupperschiene fahren zwei ICE nach Berlin. Derzeit werden sie in Hamm zusammengeschlossen - eine wichtige Verbindung, um die das Revier zuletzt bangte.

Über die Rhein- und Wupperschiene fahren zwei ICE nach Berlin. Derzeit werden sie in Hamm zusammengeschlossen - eine wichtige Verbindung, um die das Revier zuletzt bangte.

Foto: Jan Woitas

Düsseldorf.   Die Bahn soll künftig deutschlandweit nach einem Takt fahren. Die Sorge, dass damit im Ruhrgebiet ICE-Halte reduziert werden, räumt der Bund aus.

Die Pläne der Bahn für einen „Deutschland-Takt“ und Gerüchte, es könnten in diesem Zusammenhang künftig ICE-Verbindungen durch NRW ausgedünnt werden, sorgen seit Wochen für Unruhe an Rhein und Ruhr. Nun erklärt das Bundesverkehrsministerium, es sei nicht beabsichtigt, die bisher stündlichen Verbindungen zwischen Düsseldorf bzw. Köln und Berlin auf einen Zwei-Stunden-Takt zu reduzieren. Das schrieb das Ministerium am Donnerstag in einer Antwort auf eine FDP-Anfrage.

Die Bundesregierung verweist darin auch auf eine Information des Staatssekretärs Steffen Bilger. Dieser bestätigte der FDP-Abgeordneten Katrin Helling-Plahr, dass die Deutsche Bahn zwar über verschiedene Konzepte, etwa eine „Sprinter-Verbindung“ auf der Strecke Köln – Berlin, nachdenke. Dieser „Sprinter“ schaffe aber ein zusätzliches Angebot. „Eine Reduzierung bestehender Fernverkehrshalte ist nicht beabsichtigt“, sagte er.

In den bisher bekannten Plänen zum „Deutschland-Takt“ gibt es ein Szenario, das das Angebot in NRW verschlechtern würde. Die ICE-Linie 10, die in Hamm geteilt oder zusammengeführt wird und über das Ruhrgebiet oder Hagen ins Rheinland fährt, sollte demnach einmal über das Ruhrgebiet, das andere Mal über die Wupperstrecke fahren.

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