Schülerinnen vergewaltigt

Essen/Gelsenkirchen.   Die Essener Polizei spricht von „besonders abscheulichen und brutalen Straftaten“: Eine fünfköpfige Gruppe junger Männer soll in den vergangenen Wochen mehrere Schülerinnen in ihr Auto gelockt und an entlegenen Plätzen gemeinschaftlich vergewaltigt haben. Unter anderem auf einem Feld und in einem Wald im Essener Süden fielen jeweils vier der Verdächtigen im Alter von 16 bis 23 Jahren gemeinschaftlich über zwei ihrer 16-Jährigen Opfer aus Essen und Gelsenkirchen her, gaben Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch bekannt.

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Die Essener Polizei spricht von „besonders abscheulichen und brutalen Straftaten“: Eine fünfköpfige Gruppe junger Männer soll in den vergangenen Wochen mehrere Schülerinnen in ihr Auto gelockt und an entlegenen Plätzen gemeinschaftlich vergewaltigt haben. Unter anderem auf einem Feld und in einem Wald im Essener Süden fielen jeweils vier der Verdächtigen im Alter von 16 bis 23 Jahren gemeinschaftlich über zwei ihrer 16-Jährigen Opfer aus Essen und Gelsenkirchen her, gaben Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch bekannt.

Die Mädchen waren der Gewalt ihrer Peiniger schutzlos ausgeliefert. „Es wird sich um die Stunden gehandelt haben“, sagte Kriminaloberkommissarin Milva Schonhauer auf die Frage nach der Dauer ihrer Martyrien.

Polizei fahndet nochnach einem 18-Jährigen

Drei der mutmaßlichen Täter, zwei Gelsenkirchener und ein Essener, sitzen bereits in Untersuchungshaft. Gegen einen den Ermittlern bekannten 16-Jährigen, der ebenfalls aus Gelsenkirchen stammt, liegt aufgrund seines jugendlichen Alters noch kein Haftbefehl vor. Nach dem fünften Verdächtigen, der nach den ersten Festnahmen seiner Komplizen Mitte Januar offenbar untergetaucht ist, fahndet die Polizei jetzt mit einem Foto. Es handelt sich um den 18 Jahre alten Dean Martin L. aus Gelsenkirchen.

Allein der Älteste aus der Gruppe ist den Behörden bereits durch Betrugs- und Körperverletzungsdelikte aufgefallen. Alle anderen sind bislang unbeschriebene Blätter.

Nach den bisherigen Ermittlungen ist es im Dezember vergangenen Jahres und in diesem Januar zu jeweils einer Vergewaltigung gekommen. Eine versuchte Vergewaltigung im Januar ist den Ermittlern ebenfalls bekannt geworden, nachdem sich die 16 Jahre alten Jugendlichen an die Polizei gewandt hatten.

Die Behörden gehen jedoch von mindestens drei weiteren Delikten mit unbekannten Opfern und Tatorten aus. Durch die Auswertung der Chatverläufe auf den Handys der jungen Männer, in denen sie die sexuellen Handlungen explizit beschrieben, haben sich diese Hinweise ergeben, erklärte Kriminalhauptkommissar Ulrich Schmitz gestern.

Kontakt über sozialeNetzwerke geknüpft

Die mutmaßlichen Vergewaltiger haben nach Überzeugung der Ermittler ihre Taten genau geplant. Und sie gingen dabei besonders perfide vor.

Über soziale Netzwerke oder Bekannte sollen sie Kontakt zu den Mädchen aufgenommen haben, um sich mit einem von ihnen zu treffen. Spürten sie ein anfängliches Vertrauen ihrer Opfer, seien die anderen Männer dazugekommen. Mit einem Auto sei man dann gemeinsam durch die Stadt gefahren, bevor es an einem entlegenen Ort wie einem Waldstück im Essener Süden zu den Sexualstraftaten gekommen sei. Um die jungen Frauen gefügig zu machen, habe man ihnen die Handys abgenommen und damit gedroht, sie an dem unbekannten Ort auszusetzen.

Um weitere Sexualdelikte auch noch aufklären zu können, bittet die Essener Polizei mögliche Opfer, nun unbedingt Kontakt mit der Behörde aufzunehmen: 0201/ 829-0.

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