Wahljahr 2017

Altkanzler Gerhard Schröder rät SPD zu Ampel-Koalitionen

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) rät der SPD vor den kommenden Wahlen zu eindeutigen Bündnisaussagen.

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) rät der SPD vor den kommenden Wahlen zu eindeutigen Bündnisaussagen. Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Berlin  Gerhard Schröder war nie ein Freund von Bündnissen mit der Links-Partei. Daher empfiehlt er der SPD vor den Wahlen ein anderes Bündnis.

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Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) empfiehlt seiner Partei, mit einer deutlichen Koalitionsaussage in die kommenden Landtagswahlen und die Bundestagswahl zu gehen. Er befürwortet Ampel-Bündnisse mit der FDP und den Grünen.

„Mein Rat ist, deutlich zu machen: Wir können uns eine Koalition mit einer erneuerten FDP und mit den Grünen vorstellen“, sagte Schröder dem „Münchner Merkur“ (Mittwoch). In Schleswig-Holstein, wo die SPD bei der Wahl am Sonntag klar hinter der CDU landete , könnten sich die Sozialdemokraten rechnerisch mit einer Ampel an der Macht halten. Die FDP favorisiert aber eine Jamaika-Koalition mit CDU und Grünen .

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Von der Linkspartei hält Schröder bekanntlich nichts. Die SPD dürfe sich im Bund nicht einseitig auf Rot-Rot-Grün festlegen: „Eine Partei, die wie die Linke europaskeptisch ist und aus der Nato austreten will, ist nicht koalitionsfähig.“

Schröder sieht den Kanzlerkandidaten Martin Schulz trotz sinkender bundesweiter SPD-Umfragen und trotz der Niederlagen im Saarland und Schleswig-Holstein nicht als geschwächt. Er erlebe keine Abgesänge: „Es ist für ihn eher die Rückkehr zur Mühsal der Ebene.“ (dpa)


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