Sturmtief „Franz“

Wetterdienst erwartet für Mittwoch den nächsten Sturm in NRW

Umgestürzte Bäume könnten die Feuerwehren auch am Mittwoch wieder beschäftigen.  

Umgestürzte Bäume könnten die Feuerwehren auch am Mittwoch wieder beschäftigen.  

Foto: dpa

Essen/Offenbach.   Die Schäden der Sturmtiefs „Dragi“ und „Eberhard“ sind noch nicht beseitigt, da droht am Mittwoch bereits der nächste Sturm.

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Nach den Sturmtiefs „Dragi“ und „Eberhard“, die am Wochenende weite Teile Deutschlands und des Ruhrgebiets in Atem hielten, zeichnet sich keine Entspannung beim Wetter ab. „Weitere Sturmtiefs werden in dieser Woche erwartet“, sagte Meteorologe Marco Manitta vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Montag. Schon am Dienstag sollen die Ausläufer von Sturmtief „Franz“ auf Deutschland übergreifen. Bis zum Wochenende werde es „windig bis stürmisch bleiben, teils mit Regen“, sagte der Meteorologe. „Das unbeständige Wetter setzt sich fort.“

Online-Portale sagen voraus, dass am Mittwoch-Vormittag Sturmböen bis zu 80 Kilometern pro Stunde über das Ruhrgebiet fegen könnten. Ansonsten werden stürmische Böen erwartet. Wind bis Stärke elf sei in anderen Landesteilen am Mittwoch möglich, teilte der Deutsche Wetterdienst mit.

Die Bahn warnt: Infolge des Sturms könne es am Mittwochmorgen zu Verspätungen im Bahnverkehr kommen.

Bis zu 800 Millionen Euro Schäden

Dabei dürften bereits die Unwetter-Schäden vom Wochenende in NRW Schätzungen zufolge in die Millionen gehen. Der weltgrößte Rückversicherungsmakler Aon schätzt die versicherten Schäden bundesweit auf 700 bis 800 Millionen Euro, wie er am Montag in Hamburg mitteilte.

Der heftige Sturm hat am Wochenende auch zahlreiche Windräder der RWE-Tochter Innogy in NRW überfordert. Zwischen Samstag- und Sonntagabend seien 74 von 92 Windkraftanlagen zeitweise aus Sicherheitsgründen abgeschaltet worden, sagte eine Innogy-Sprecherin am Montag. Die Anlagen würden sich bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 90 Kilometern pro Stunde, also Windstärke 10, automatisch abregeln und aus dem Wind drehen. Zwischen den Abschaltungen hätten die Anlagen allerdings kräftig Strom produziert, erklärte die Sprecherin.

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