Militäreinsatz

Biden will Truppen bis September aus Afghanistan abziehen

Kehrtwende: USA wollen Truppen in Deutschland aufstocken

Kehrtwende: USA wollen Truppen in Deutschland aufstocken

Die USA werden ab kommendem Herbst weitere 500 Soldaten in Deutschland stationieren. Das kündigte der neue US-Verteidigungsminister Lloyd Austin bei einem Besuch in Berlin an. Die Trump-Regierung wollte die Zahl der US-Soldaten in Deutschland noch drastisch reduzieren.

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Berlin.  Biden will die amerikanischen Truppen bis September aus Afghanistan ausreisen lassen. Trump hatte die Soldaten früher abziehen wollen.

Bis zum 20. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 sollen die in Afghanistan stationierten US-Truppen vollständig abgezogen sein. Das gab am Dienstag ein US-Regierungsvertreter bekannt. Joe Bidens Vorgänger Donald Trump hatte den radikalislamischen Taliban einen Truppenabzug bereits zum 1. Mai in Aussicht gestellt.

Der Regierungsmitarbeiter sagte nun, ein geordneter Abzug der in Afghanistan verbliebenen US-Soldaten werde noch vor dem 1. Mai eingeleitet. Vor dem 11. September solle er abgeschlossen sein. Lesen Sie auch: Vier junge Afghanen: Vom Schlamm auf Lesbos bis ins Wendland

Abzug aus Afghanistan: Beobachter fürchten neues Chaos

Es gebe „keine Bedingungen“ für den Abzug, sagte der Regierungsvertreter. Er betonte jedoch auch, den Taliban sei unmissverständlich klar gemacht worden, dass jeder Angriff auf Truppen der USA oder verbündeter Staaten eine „harte“ Antwort nach sich ziehen werde.

Derzeit sind in Afghanistan nach offiziellen Angaben noch rund 2500 US-Soldaten stationiert. Die Bundeswehr beteiligt sich mit etwa 1100 Soldatinnen und Soldaten am Nato-geführten Einsatz in dem Bürgerkriegsland. Auch interessant: US-Präsident Joe Biden peilt seine zweite Amtszeit an

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Viele Beobachter fürchten neues Chaos in Afghanistan nach einem Abzug der westlichen Truppen. Friedensgespräche zwischen der Regierung in Kabul und den Taliban haben bisher nicht zum Erfolg geführt. Lesen Sie hier: Flüchtlingsdrama wird zur Feuerprobe für Kamala Harris

(msb/afp)

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