Brand im Bergmannsheil: Kritik an Feuerwehr-Ausstattung

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Bochum. Nach dem Großbrand des Bergmannsheil-Krankenhauses in Bochum vor zwei Wochen übt die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft scharfe Kritik an den Rahmenbedingungen des Einsatzes. „Im ersten Ansatz sind wir einfach zu schwach“, sagte gestern ihr Sprecher, der Bochumer Berufsfeuerwehrmann Udo Lipp. Zwar seien zwölf Mann sechs Minuten nach dem Alarm um 2.36 Uhr vor Ort gewesen. Doch das sei „nicht viel angesichts der Großschadenslage. Mit zwölf Mann kann man nicht so arbeiten, wie es vorgesehen ist“, stellte Lipp klar.

„In den entscheidenden ersten fünfundvierzig Minuten“ sei überhaupt nicht gelöscht worden, so Lipp. Die Einsatzkräfte hätten sich zuerst mit dem Pflegepersonal um die Rettung der 126 Patienten kümmern müssen. Ohne das beherzte Eingreifen des medizinischen Personals sei das unmöglich gewesen.

Zwar seien später rund 300 Kräfte vor Ort gewesen, aber nicht in der entscheidende Phase, moniert der Feuerwehrmann. „In dieser Zeit konnte keine koordinierte Brandbekämpfung stattfinden.“ Die auswärtigen Wachen seien eine halbe Stunde nach Alarm um Verstärkung gebeten worden. Die Stadt wollte gestern zu Details des Einsatzes keine Stellung beziehen.

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