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Autokorrektur-Fehler soll Ryanair-Kunden 115 Euro kosten

Aufpassen beim Buchen: Namensänderungen bei Ryanair können teuer werden – das musste ein Ire erfahren, der sich vertippt hatte.

Aufpassen beim Buchen: Namensänderungen bei Ryanair können teuer werden – das musste ein Ire erfahren, der sich vertippt hatte.

Foto: Bernd Settnik / dpa

Berlin  Autokorrektur-Panne? Ein Ire hat sich versehentlich bei seiner Ryanair-Flugbuchung umgetauft. Es zeigt sich: Ein teurer Tippfehler.

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Wer Flüge bucht, sollte vorsichtig sein – nicht nur wegen möglicher Gebühren und Extrakosten für Gepäckstücke. Sondern auch, welchen Namen man überhaupt angibt. Das hat der Ire Luke Bradley feststellen müssen.

Der Mann hatte offenbar bei Ryanair ein Ticket gebucht. Schön günstig, wie für die Airline üblich. Tage später meldete er sich bei dem Anbieter – denn in seiner Buchung hieß er laut Bestätigung nicht „Luke“, sondern „Lukewarm“, zu deutsch „lauwarm“.

Nun ist davon auszugehen, dass Bradley durchaus weiß, wie er mit Vornamen heißt. Das Ticket hatte er mit dem Handy gekauft. Deshalb die naheliegende Vermutung: Irgendwie hat die Autovervollständigung beziehungsweise -korrektur, die modernen Smartphones eigen ist, den Namen verändert. Das passiert schnell mal.

Ryanair-Ticket: Umbuchung soll 115 Euro kosten

So meldete sich Bradley also beim Anbieter – und bekam eine schlechte Nachricht. Für die Umschreibung des Tickets wollte Ryanair mal eben 115 Euro. Der Flug selbst hatte gerade einmal 50 gekostet. Nur minimale Änderungen seien kostenlos, und das auch nur innerhalb von 48 Stunden, erklärte das Unternehmen.

Bradleys Stimmung brachte das nicht unbedingt nach vorn, bei Twitter postete er einen Screenshot des ihm unglaublich erscheinenden Vorfalls – er versuchte im Chat zu erklären, dass Lukewarm kein Name sei: „ICH HABE DAS NICHT EINGEGEBEN.“

Ryanair: Kunde hat die Verantwortung, korrekt zu buchen

„Es ist die Verantwortung des Kunden, sicherzustellen, dass der Name bei der Buchung identisch ist mit dem Namen in ihrem Pass“, teilte das Unternehmen dem britischen „Independent“ mit. Und die 48-Stunden-Kulanz habe er auch deutlich gerissen – sich erst neun Tage später gemeldet.

Beim nächsten Buchungsvorgang wird Bradley sicherlich genau hinschauen. Gleichzeitig versucht er, auf Twitter genug Aufmerksamkeit zu generieren, dass Ryanair vielleicht doch noch kulant ist. Ein wenig Humor ist ihm aber geblieben in der Sache: „Ich verstehe, dass 2019 kein Mensch weiß, wie Kanye West sein nächsten Kind nennen wird, aber ich versichere euch: Bis jetzt heißt niemand wirklich „Lukewarm“. (ses)

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