Einkauf

Supermarkt in Japan führt „langsame Kassen“ für Senioren ein

Stadt in Japan führt Smartphone-Verbot für Fußgänger ein

Mit dem Smartphone vor dem Gesicht keinen Blick mehr für den Straßenverkehr - dieses riskante Verhalten wird in einer Stadt in Japan jetzt verboten. Die Stadt Yamoto in der Nähe von Tokio führt ein Smartphone-Verbot für Fußgänger ein.

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Tokio.  Damit sich japanische Seniorinnen und Senioren beim Einkauf nicht gestresst fühlen, führt ein Einkaufszentrum „langsame Kassen“ ein.

Japan ist das älteste Industrieland der Welt: Ein Viertel der Bevölkerung ist angesichts niedriger Geburtenraten mindestens 65 Jahre alt. Damit sich Senioren beim Einkaufen nicht hetzen müssen, hat ein Einkaufszentrum in der in der Provinz Fukuoka auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu nun „langsame Kassen“ eingeführt. Zu bestimmten Zeiten werden dort sowohl ältere Japanerinnen und Japaner als auch solche mit Behinderungen mit Vorrang bedient.

Wie die japanische Zeitung „Mainichi Shimbun“ berichtet, soll so die Bildung von Schlangen mit genervt wartenden Kunden vermieden werden. An den entsprechenden Kassen sollen sich ältere Kundinnen und Kunden vor allem weniger gestresst fühlen. Zum Beispiel dann, wenn es etwas länger dauert, das passende Kleingeld aus dem Portemonnaie zu fischen.

Japanische Senioren sollen Spaß beim Einkauf behalten

Gekennzeichnet sind die Kassen für Seniorinnen und Senioren mit der Aufschrift „langsame Kasse in Anwendung“. Ein Sprecher einer Nichtregierungsorganisation, die sich für alte Menschen und Behinderte einsetzt und die Idee anregte, begründet die Neuerung damit, dass alte Menschen den Spaß am Einkaufen verlieren könnten, wenn sie sich von ungeduldig wartenden Kunden gestresst fühlten. Das gelte es unbedingt zu vermeiden.

Der Supermarkt plant nun, jeden zweiten und vierten Mittwoch eines Monats zwischen 13 und 15 Uhr eine von sechs Kassen als „langsam“ auszuweisen. Auch die Kassiererinnen und Kassierer würden sich entsprechend auf langsamere Kunden einstellen. (elik/dpa)

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