Berlin. Olaf Scholz musste sich im Bundestag unangenehmen Fragen zum Cum-Ex-Skandal stellen lassen. Dabei offenbarte er Gedächtnislücken.

Als die SPD vor einem Monat ihren Kanzlerkandidaten ausrief, da sagten Vertraute von Olaf Scholz, ein großer Vorteil seiner Kandidatur sei die fehlende Angriffsfläche. Medien und politische Gegner könnten lange suchen, sie würden nichts Negatives über den 62-jährigen Vizekanzler, Finanzminister und langjährigen Hamburger Bürgermeister finden können. Die Biografie von Scholz, seit zwei Jahrzehnten in der ersten Reihe der Politik, sei „auserzählt“. Es gebe keine Leichen im Keller. Daran hat zumindest die Opposition mittlerweile verstärkt Zweifel.