Tierquälerei

Tierquälerei: Unbekannte binden Faden an Fledermaus fest

Mitarbeiter des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe entdeckten die Fledermaus am Schlossteich in Herten.

Mitarbeiter des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe entdeckten die Fledermaus am Schlossteich in Herten.

Foto: H. Eisenberg

Herten/Gladbeck.  Grausamer Fund: Im Schlosspark Herten haben Tierquäler laut Nabu eine Fledermaus an einem Faden festgebunden, um sie daran fliegen zu lassen.

Eine grausame Entdeckung haben Mitarbeiter des Landschaftsverbands Westfalen Lippe (LWL) am Montag im Schlosspark Herten gemacht. In der Mittagszeit entdeckten sie eine Zwergfledermaus, die über dem Schlossteich in der Luft hing. Zunächst gingen die LWL-Mitarbeiter davon aus, dass sich das Tier in einer Angelschnur verfangen hatte. Sie alarmierten die Feuerwehr, die die verletzte Fledermaus befreite. Danach brachten sie die Fledermaus zur Auffangstation nach Gladbeck.

Die Untersuchung dort ergab, dass dem Tier mit Absicht und Vorsatz ein Faden am Flügel angebunden worden war. „Vermutlich, um die Fledermaus an der Leine fliegen zu lassen“, schreibt der NABU Herten auf seiner Facebookseite, wo er den ungeheuerlichen Vorfall öffentlich machte.

Fledermausschutz hat Anzeige bei der Polizei erstellt

Das Tier erlitt deutliche Blutergüsse in der Flughaut zu erkennen. Ob auch Brüche vorhanden sind, sei aktuell noch nicht bekannt, da der Flügel stark angeschwollen ist, so der Nabu weiter. Der Fledermausschutz hat mittlerweile Anzeige bei der Polizei wegen Tierquälerei erstattet.

Das Tier wird in der Fledermaus-Auffangstation nun weiter behandelt. Die Zwergfledermaus ist ein Weibchen, Jahrgang 2020 und wurde „Fräulein Cookie“ getauft. (red)

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