Ausschlussverfahren

AfD-Spitze vergleicht Höcke laut Medienbericht mit Hitler

Der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke hat derzeit mit einem Parteiausschlussverfahren zu kämpfen. Die Parteispitze fürchtet ein Verbotsverfahren, wenn er bleibt.

Foto: Martin Schutt / dpa

Der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke hat derzeit mit einem Parteiausschlussverfahren zu kämpfen. Die Parteispitze fürchtet ein Verbotsverfahren, wenn er bleibt.

Berlin/Erfurt  Die AfD-Führung um Frauke Petry will den umstrittenen Björn Höcke aus der Partei haben. Der klingt ihr offenbar zu sehr nach Hitler.

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In ihrem Antrag zum Parteiausschluss vergleicht die AfD-Spitze Thüringens Landeschef Björn Höcke laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ (Bezahlangebot) mit Adolf Hitler.

Dem 45-Jährigen, der als Rechtsaußen in der AfD gilt , würden in dem Antrag des Bundesvorstandes „Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus“, Verfassungsfeindlichkeit sowie heimliche Kontakte zur Spitze der rechtsextremen NPD vorgeworfen, heißt es in dem Zeitungsbericht.

AfD Thüringen steht hinter ihrem Landeschef

Das Parteiausschlussverfahren war formell Ende März eingeleitet worden als Reaktion auf Höckes umstrittene Dresdner Rede zum deutschen Geschichtsverständnis. Höcke hatte eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert und beklagt, die positiven Elemente der deutschen Historie würden im Vergleich zu den Gräueltaten der Nazi-Zeit nicht genügend beachtet.

Höcke-Unterstützung und Einreisestopp für Muslime: So kontrovers äußert sich AfD-Vize Alexander Gauland

AfD-Vize Alexander Gauland fordert im Interview mit den Zeitungen der FUNKE MEDIENGRUPPE ein Ende des Parteiausschlussverfahrens gegen Höcke. Und er spricht sich für anderen Umgang mit der deutschen Geschichte aus: „Wir können Erinnerung nicht auf diese zwölf Jahre beschränken“. Dieses und weitere kontroverse Zitate im Video.
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Über den Antrag muss nun das Schiedsgericht der AfD Thüringen befinden, deren Spitze und Basis sich in den vergangenen Wochen hinter Höcke gestellt hat.

AfD-Spitze fürchtet mit Höcke offenbar Verbotsverfahren

Nach dem Bericht der „Bild am Sonntag“ analysierte der Vorstand auf rund 60 Seiten Reden, Schriften und Auftritte von Höcke. Zur Dresdner Rede heiße es: „Wer sich die Rede anhört, fühlt sich in die Zeit des Dritten Reichs versetzt.“ An mehreren Stellen ziehe der Antrag Parallelen zwischen Äußerungen Höckes und Aussagen Hitlers, die „Wort- und Sinnverwandtschaft zu Hitlers Reden“ sei nicht zufällig.

Höcke werde zudem vorgeworfen, dass er sich in seiner Ablehnung des Parteiensystems „unmittelbar gegen die verfassungsgemäße Ordnung“ wende. Bliebe er in der AfD, sei ein Verbotsverfahren möglich . Den Antrag hätten AfD-Chefin Frauke Petry und die Vorstände Julian Flak und Klaus Fohrmann unterzeichnet. (dpa)

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