Berlin. Als Bundestagspräsident hat er die Politik jahrelang geprägt – viel gelang ihm, aber nicht alles. Ein Kommentar von Alessandro Peduto.

Es war für Wolfgang Schäuble ein denkwürdiger Tag. Jener Mann, der über Jahrzehnte die Geschicke der Republik aus der ersten Reihe der Bundespolitik gestaltet hat, verlässt die große Bühne und tritt unfreiwillig in den Hintergrund. Nach der historischen Wahlniederlage der Union bei der Bundestagswahl vor rund vier Wochen fällt Schäubles bisheriger Posten an der Spitze des Parlaments der SPD zu.