Anfrage

425.000 Überstunden bei Hamburger Polizei wegen G20-Gipfel

Die Erschöpfung zeigte sich vereinzelt bei den Beamten in Hamburg (Archivbild).

Foto: Sebastian Willnow / dpa

Die Erschöpfung zeigte sich vereinzelt bei den Beamten in Hamburg (Archivbild). Foto: Sebastian Willnow / dpa

Hamburg  Der G20-Gipfel war eine große Belastung für die Polizei. Hunderttausende Überstunden haben alleine die Hamburger Beamten angesammelt.

Die Vorbereitung auf den G20-Gipfel und das Treffen der Staats- und Regierungschefs selbst hat Hamburgs Polizei 424.808 Überstunden eingebracht. Im Durchschnitt ergebe dies 42,2 Stunden Mehrarbeit pro Polizist, heißt es in der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion. Gezählt worden seien die Überstunden mit Beginn erster Objektschutzmaßnahmen am 1. April bis zum 10. Juli. Der Gipfel selbst fand am 7. und 8. Juli in der Hansestadt statt.

Im dritten Quartal habe die Polizei Anfang September für Beamte insgesamt 30.526 Überstunden ausbezahlt. Die Kosten betrugen den Angaben zufolge 572.673 Euro. Darin nicht eingerechnet seien jedoch die Überstunden für den G20-Gipfel, die bis Dezember vergütet werden sollen. Die aktuell ausbezahlten Beträge beträfen allein die erste Auszahlungsrunde 2017, in der vor allem die Mehrarbeit der OSZE-Ministerkonferenz im Dezember 2016 zu Buche schlügen.

Im Schnitt 140 Überstunden pro Mitarbeiter

Insgesamt schob die Polizei nach Senatsangaben zum Stichtag Ende Juli rund 1,4 Millionen Überstunden vor sich her. Im Schnitt seien dies 140 Stunden pro Mitarbiter.

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Die höchsten Werte betrafen Beschäftigte der „Direktion Einsatz“ mit 208 Stunden, gefolgt vom Dezernat Interne Ermittlungen mit 195 Stunden und dem Landeskriminalamt (LKA) mit 158 Stunden. Die geringste Überstundenzahl pro Mitarbeiter lag nach Senatsangaben mit 85 in Bereichen wie Polizeiführung, Verwaltung, Bildungseinrichtungen oder IT. (dpa)

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