Corona-Newsblog

Corona: RKI meldet steigende Fallzahlen und hohe Inzidenz

| Lesedauer: 115 Minuten
Stiko empfiehlt Corona-Impfung für Zwölf- bis 17-Jährige

Stiko empfiehlt Corona-Impfung für Zwölf- bis 17-Jährige

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat Corona-Impfungen für Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren empfohlen. Das Gremium aktualisierte damit seine vorherige Empfehlung, derzufolge in Deutschland zunächst nur Jugendliche mit Vorerkrankungen gegen das Coronavirus geimpft werden sollten. in a Berlin primary school

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Am Donnerstagmorgen meldet das Robert Koch-Institut 8400 Neuinfektionen und eine erneut gestiegene Inzidenz von 44,2. Mehr im Blog.

  • Das RKI meldet am Donnerstag 8400 Neuinfektionen und eine weiter steigende Inzidenz
  • Sputnik-Impfstoff soll für die Delta-Variante modifiziert worden sein
  • Kinder- und Jugendärzte kritisieren geplante Impfungen an Schulen
  • Drosten zufolge sei für den Großteil der Menschen im Herbst keine Auffrischungsimpfung nötig
  • Laut Intensivmedizinern ist jeder zehnte Covid-Patient in den Kliniken bereits geimpft
  • Lauterbach fürchtet: "Bahnstreik wird zu mehr Corona-Infektionen führen"

Berlin. Nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren sind in mehreren Bundesländern spezielle Impfaktionen für diese Altersgruppe angelaufen - oder in Planung. Ungeimpften Erwachsenen steht indes nach Ansicht des Berliner Virologen Christian Drosten ein schwieriger Herbst und Winter bevor. Der Plan einiger Menschen, durch eine vermeintliche Herdenimmunität bei einer Impfquote von rund zwei Dritteln der Bevölkerung indirekt geschützt zu werden, gehe wegen der hochansteckenden Delta-Variante nicht mehr auf.

Für Ungeimpfte wird es ab Ende August deutlich aufwendiger, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Für sie wird es eine verstärkte Testpflicht für bestimmte Innenräume geben. Vom 11. Oktober an sollen Corona-Schnelltests für die allermeisten Bürgerinnen und Bürger nicht mehr kostenlos sein. Damit sollen mehr Menschen zur Corona-Impfung motiviert werden. Lesen Sie dazu: So viel kosten Corona-Tests

Interaktiv: Corona-Inzidenzen nach Alter

RKI meldet neue Infektionszahlen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages hat sich wieder erhöht. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Instituts (RKI) binnen eines Tages 8400 Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 5638 Ansteckungen gelegen. Zuletzt lag der Wert am 21. Mai über 8000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.

Darüber hinaus stieg die Sieben-Tage-Inzidenz weiter an und über die Marke von 40. Nach Angaben des RKI lag sie bei 44,2 - am Vortag hatte der Wert 40,8 betragen, vor einer Woche 27,6. Mehr zum Thema: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert

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Corona-News von Donnerstag, 19. August: Russische Forscher: Sputnik-Impfstoff für Delta-Variante modifiziert

13.00 Uhr: Dieses Blog ist geschlossen. Für weitere Corona-News lesen Sie unser aktuelles Newsblog.

12.51 Uhr: Russische Forscher haben nach eigenen Angaben den seit gut einem Jahr eingesetzten Corona-Impfstoff Sputnik V für den Einsatz gegen die ansteckendere Delta-Variante des Virus modifiziert. "Im Kühlschrank steht schon das gebaute Vakzin", sagte der Chef des Gamaleja-Instituts, Alexander Ginzburg, der Agentur Interfax zufolge am Donnerstag. Es sei noch zu früh, über den Grad der Wirksamkeit des Impfstoffs zu sprechen. Auch andere Hersteller weltweit arbeiten bereits an Delta-Modifizierungen ihrer Impfstoffe.

Zugleich warb Ginzburg dafür, bei mit dem Präparat von Biontech/Pfizer zweifach Geimpften einen Impfstoff namens Sputnik light als Auffrischungsimpfung einzusetzen. Russland hat bisher insgesamt vier Impfstoffe gegen das Coronavirus entwickelt und arbeitet nach Behördenangaben an einem fünften Vakzin. International vertrieben wird bisher Sputnik V, das in etwa 70 Ländern zugelassen ist. Nach Darstellung des russischen Gesundheitsministers Michail Muraschko soll Sputnik V eine Wirksamkeit von 83 Prozent mit Blick auf Ansteckungen mit der Delta-Variante haben.

