Forschung und Entwicklung

IUTA in Rheinhausen baut das Analytik-Labor der Zukunft

Prof. Dieter Bathen, Wissenschaftlicher Leiter des IUTA und Dr. Christof Asbach , Bereichsleiter Luftreinhaltung und Filtration (von links), zeigen einen Textilfilter, wie er im Rheinhauser Instiut getestet wird.

Foto: Stephan Eickershoff

Prof. Dieter Bathen, Wissenschaftlicher Leiter des IUTA und Dr. Christof Asbach , Bereichsleiter Luftreinhaltung und Filtration (von links), zeigen einen Textilfilter, wie er im Rheinhauser Instiut getestet wird. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Beim 9. Anaytik- und Filtrationstag präsentierte das Institut für Energie- und Umweltttechnik der Universität Duisburg-Essen seine Projekte.

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Gleich zweimal war in dieser Woche das Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA) das Ziel von 250 Fachleuten aus Forschung und Industrie. In den Hallen im Rheinhauser Logport trafen sie sich am Dienstag beim Analytik- und am Donnerstag beim Filtrationstag zur 9. Auflage der Veranstaltungen im An-Institut der Universität Duisburg-Essen (UDE).

„Es gibt vier Dinge, die wir gut können: Filter, Analytik, Partikel und Giftstoffe“, beschreibt Dr. Ing. Dieter Bathen, der neben seiner UDE-Professur als wissenschaftlicher Leiter des Instituts fungiert, die Kompetenzen der rund 120 Beschäftigten. Der Schwerpunkt liege allerdings nicht auf der Forschung, sondern auf der engen Zusammenarbeit vor allem mit der Mittelständischen Wirtschaft. „Wir beschäftigen uns mit Dingen, die man braucht“, erklärt Geschäftsführer Jochen Schiemann. Wichtig für Mittelständler, die keine eigenen Kapazitäten für die Test und die Konfiguration von Anlagen und Bauteilen vorhalten können. Ihre Aufträge finanzieren die Arbeit des Instituts.

Großes Potenzial

Die Mikro-Technologie verheißt auch in der Analytik großes Potenzial: Beim Analytiktag drehte sich deshalb alles um miniaturisierte Trenn- und Detektionsverfahren. Die gehören in Laboren noch nicht zum Standard, versprechen aber je nach Anwendung Einsparungen bei Lösungsmitteln, Kühlung und Platz. Vorgestellt wurde unter anderem, wie ein miniaturisierter Flammen-Ionisationsdetektor als Feldgerät genutzt wird oder ein digitalisiertes Modellabor für miniaturisierte Analytik aussehen kann.

Das ist eines der neuen Projekte des IUTA, das der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft angehört. Mit 5,1 Millionen Euro Fördermitteln von EU und Land NRW, sowie zehn Prozent selbst eingeworbenen Drittmitteln wird auf einer Etage das Analytiklabor der Zukunft entstehen. „Das Genehmigungsverfahren läuft“, so Dr. Dieter Bathen.

Die Filter-Fachleute füllten am Donnerstag die Halle. Zur Reinhaltung und Aufbereitung von Luft, Abluft und Gasen werden Filter in Anlagen, Gebäuden und Fahrzeuge eingesetzt.

„Sensorik, Fernüberwachung und Energieeffizienz sind die Themen, an denen wir arbeiten“, erklärt Bereichsleiter Dr. Christof Asbach. Dabei geht es um den gezielten und damit sparsamen Einsatz von Druckluft ebenso wie um die Optimierung von Wartungs- und Austausch-Intervallen durch Überwachung und Steuerung von Anlagen und die Optimierung von Partikelfiltern – ein großes Thema für die Automobil-Industrie.

„Wir testen die Filter, die von Herstellern entwickelt werden, und entwickeln hier Messgeräte, etwa für Partikel“, erläutert Dr. Diter Barten. „Auf diesen Feldern“, sagt er selbstbewusst, „sind wir führend unterwegs.“

>>TÄTIG FÜR DEN MITTELSTAND

Das Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA) wurde 1989 gegründet und ist seither ansässig in den Räumen der ehemaligen Krupp’schen Versuchsanstalt im Logport.

Das Institut, ein eingetragener Verein, versteht sich als Dienstleister des Mittelstandes, der Jahresumsatz beläuft sich auf bis zu zehn Millionen Euro.

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