Polizei

Tierschutzbund: Größter illegaler Tiertransport gestoppt

Auch Chamäleons waren laut Polizei auf der Ladefläche des Transporters.

Auch Chamäleons waren laut Polizei auf der Ladefläche des Transporters.

Foto: Wolfgang Thieme / dpa

Amberg  In Bayern hat die Polizei einen Tiertransport gestoppt. Der Tierschutzbund spricht vom größten aufgeflogenen Transport in Deutschland.

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Die Polizei hat auf einem Autobahnparkplatz in der Oberpfalz einen illegalen Tiertransport mit mehr als 7000 Tieren gestoppt. In dem Kastenwagen aus Tschechien hätten sich überwiegend Mäuse und Ratten, aber auch streng geschützte Exoten wie Chamäleons und Axolotl befunden, teilte der bayerische Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes mit. Die Tierschützer waren nach dem Fund bei Amberg am Sonntagabend von der Polizei hinzugerufen worden.

Der Deutsche Tierschutzbund spricht vom größten illegalen Tiertransport, der je in Deutschland aufgriffen wurde. „Dieser tierschutzwidrige Transport sprengt alle Dimensionen“, sagte Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Für einige Tiere sei die Hilfe leider zu spät gekommen, sie starben bereits während des Transports.

Kein Trinkwasser, zu kleine Boxen

Laut Polizei seien die Tiere ohne Trinkwasser in zu kleinen Boxen transportiert worden. Deshalb zogen die Beamten noch in der Nacht einen Veterinärmediziner hinzu. Die Polizisten entdeckten auch exotische, artgeschützte Tiere auf dem Transporter: Zum Beispiel vier Chamäleons, sechs Chinchillas und 75 Axolotls (eine mexikanische Lurch-Art).

Aktuell werden die Tiere laut Tierschutzbund auf umliegenden Tierheime in Bayern und in anderen Bundesländern verteilt. „7000 Tiere! Das muss ein Weckruf für die bayerische Landesregierung, aber auch für den für Tierschutz zuständigen Bundesminister sein und endlich Konsequenzen nach sich ziehen“, sagte Tierschutzbund-Präsident Schröder. Nach Angaben der Polizei musste der tschechische Fahrer 500 Euro Sicherheitsleistung zahlen und durfte weiterfahren. Veterinäramt und Staatsanwaltschaft wurden eingeschaltet. (dpa/les)

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