Auch Bildungsgewerkschaft VBE sieht Impfungen an Schulen kritisch

12.08 Uhr: Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat sich der Kritik von Kinder- und Jugendärzten an Corona-Impfungen an Schulen angeschlossen. Es sei unbedingt notwendig, dass die betroffenen Kinder gemeinsam mit ihren Eltern und nach einer eingehenden Beratung durch den jeweiligen Kinder- oder Hausarzt eine informierte Entscheidung treffen, sagte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann am Donnerstag laut einer Mitteilung. "Ob dies einzulösen ist, wenn die Impfung in Impfmobilen vor der Schule erfolgt, halten wir für fraglich."

Beckmann warnte auch vor möglichen Konflikte, wenn Eltern oder Jugendliche, die gegen eine Impfung sind, sich durch die Präsenz von Impfteams bedrängt sähen. Wie zuvor schon der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte wies auch der VBE-Vorsitzende auf möglicherweise entstehenden Gruppenzwang an Schulen hin.

48,4 Millionen Menschen vollständig gegen Corona geimpft

11.50 Uhr: Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiter voran. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Donnerstag nun 48,4 Millionen Menschen oder 58,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben demnach inzwischen 52,9 Millionen Menschen oder 63,7 Prozent aller Einwohner.

Minister Jens Spahn hob den generellen Impffortschritt hervor. Mehr als 71 Prozent der Personen in Deutschland, für die ein Impfstoff zugelassen und von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlen sei, hätten damit bereits mindestens eine Impfung erhalten, schrieb der CDU-Politiker bei Twitter.

Umfrage: In Österreich steigt Zustimmung für Corona-Impfpflicht

11.12 Uhr: In Österreich schrumpft laut einer Umfrage die Zahl der Corona-Impfgegner. Während zu Jahresbeginn noch 30 Prozent der Bürger eine Injektion ablehnten, seien es nun noch etwa 20 Prozent, teilte das Meinungsforschungsinstitut Gallup am Donnerstag mit. Zugleich sei die Zustimmung zu einer generellen Impfpflicht von Juli auf August von 24 auf nun 29 Prozent gestiegen. Eine deutliche Mehrheit sei inzwischen dafür, dass Tests kostenpflichtig werden sollten, hieß es. "Die geimpfte Mehrheit will keine Einschränkungen mittragen müssen, sie möchte die Vorteile ihres Impfstatus nutzen, das heißt zu einer Normalität zurückzufinden", sagte Andrea Fronaschütz, Leiterin von Gallup Österreich. Die Umfrage vom 11. bis 13. August unter 1000 Personen ist laut Institut repräsentativ für die webaktive österreichische Bevölkerung im Alter ab 16 Jahren.

Experte sorgt sich um weiterhin hohe Corona-Zahlen in Großbritannien

10.28 Uhr: Britische Gesundheitsexperten sorgen sich angesichts noch immer hoher Infektionszahlen in Großbritannien um den bevorstehenden Herbst und Winter. Am Mittwoch hatte die britische Regierung knapp 34.000 neue Corona-Fälle und 111 neue Todesfälle vermeldet. "Das ist sehr besorgniserregend", sagte der Immunologe Peter Openshaw am Donnerstag dem Sender "Times Radio", insbesondere weil derzeit das Wetter noch relativ gut sei und die Schulen noch in den Sommerferien seien.

"Wir gehen in den Winter mit einer sehr hohen Infektionslage und wir wissen wirklich nicht, was passieren wird", so Openshaw. Die Sieben-Tage-Inzidenz stagniert in Großbritannien seit einiger Zeit bei knapp unter 300, nachdem die Fallzahlen Mitte Juli eine Weile zurückgegangen waren. Die Zahl der Covid-19-Patienten, die ins Krankenhaus eingeliefert wurden, stieg zuletzt wieder etwas an.

