Kirche

Tebartz-van Elst soll Schadenersatz in Millionenhöhe leisten

Franz-Peter Tebartz-van Elst bei einem Gottesdienst in Hessen 2013: Damals bekleidete er noch das Bischofsamt in Limburg. Jetzt soll der Schadenersatz für den luxuriösen Bischhofssitz leisten.

Franz-Peter Tebartz-van Elst bei einem Gottesdienst in Hessen 2013: Damals bekleidete er noch das Bischofsamt in Limburg. Jetzt soll der Schadenersatz für den luxuriösen Bischhofssitz leisten.

Foto: imago

Berlin.  Das Bistum Limburg stellt teure Forderungen an seinen umstrittenen Ex-Bischof. Der Papst soll jetzt entscheiden, ob er allein belangt werden soll.

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Das Bistum Limburg dringt einem Medienbericht zufolge nach dem Finanzskandal um den Bischofssitz auf Schadenersatz. "Der vom Papst eingesetzte Administrator Manfred Grothe hat im Vatikan mehrfach die Forderung nach materieller Wiedergutmachung vorgebracht", sagte Bistumssprecher Stephan Schnelle der Zeitung "Bild"-Zeitung (Donnerstag). "Jetzt muss der Papst entscheiden."

Schaden in Höhe von 3,9 Millionen

Das insgesamt 31,3 Millionen Euro teure Bauprojekt hatte einen Schaden von mindestens 3,9 Millionen Euro verursacht. Diese Summe habe der Bischöfliche Stuhl etwa wegen nachträglicher Umbauten abschreiben müssen, berichtete das Bistum Ende April bei der Vorstellung der Jahresabschlüsse für 2012 und 2013.

Wegen des Finanzskandals um die Residenz und Kritik an seinem Führungsstil hatte Franz-Peter Tebartz-van Elst im März 2014 sein Amt als Bischof von Limburg verloren. Ob dieser für den Verlust allein verantwortlich ist, soll der "Bild" zufolge ein kirchenrechtlicher Prozess klären. (dpa)

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