Corona-Podcast #33

Kinder können sich leicht mit der Delta-Variante anstecken

| Lesedauer: 2 Minuten

Essen.  In der ersten Ausgabe nach der Sommerpause erklärt Professor Ulf Dittmer, warum sich Kinder mit der Delta-Variante leicht anstecken können.

Für Prof. Ulf Dittmer ist es schwierig, bereits von einer vierten Corona-Welle zu sprechen, da die Infektionszahlen zwar stiegen, aber die Zahl der schweren Verläufe noch recht gering sei. Die Situation werde allerdings erst im Herbst genauer ersichtlich sein, so der Chefvirologe der Uniklinik Essen.

Im Gespräch mit der Journalistin Julia Neikes sagt Prof. Dittmer aber auch, dass sich Kinder mittlerweile deutlich leichter mit Covid-19 infiziert. Allerdings gebe es bei der Delta-Variante kaum schwere Verläufe bei Kindern.

Unverständnis für Impfmüdigkeit

Für ihn, so Dittmer, gehe eine große Gefahr von ungeimpften Personen aus, da diese auch geimpfte Menschen mit dem Virus anstecken können. Er geht stark davon aus, dass bald nicht mehr von den drei G (gestetet, geimpft, genesen), sondern nur noch von den zwei G (genesen, geimpft) gesprochen werde und diese als Relevanz gelten werden.

Prof. Dittmer erläutert zudem seine Enttäuschung darüber, warum es in Deutschland keine Herdenimmunität geben wird. So sei es für ihn erstaunlich und frustrierend zugleich, dass bei einer Impfquote von nicht einmal 60 Prozent bereits eine Impfmüdigkeit einsetze. Für ihn sei dabei klar, dass die Falschmeldungen über die Nebenwirkungen von Corona-Impfstoffen mehr thematisiert werden müssen und das Impfen vor Ort verstärkt werden müsse.

Weitere Themen sind unter anderem die dritte Impfung für ältere Menschen, neue Parametergrößen außerhalb der Inzidenz und der Verlauf der Delta-Variante im Vergleich zu Alpha-Variante.

In der nächsten Ausgabe von „Das Corona-Update in NRW“ gibt es eine Sonderfolge, in der WAZ-Chefredakteur Andreas Tyrock mit Prof. Ulf Dittmer über die Situation an den Schulen während Corona sprechen wird.

Hier gibt es das Corona-Update für NRW

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