Proteste gegen schärfere Corona-Regeln in Lettland

8.40 Uhr: In Lettland haben Tausende Menschen gegen verschärfte Corona-Regeln protestiert. Bei einer Kundgebung am Mittwochabend in der Hauptstadt Riga versammelten sich nach Polizeiangaben rund 3500 Menschen in der Innenstadt. Der Unmut der Demonstranten richtete sich gegen verpflichtende Impfungen, Corona-Einschränkungen in Bildungseinrichtungen sowie die auf mehrere Bereiche des öffentlichen Lebens ausgeweiteten Nachweispflichten.

Die Proteste vor dem von der Polizei abgeriegelten Regierungsgebäude und dem Rigaer Schloss - dem Amtssitz des Staatspräsidenten - verliefen weitgehend friedlich. Einige der Teilnehmer trugen Flaggen und Plakate, viele dafür aber keine Masken. Auch Abstände wurden nicht eingehalten. Lettlands Regierung hat angesichts der zunehmenden Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und einer Verlangsamung des Impffortschritts zuletzt mehrere neue Einschränkungen beschlossen. Regierungschef Krisjanis Karins deutete in dieser Woche zudem eine weitere Verschärfung der Corona-Regeln für Nicht-Geimpfte an.

Kinder- und Jugendärzte kritisieren geplante Impfungen an Schulen

8.26 Uhr: Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat die Pläne mehrerer Bundesländer kritisiert, Kinder und Jugendliche an und im Umfeld von Schulen zu impfen. Jugendliche stünden in der Schule sehr stark unter Gruppenzwang, sodass eine freie und unabhängige Entscheidung schwierig werde, sagte der Kinderarzt und Bundessprecher Jakob Maske dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (Donnerstag). Der Deutsche Lehrerverband begrüßte indes die Pläne, Impfungen an Schulen durchzuführen.

BVKJ-Bundessprecher Maske sagte, problematisch sei auch, dass an Schulen die Impfenden die Kinder und Jugendlichen meist nicht kennen würden und auch die Eltern häufig nicht anwesend seien, um eine Einwilligung in die Immunisierung zu geben. Der Kinderarzt riet stattdessen zur Impfung in einer Praxis. Dies habe den Vorteil, dass der Arzt die Familie und das Umfeld gut kenne und besser beraten könne, ob die Impfung für die Familie sinnvoll ist oder nicht.

Der Chef des Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, sagte dagegen, alles, was die Sicherheit an Schulen schnell erhöhe, sei gut. Es sei völlig klar, "dass eine hohe Impfquote der Schülerinnen und Schüler der wohl wichtigste Baustein für mehr Gesundheitsschutz an Schulen in der Pandemie und damit letztendlich für eine baldige Rückkehr zur Normalität im Schulbetrieb" sei. Außerdem könnten bei einer hohen Impfquote, nachdem alle in der betreffenden Altersgruppe ein Impfangebot hätten wahrnehmen können, andere Gesundheitsschutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und regelmäßige Testungen im Gegenzug schrittweise zurückgefahren werden, sagte er dem "RedaktionsNetzwerk". Wichtig sei aber, dass die Corona-Impfung sowohl für Lehrkräfte als auch für Schülerinnen und Schüler freiwillig bleibe.

Erster Corona-Fall vor Paralympics im Athletendorf

6.15 Uhr: Wenige Tage vor Eröffnung der Paralympics in Tokio gibt es den ersten Corona-Fall im Athletendorf. Das gab das Organisationskomitee am Donnerstag bekannt. Bei der positiv auf das Virus getesteten Person handele es sich nicht um einen Athleten oder eine Athletin. Die Paralympics sollen am kommenden Dienstag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen beginnen, während sich die Hauptstadt angesichts alarmierender Infektionszahlen im Notstand befindet. Die Paralympics werden daher wie zuvor die Olympischen Spiele ohne Zuschauer ausgetragen.

Eine Ausnahme wird für Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Erziehungsprogramms der japanischen Regierung gemacht. Sie dürfen sich Wettkämpfe anschauen, wenn die lokalen Schulbehörden dies in Absprache mit den Eltern wünschen. Wie örtliche Medien unter Berufung auf die Stadtregierung berichteten, haben mehrere Gemeinden und städtische Schulen den Wunsch geäußert, dass sich insgesamt rund 132.000 ihrer Schülerinnen und Schüler Spiele in Arenen anschauen können. Im Kulturausschuss habe es jedoch Stimmen dagegen gegeben.

