Empfang

Medien-Q bei Funke: Ein gelassener Abend in bewegten Zeiten

Funke lädt Politik und Journalisten zum Empfang

Beim Empfang „Medien-Q“ der Funke Mediengruppe treffen Journalisten auf Politprominenz. Die Idee: Abseits des politischen und journalistischen Alltags sollen sich beide Seiten austauschen können. Wir haben die Gäste nach der Bedeutung von Regionalmedien befragt.

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Berlin.  Der Medien-Q der Funke Mediengruppe war ein Treffen der Entscheider. Die wichtigsten Köpfe der Republik tauschten sich angeregt aus.

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Es war ein Abend mit wichtigen Themen und Top-Prominenten aus Politik, Diplomatie, Wirtschaft und Medien. Rund 200 Gäste folgten der Einladung der Berliner Zentralredaktion der FUNKE Mediengruppe, zu der auch diese Zeitung gehört. Sogar die Bundeskanzlerin nahm sich für diesen Empfang Zeit.

Jörg Quoos, Chefredakteur der Zentralredaktion, freute sich wie Digitalchefredakteur Carsten Erdmann: „Es ist ein kleines Wunder, dass Sie nicht wieder zu einem Brexit-Sondergipfel nach Brüssel müssen“. Die Aufsichtsratsvorsitzende Julia Becker und die Geschäftsführer Ove Saffe und Andreas Schoo begrüßten die zahlreichen Gäste.

Wie entspannt die Große Koalition auch außerhalb der offiziellen Runden zusammenarbeitet, konnten die Gäste des Abends hautnah erleben. Bestens gelaunt tauschten sich Angela Merkel und Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) aus, der ebenfalls in die Zentralredaktion gekommen war. Auch die Fraktionsvorsitzenden von Union und SPD im Bundestag, Ralph Brinkhaus und Rolf Mützenich, waren der Einladung gefolgt.

Medien-Q: Illustre Gäste besprechen Herausforderungen für die Gesellschaft

An diesem Abend im Newsroom, in dem fast rund um die Uhr exklusive Beiträge aus den Ressorts Politik, Wirtschaft, Wissen und Unterhaltung für die Tageszeitungen und Websites der FUNKE Mediengruppe produziert werden, wurde bis in den späten Abend hinein angeregt mit den Chefredakteuren aller Titel der FUNKE Mediengruppe diskutiert.

Ein Thema, das immer wieder in den Gesprächen aufkam, war der anstehende 30. Jahrestag des Mauerfalls. Dieser Glücksfall der deutschen Geschichte war ein Grund mehr, anzustoßen und sich klarzumachen, welche „Herausforderungen dieses Land meistern kann, wenn es darauf ankommt“, sagte Quoos.

Eine Herausforderung für die Gesellschaft ist der Terrorakt in Halle. Die Aufsichtsratsvorsitzende Julia Becker betonte: „Halle hat gezeigt, wie verwundbar unsere Gesellschaft durch solche Täter, aber auch durch ihre politischen Stichwortgeber ist. Und daher ist es besonders wichtig, starke, wachsame Regionalmedien zu haben.“ Denn deren Leser und User seien besonders engagiert. Und genau diejenigen seien die, „für die wir schreiben.“ Nicht „für die Insider einer abgehobenen Hauptstadtblase“.

Antisemitismus: Jeder Mitarbeiter von Funke ist wach bei diesem Thema

Der israelische Botschafter, Jeremy Issacharoff, war sichtlich berührt. Noch am Morgen der Veranstaltung war er in Halle und hatte die Gemeinde der Synagoge besucht, der der Anschlag des Attentäters gegolten hatte. „Antisemitismus ist nicht nur eine Gefahr für die Juden in Deutschland. Es ist eine Gefahr für die ganze Gesellschaft.“ Denn Antisemitismus sei ein Angriff auf die Toleranz. Und Toleranz sei eine der wichtigsten Werte der deutschen Gesellschaft.

Jörg Quoos sagte dazu in seiner Begrüßung: „Jeder Mitarbeiter der FUNKE Mediengruppe ist hellwach bei diesem Thema. Und er wird alles in seiner Macht stehende tun, dass diese Gesellschaft wehrhaft gegen rechten Hass und Antisemitismus ist. Denn: „So eine schändliche Tat darf sich nie wiederholen.“

Der Einladung zum Medien-Q gefolgt waren unter anderen Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP), Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), die Integrationsbeauftragte Anette Widmann-Mauz (CDU).

Aus Nordrhein-Westfalen, dem Heimatbundesland der FUNKE Mediengruppe, war Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) angereist.

Besonderes Gedenken zum Ersten Weltkrieg: Kooperation mit Ouest-France

Chefredakteur Jörg Quoos erinnerte in seiner Rede auch an eine besondere Aktion des Verlages in diesem Jahr. Zusammen mit den Kollegen von Frankreichs größter Tageszeitung, „Ouest-France“, schickte die Funke Mediengruppe 40 deutsche und französische Jugendliche anlässlich des 100. Jahrestages zum Ende des Ersten Weltkriegs an die Schicksalsorte der Kämpfe zwischen Deutschen und Franzosen. „Dass die Schüler am Mahnmal von Compiègne die Gelegenheit hatten, Ihnen, Frau Bundeskanzlerin, und Frankreichs Präsident Macron ihre Sorgen zu schildern und Fragen zu stellen, werden die Jugendlichen wohl nie vergessen.“

Gastgeberin an diesem Abend war auch FUNKE-Gesellschafterin Petra Grotkamp, die gemeinsam mit ihrem Mann Günther Grotkamp in den vergangenen Jahren entschlossen in Zeitungen und Qualitätsjournalismus investiert hatte. So stand auch das Thema Pressefreiheit im Zeichen des Abends und besonders Christian Mihr, Geschäftsführer von „Reporter ohne Grenzen“ und Roland Jahn, der Chef der Stasi-Unterlagenbehörde, konnten dazu viel beitragen. (fmg)

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