Grugapark

Tierpatenschaften im Grugapark werden immer beliebter

Ihr Patentier heißt Rocky und ist ein Pony: Sabine und Frank Birnbaum im Grugapark.

Ihr Patentier heißt Rocky und ist ein Pony: Sabine und Frank Birnbaum im Grugapark.

Foto: Ulrich von Born

Essen.   Am Wochenende gab es das Jahrestreffen aller Tierpaten. Im Grugapark leben rund 500 Tiere, und Paten engagieren sich nicht nur finanziell.

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Wenn der Grugapark zum jährlichen Treffen der Tierpaten lädt, wird’s richtig voll im Streichelzoo – denn die Tierpatenschaften sind ein wahrer Trend geworden. Und das nicht nur bei Menschen, die aus Zeit- oder Platzmangel keine eigenen Haustieren halten können. Thomas Hanster, Leiter des Grugaparks, weiß: „Besonders nach den Patentreffen stehen bei uns ein paar Tage lang die Telefone nicht still.“

Die Parkleitung und die Tierpfleger freut das große Interesse an den Tierpatenschaften – schließlich fördern sie nicht nur die Identifikation mit dem Park und seinen Bewohnern, sondern leisten auch einen wichtigen finanziellen Beitrag zur Haltung der Tiere.

Schwer vermittelbare Kandidaten gibt es nicht

Ob Flamingo, Ziege oder Pony – schwer vermittelbare Kandidaten gebe es nicht. „In erster Linie hängt es von der persönlichen Präferenz ab, der eine mag lieber die exotischen Vögel, die vielleicht sogar sprechen können, andere sind eher Pferdenarren“, so Hanster. Er und seine Mitarbeiter aus der Tierpflegeabteilung wissen, dass die Paten oftmals intensive Beziehungen zu den Tieren aufbauen. „Umso trauriger ist es dann, wenn ein Tier stirbt“, sagt Cheftierpfleger Hermann-Josef Golbach. Zumal auch das nicht immer auf natürlich Weise vonstatten geht: „Leider stellen wir immer noch fest, dass einige Besucher im Kleintiergarten ungeeignetes Futter verwenden. Wenn dann eine Vergiftung eintritt, kommt oft jede Hilfe zu spät.“

Erfreulicher ist es, dass auch immer wieder Neuzugänge in der tierischen Bewohnerschaft des Grugaparks verzeichnet werden können. Erst kürzlich bekamen die Flamingos Zuwachs – die Tierschutzbehörde beschlagnahmte einige Tiere eines privaten Halters, der sie unsachgemäß versorgte. Im Grugapark haben sie ein neues Zuhause gefunden. Und auch die zahlreichen Ziegen und Schafe im Kleintiergarten werden bald neue vierbeinige Nachbarn bekommen, die in einen neu errichteten historischen Bauernhof einziehen werden.

Der Bau des Bauernhofs hat sich mehrfach verzögert

Letzterer stand schon lange auf der Bau-Agenda des Parks – widrige Umstände hatten die Umsetzung zuletzt immer wieder verhindert. „Wir haben auf unsere Ausschreibung einfach keine Angebote von Baufirmen bekommen“, berichtet Thomas Hanster. Er führt dies auf die zahlreichen laufenden Bauvorhaben der Stadt zurück. „Die Firmen haben gut zu tun, man denke nur an die zahlreichen Schulsanierungen.“ Und auch ein Planungsfehler hat Hanster und seinen Mitarbeitern zuletzt einen Strich durch die Rechnung gemacht: „Der Architekt hat die Baukosten zu niedrig angesetzt, im Endeffekt war nun ein neuer Ratsbeschluss über die höheren Kosten notwendig.“

Doch nun seien alle Hindernisse überwunden, bereits im Dezember könnten die ersten Bagger anrollen und das Gelände für den Bau vorbereiten. In den Bauernhof einziehen werden dann besonders schützenswerte Haus- und Hoftierrassen – wie das Bentheimer Hausschwein oder die deutsche Edelziege. Die Tierpaten stehen in den Startlöchern.

>>> WAS EINE TIERPATENSCHAFT KOSTET

Im Grugapark leben etwa 500 Tiere. Im Kleintiergarten können die Tiere gefüttert und gestreichelt werden.


Patenschaften werden jeweils für ein Jahr Dauer übernommen mit der Option auf Verlängerung.

Die Tierpaten erhalten eine Urkunde über die Patenschaft und ein Patenschild, das im Park am Tierhof aufgehängt wird. Die Beiträge liegen jährlich zwischen 25 und 200 Euro, je nach Tier. Ausführliche Infos gibt es bei Sabine Schmitt, 88 83 119.

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