Drosten: Für Großteil ist im Herbst keine Auffrischungsimpfung nötig

3.01 Uhr: Für den Großteil der Geimpften wird dem Virologen Christian Drosten zufolge im Herbst keine Auffrischungsimpfung gegen Sars-CoV-2 nötig sein. „Die Schutzwirkung der Corona-Vakzinen ist viel besser als beispielsweise bei den Influenza-Impfstoffen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Auch das baldige Aufkommen einer neuen Virusvariante, die gegen die verfügbaren Impfstoffe resistent ist, erwartet Drosten nicht.

Bei alten Menschen sowie bestimmten Risikopatienten hält Drosten eine Auffrischungsimpfung in diesem Herbst für sinnvoll. "Nach einem halben Jahr geht das über die Impfung erworbene Antikörper-Level vor allem bei sehr alten Menschen deutlich runter." In Sondersituationen wie Seniorenheimen sei eine Auffrischung daher denkbar. Dies stünde zahlenmäßig kaum im Konflikt mit der internationalen Knappheit von Impfstoff. Für die übrige Bevölkerung werde irgendwann vielleicht ein Altersniveau definiert werden, ab dem eine Auffrischungsimpfung sinnvoll werde. "In diesem Herbst kommt es aber darauf an, überhaupt erst einmal die Impflücken bei den über 60-Jährigen zu schließen."

Corona-News von Mittwoch, 18. August: Jeder zehnte Covid-Patient in deutschen Kliniken ist trotz Impfung erkrankt

22.01 Uhr: Intensivmediziner beobachten mit Sorge die Zahl schwerer Krankheitsverläufe bei bereits geimpften Menschen. Die meisten der Covid-Kranken in deutschen Kliniken seien ungeimpfte Patienten, doch gebe es derzeit auch Fälle von geimpften Corona-Patienten in stationärer Behandlung: "Aktuell haben wir in Nordrhein-Westfalen 12 bis 13 Prozent der Covid-Patienten in den Kliniken mit Impfschutz. Diese Quote dürfte auch der bundesweiten Quote entsprechen", sagte der Kölner Intensivmediziner Christian Karagiannidis dieser Redaktion.

Die Mehrzahl werde auf den Normalstationen behandelt, einzelne Fälle gebe es aber auch auf den Intensivstationen. Hier liege die Zahl derzeit im unteren einstelligen Bereich, so der wissenschaftliche Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi).

Bei den stationär behandelten Impfdurchbrüchen handele es sich etwa um Fälle von Patienten mit einer eingeschränkten Immunantwort, zum Beispiel als Folge einer medikamentösen Dämpfung des Immunsystems. Wichtig sei es deshalb, dass jetzt insbesondere den Patienten, die ein gedämpftes Immunsystem haben, eine dritte Impfdosis als Booster angeboten werde, forderte der Intensivmediziner.

Karagiannidis kündigte zudem an, dass das Divi-Intensivregister in Zukunft auch Angaben über den Impfstatus der Covid-Patienten auf den Intensivstationen erheben und veröffentlichen werde.

Steinmeier mit erster „Bürgerlage“ in Präsenz

19.55 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kommt am Donnerstag (11.00 Uhr) erstmals direkt mit Bürgerinnen und Bürgern zu einem Lage-Gespräch über Erfahrungen in der Corona-Pandemie zusammen. Zuvor hatte es drei solcher "Bürgerlagen" digital gegeben. Weiterhin online können auch Zuschauerinnen und Zuschauer des angebotenen Livestreams Fragen an die Gesprächsrunde stellen.

Gäste Steinmeiers im Schloss Bellevue sind eine Pflegedienstleiterin aus Bremen, Ehrenamtliche aus einem Fußballverein in Nordrhein-Westfalen und bei einer Tafel in Sachsen-Anhalt, ein junger Auszubildender sowie eine Musikerin aus Berlin, eine Hotelbesitzerin aus Bayern und eine Schulleiterin aus Nordrhein-Westfalen.

