Behinderte fordern mehr barrierefreien Wohnraum

Düsseldorf.   Menschen mit Behinderungen und Vertreter von vier großen Sozialverbänden haben vor dem Landtag für mehr rollstuhlgerechte Wohnungen und gegen den geplanten Aufschub der Landesbauordnung demonstriert. „In NRW fehlen Hunderttausende barrierefreie und rollstuhlgerechte Wohnungen. Das ist ein Verstoß gegen Menschenrechte“, sagte Michael Spörke vom Sozialverband Deutschland (SoVD). Die Demonstranten befürchten, dass die neue Landesregierung die in der Landesbauordnung schon beschriebene Quote für solche Wohnungen wieder kippen möchte. Dies würde den Bekenntnissen zur Inklusion widersprechen, die Schwarz-Gelb in den Koalitionsvertrag geschrieben hat.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Menschen mit Behinderungen und Vertreter von vier großen Sozialverbänden haben vor dem Landtag für mehr rollstuhlgerechte Wohnungen und gegen den geplanten Aufschub der Landesbauordnung demonstriert. „In NRW fehlen Hunderttausende barrierefreie und rollstuhlgerechte Wohnungen. Das ist ein Verstoß gegen Menschenrechte“, sagte Michael Spörke vom Sozialverband Deutschland (SoVD). Die Demonstranten befürchten, dass die neue Landesregierung die in der Landesbauordnung schon beschriebene Quote für solche Wohnungen wieder kippen möchte. Dies würde den Bekenntnissen zur Inklusion widersprechen, die Schwarz-Gelb in den Koalitionsvertrag geschrieben hat.

Bei der jüngsten Novelle der Landesbauordnung war verabredet worden, dass in neu gebauten Gebäuden mit mehr als acht Wohnungen eine, bei mehr als 15 Wohneinheiten zwei Wohnungen uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar sein müssen. Außerdem sollten in Neubauten mit Aufzug alle Wohnungen barrierefrei sei. Die Landesregierung will nun die gesamte neue Landesbauordnung auf den Prüfstand stellen.

Betroffene berichteten, wie schwer es ist, eine für Menschen mit Behinderungen geeignete Wohnung zu finden. „Ich kenne Menschen, die ihre Wohnung seit zwei Jahren nicht mehr verlassen haben, weil sie es nicht können. Andere überwinden Treppen auf Händen und Knien“, sagte Jennifer Westbomke von der Kölner Beratungsstelle ZSL. Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) stand den Demonstranten Rede und Antwort. „Wir werden in den nächsten Monaten alle Möglichkeiten in den Blick nehmen“, sagte sie.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben