Konferenz

Abschlussfoto der Innenministerkonferenz sorgt für Unmut

Dieses Gruppenbild der Landesinnenminister plus Bundesinnenminister Thomas de Maizière sorgt für Unmut auf Twitter.

Dieses Gruppenbild der Landesinnenminister plus Bundesinnenminister Thomas de Maizière sorgt für Unmut auf Twitter.

Foto: Marko Kubitz FOTOGRAFIE / ZRB

Berlin  Alt, weiß, männlich: Ein Foto der Landesinnenminister sorgt für Erregung auf Twitter. Die Inszenierung männlicher Macht verärgert.

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Bei der Herbstkonferenz der Innenminister aller Bundesländer gemeinsam mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière am vergangenen Wochenende ging es inhaltlich vor allem um Themen wie den verlängerten Abschiebestopp nach Syrien, den Umgang mit Gewalt beim Fußball oder die Einführung einheitlicher IT-Systeme bei der Polizei.

Ein Abschlussfoto der versammelten Innenminister sorgte dafür, dass in den sozialen Netzwerken auch über die Inszenierung der Veranstaltung gesprochen wurde.

Auf dem Foto, das das sächsische Innenministerium veröffentlichte, reihen sich die 17 überwiegend ergrauten Politiker auf einem Treppenaufgang im Innenministerium in Leipzig auf. Ein wenig wirkt das Ganze wie eine Ahnengalerie adliger Herrscher.

Sachsens Innenministerium reagierte auf Beschwerden

Auf Twitter ärgerte sich so manch einer und eine über diese Art der Inszenierung. Keine einzige Frau sei auf dem Foto abgebildet, wird kritisiert. Mithilfe von Hashtags wie #AngstvorFrauen, #pimmelgewimmel, #wurstsuppe und deftiger Bilder wird den Aussagen noch etwas Biss hinzugefügt.

Abschiebestopp für Syrer wird bis Ende 2018 verlängert

Darauf haben sich die Innenminister auf ihrer Konferenz verständigt.
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Das Innenministerium in Sachsen reagierte auf die Kritik mit der zutreffenden Entgegnung, dass die Innenminister durch die jeweiligen Regierungschefs der Länder ernannt werden. Und deren Wahl gehe auf die Entscheidungen der Wählerinnen und Wähler zurück. Darüber hinaus seien drei der Innenminister durch Ministerpräsidentinnen ernannt worden.

Den Twitter-Nutzerinnen und Nutzern geht es aber wohl eher um die Art dieses Fotos, das sie an die Abbildung adliger Herrscher erinnert und nicht an die zeitgenössische Präsentation demokratisch gewählter Berufspolitiker. (aba)

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