USA planen Auffrischungsimpfungen ab September

17.21 Uhr: Die US-Regierung will voraussichtlich ab September die amerikanische Bevölkerung mit Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus versorgen. Es sei ein Plan entwickelt worden, um Bürgern rund acht Monate nach Abschluss ihrer ersten beiden Impfungen mit den Präparaten von Moderna oder Pfizer/Biontech eine dritte Dosis zu verabreichen, teilten hochrangige Gesundheitsbeamte - darunter die Direktorin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, und der Immunologe Anthony Fauci - am Mittwoch in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Hintergrund seien die Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante sowie Datenauswertungen, wonach der Schutz durch die Impfstoffe mit der Zeit abnehme. Die Auffrischungsimpfungen könnten demnach Ende September starten.

Der gesamte Plan stehe noch unter Vorbehalt weiterer Prüfungen durch die Arzneimittelbehörde FDA. Die Gesundheitsbehörden seien jedoch vorbereitet, ab dem 20. September Auffrischungsimpfungen anzubieten.

Einreise-Testpflicht mit neuer rechtlicher Grundlage

17.01 Uhr: Die bestehende Pflicht zum Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung, eines Testes oder der Genesung bei der Einreise nach Deutschland wird auf eine neue Grundlage gestellt. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Die bereits seit Anfang August gültige Regelung basierte bisher auf einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Die Änderung soll zusammen mit einem ebenfalls im Kabinett beschlossenen Gesetz zu Hilfen nach der Hochwasserkatastrophe in Deutschland im Bundestag verabschiedet werden.

Alle Menschen ab zwölf Jahren müssen bei der Einreise nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist - mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Eine solche Vorgabe gab es zuvor schon für alle Flugpassagiere. Sie wurde auf alle Verkehrsmittel ausgeweitet, also auch für Einreisen per Auto oder Bahn, um die Gefahr zu verkleinern, dass Einreisende vor allem zum Ende der Sommerferien zu einer verstärkten Verbreitung des Virus beitragen.

Israel will 1,6 Millionen Schüler auf Corona-Antikörper testen

16.12 Uhr: Israel will vor Beginn des neuen Schuljahres am 1. September landesweit 1,6 Millionen Schüler auf Corona-Antikörper testen. Ziel ist nach Angaben des Erziehungsministeriums, mehr Präsenzunterricht zu ermöglichen. Ausgenommen seien bei den Tests nur die 15- bis 18-Jährigen, da in dieser Altersgruppe die Impfquote bei rund 70 Prozent liege, teilte eine Sprecherin des Ministeriums am Mittwoch mit. Das Land hatte bereits vergangene Woche mit einem Pilotprojekt für Antikörper-Tests an religiösen Schulen begonnen.

Genesene oder geimpfte Kinder mit Antikörpern gegen das Virus müssen demnach nicht mehr in Quarantäne gehen, wenn ein Krankheitsfall in der Klasse auftritt. 48 Stunden vor Beginn des Schuljahres sollen außerdem rund zwei Millionen Schüler zuhause einen Corona-Schnelltest machen. Während des Schuljahres gelte: Wer keine Antikörper aufweise, werde bei einem Krankheitsfall in der Klasse eine Woche lang täglich auf das Virus getestet.

Neuseeland - Nach Lockdown auch Maskenpflicht

14.25 Uhr: Nach der Entdeckung weiterer Corona-Fälle hat Neuseeland die Pandemie-Maßnahmen verschärft. Für Menschen ab zwölf Jahren gelte eine Maskenpflicht, teilte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Mittwoch mit. Medienberichten zufolge sollte die Regelung von Donnerstag an unter anderem in geschlossenen Räumen wie Supermärkten, Tankstellen, medizinischen Einrichtungen sowie öffentlichen Verkehrsmitteln gelten.

Am Vortag hatte die Regierung nach dem ersten lokalen Corona-Fall seit knapp sechs Monaten bereits einen landesweiten Lockdown verhängt. Bürger dürfen nur noch unter bestimmten Bedingungen das Haus verlassen. Schulen und viele Geschäfte bleiben geschlossen. Der am Dienstag in Auckland nachgewiesene Fall hängt nach Informationen der Regierung mit dem Ausbruch im australischen Bundesstaat New South Wales zusammen. Es gelte nun herauszufinden, wie und wann das Virus - die Delta-Variante - nach Neuseeland gekommen sei, sagte Ardern.

Bis Mittwoch kamen in Neuseeland mindestens sechs weitere Fälle hinzu, die alle im Zusammenhang mit dem Fall aus Auckland stehen, wie Ardern weiter sagte. Behördenangaben zufolge war der Fall vom Dienstag der erste gemeldeten lokale Corona-Fall seit Ende Februar. Infektionen seien bis dahin nur an der Grenze nachgewiesen worden.

Sachsen hat über 6,5 Millionen unbrauchbare FFP2-Masken gekauft

12.33 Uhr: In der Corona-Pandemie hat die sächsische Landesregierung rund 41 Millionen Schutzmasken angeschafft - davon sind mehr als 6,5 Millionen unbrauchbar. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf Anfrage einer Abgeordneten der Linken hervor. Besonders fassungslos mache dabei, dass das Innenministerium nicht wisse, woher diese Masken stammten, sagte die Landtagsabgeordnete der Linken, Marika Tändler-Walenta, am Mittwoch. In der Antwort heiße es: Im vom Polizeiverwaltungsamt genutzten Warenwirtschaftssystem existiert für diese Artikel keine Chargenverwaltung.

"Begrifflichkeiten wie Wirtschaftskriminalität sowie deren Bedeutung sollten mittlerweile auch dem sächsischen Innenminister bekannt sein", betonte Tändler-Walenta. Der Gesamtwert der unbrauchbaren Masken beläuft sich auf 15,7 Millionen Euro.

Corona-Nachverfolgung: Weimar verabschiedet sich von Luca App

11.23 Uhr: Die Stadt Weimar will in der Corona-Pandemie künftig nicht mehr allein auf die Luca App zur digitalen Nachverfolgung von Kontakten setzen. Der Testlauf seit dem Frühjahr sei ernüchternd gewesen, sagte eine Stadtsprecherin am Mittwoch. Über die App seien dem Gesundheitsamt viel zu viele Daten übermittelt worden, die für eine effektive Nachverfolgung von Kontakten gar nicht notwendig gewesen seien. "Die Nachverfolgung mit Zettel und Stift war etwas eingrenzbarer." Ab Ende August werde man den Modellversuch mit der App daher auslaufen lassen. Zuvor hatte der MDR berichtet.

"Wir setzen unsere Hoffnungen jetzt auf die "Iris"-Schnittstelle des Landes", sagte die Sprecherin. Darüber könnten die Daten von unterschiedlichsten Apps zusammenlaufen. Wie genau das funktioniere, und ob die Lösung praktikabel ist, werde derzeit erarbeitet. Bis dahin müssten Gastronomen oder Ladenbetreiber ihre Gäste wieder per Zettel registrieren. Lesen Sie dazu: Luca App – Gesundheitsämter fällen vernichtendes Urteil

Arzt bedroht – 20 Tatverdächtige ermittelt

10.45 Uhr: Bei Ermittlungen wegen Drohmails gegen einen Wallenhorster Arzt hat die Polizei bereits die Identität von rund 20 Tatverdächtige festgestellt. "Wir haben knapp die Hälfte der Täter ermittelt", sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Osnabrück am Mittwoch. Die Täter kämen nicht aus der Region, sondern eher aus anderen Teilen der Bundesrepublik. "Ich glaube, da ist keiner dabei, der hier aus der Gegend kommt." Strafrechtlich gehe es um Beleidigung, Bedrohung und zum Teil Volksverhetzung.

Der Arzt hatte einer nicht impfwilligen Patientin nahegelegt, sich einen anderen Hausarzt zu suchen. Seitdem bekommt er Gewaltdrohungen und steht unter Polizeischutz. Er bekomme mehrere Nachrichten per Telefon und E-Mail im Stundentakt, hatte der Mediziner im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Demnach handele es sich dabei um verstörende Gewaltfantasien, die sich gegen ihn und sein Team richteten.

Mini-Lockdown auf Kreta nach erhöhter Zahl von Corona-Infektionen

10.32 Uhr: Nachdem eine erhöhte Zahl von Corona-Infektionen auf Kreta registriert wurde, hat die Regierung in Athen auf der Urlaubsinsel für sieben Tage ein nächtliches Ausgehverbot für die Region Rethymno verhängt. Zudem wurde eine entsprechende Verordnung, die bereits seit einer Woche für die Region Chania und Iraklio gilt, um sieben Tage verlängert. Die teilte die Regierung in der Nacht zum Mittwoch mit.

Die Einschränkungen gelten damit im größten Teil der Mittelmeerinsel. Nur die östlichste Region Kretas von Lasithi mit den Urlaubsgebieten um Agios Nikolaos, Elounda, Sitia und Ierapetra ist nicht von dem Lockdown betroffen. Zwischen 1.00 Uhr und 6.00 Uhr darf in den Lockdown-Gebieten niemand ohne wichtigen Grund mehr auf die Straßen. Ausnahme gibt es nur für Notfälle und für Arbeitende in der Nacht. Zudem darf Musik in Lokalen nicht mehr gespielt werden.

Spahn: 52,8 Millionen Erstimpfungen in Deutschland

9.55 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn hat die aktuelle Impfquote getwittert: 52,8 Millionen (63,5%) der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland sind mindestens einmal geimpft, 48,1 Millionen (57,8%) haben vollen Impfschutz. Besonders hervor hob Spahn die Zahl der Erstimpfungen unter den 12 bis 17-Jährigen. Am Dienstag hätten sich 22.500 Menschen aus der Altergruppe erstmalig impfen lassen. Das entspricht laut Spahn 0,5 Prozent der Impfberechtigten, und machte rund 20 Prozent der Erstimpfungen am Dienstag aus.

Hund erschnüffelt in französischem Altersheim Corona-Infektionen

9.20 Uhr: Erstmals ist in Frankreich ein speziell ausgebildeter Corona-Spürhund in einem Altersheim im Einsatz. Pokaa, ein zwei Jahre alter Golden Retriever, soll künftig regelmäßig Bewohner und Angestellte des elsässischen Heims auf eine Infektion mit dem Virus testen, wie die Ausbilder des Hundes vom Verein Handi'Chiens der Deutschen Presse-Agentur sagten. Pokaa kann dank einer vierwöchigen Zusatzausbildung an einer französischen Hochschule für Veterinärmedizin das sogenannte Spike-Protein des Coronavirus in Schweißproben erschnüffeln.

Dass Hunde in der Lage sind, mit ihrem ausgezeichneten Geruchssinn Corona-Infektionen aufzuspüren, ist wissenschaftlich belegt. Jüngst veröffentlichten etwa Forscher der Tierärztlichen Hochschule Hannover eine Studie zum Thema. Ergebnis: Spürhunde waren in der Lage, mehr als neun von zehn mit Corona infizierten Personen anhand von Schweißproben zu erkennen (91 Prozent). Zudem markierten sie nur selten Corona-negative Personen fälschlich als positiv. Wurde Urin zum Schnüffeln vorgelegt, waren die Ergebnisse noch besser. Auch eine Studie aus Großbritannien lieferte vielversprechende Erkenntnisse.

Wieder mehr Covid-19-Patienten in Kliniken

8.35 Uhr: Mit steigender Inzidenz füllen sich auch die Klinikbetten in Deutschland mehr mit Covid-19-Patienten – wenn auch auf bislang niedrigem Niveau. In Hamburg etwa wurden am Dienstag nach Angaben der Gesundheitsbehörde 83 Patienten behandelt, 32 von ihnen auf Intensivstationen. Das sind zwar deutlich mehr als am vergangenen Freitag, als noch 66 Klinikpatienten gezählt wurden, 21 davon auf Intensivstationen. Aber noch sind die Kliniken weit von den Höchstständen zu Jahresbeginn entfernt, als fast 600 Corona-Kranke stationär und mehr als 100 auf Intensivstationen behandelt wurden.

Im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) werden derzeit 11 Covid-Patienten auf Normalstationen versorgt, weitere 10 auf der Intensivstation. "Das ist wirklich wenig", sagte der Direktor der Klinik für Intensivmedizin, Prof. Stefan Kluge, der Deutschen Presse-Agentur. Deutschlandweit gebe es zurzeit 574 Intensivpatienten mit Covid-19, das entspricht einem Zehntel des Höchststandes zu Beginn des Jahres.

"Es gibt aber immer die Angst vor einer Wellenbewegung", sagte Kluge. Er geht davon aus, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg schon bald über 100 steigen wird. "Die vierte Welle wird kommen." Das Ende der Schulferien habe auch in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen zu einem Anstieg der Infektionszahlen geführt. Zudem würden sich die Menschen bei kühlerem und regnerischem Wetter wieder vermehrt in Innenräumen aufhalten.

Airline Qantas führt Impfpflicht für Mitarbeiter ein

8.05 Uhr: Alle Mitarbeiter der australischen Fluggesellschaft Qantas müssen sich gegen Corona impfen lassen. Für Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal gilt eine Frist bis zum 15. November, die restlichen Mitarbeiter bekommen bis Ende März 2022 Zeit, teilte das Unternehmen mit. Ausnahmen werde es für Menschen geben, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Bereits Ende 2020 hatte Australiens nationale Fluggesellschaft angekündigt, eine Impfpflicht für Passagiere auf internationalen Flügen einzuführen, sobald genügend Impfstoff zur Verfügung stehe.

Drosten betont Impf-Notwendigkeit für jeden Einzelnen

5.51 Uhr: Ungeimpften Erwachsenen steht nach Ansicht des Berliner Virologen Christian Drosten ein schwieriger Herbst und Winter bevor. "Allen, vor allem allen ab 45 Jahren, ist dringend zu raten, sich sehr ernsthaft damit auseinanderzusetzen, ob sie sich wirklich nicht impfen lassen wollen", sagte der Charité-Forscher der Deutschen Presse-Agentur.

Der Plan einiger Menschen, durch eine vermeintliche Herdenimmunität bei einer Impfquote von rund zwei Dritteln der Bevölkerung indirekt geschützt zu werden, gehe wegen der hochansteckenden Delta-Variante nicht mehr auf. "Wer sich nicht impfen lässt, wird sich infizieren, und das vielleicht schon in diesem Winter." Zu bedenken sei, dass das Infektionsrisiko für Ungeimpfte in diesem Herbst und Winter auch deswegen steige, weil aufgrund der hohen Impfquote dann täglich mehr Neuansteckungen zugelassen würden als noch im vorherigen Winter. Hinzu komme, dass Geimpfte einige Zeit nach der Impfung das Virus sehr wahrscheinlich weitergeben könnten, auch ohne dabei selbst zu erkranken. Lesen Sie dazu: Drosten – Infektionsrisiko für Ungeimpfte wird stark steigen

Lauterbach: "Streik wird zu mehr Corona-Infektionen führen"

2.11 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat den angedrohten erneuten Bahnstreik in der Pandemie kritisiert. "Der Streik der Lokführer wird zu mehr Corona-Infektionen führen." Überfüllte Züge würden erheblich zur Weiterverbreitung der Delta-Variante beitragen, sagte Lauterbach dieser Redaktion. Ein Tarifstreit "in dieser Form auf dem Rücken der gesunden Bevölkerung ist ziemlich rücksichtslos", kritisierte Lauterbach.

Der SPD-Politiker betonte mit Blick auf die jüngste Streikandrohung der Lokführergewerkschaft GDL, er bedaure, dass zu diesem Zeitpunkt der Pandemie und auf diese Art gestreikt werde. "Es hätte Wege geben, andere Bereiche oder Abteilungen der Bahn wirksam zu bestreiken und gleichzeitig das Gesundheitsrisiko gering zu halten. Aber das war offenbar von vornherein nicht geplant", bemängelte Lauterbach. Es gehe der Gewerkschaft offenbar auch "um möglichst viel Außenwirkung".

Gouverneur von Texas positiv auf Coronavirus getestet

1.20 Uhr: Der gegen strengere Vorschriften im Kampf gegen die Pandemie eintretende Gouverneur des US-Bundesstaats Texas, Greg Abbott, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Abbott sei vollständig gegen das Coronavirus geimpft, bei guter Gesundheit und zeige derzeit keine Symptome.

Abbott hatte sich zuletzt immer wieder gegen strengere Corona-Regeln in Texas gestemmt. Auflagen wie eine Maskenpflicht in dem Staat hatte er per Verfügung für illegal erklärt. In Texas ist die Corona-Situation aufgrund der besonders ansteckenden Delta-Variante besonders angespannt. So wurden etwa Krankenhäuser in der vergangenen Woche gebeten, nicht absolut notwendige medizinische Eingriffe zu verschieben.

Corona-News von Dienstag, 17. August: Steigende Corona-Fallzahlen verunsichern Investoren an Wall Street

22.58 Uhr: Nach erneuten Kursrekorden zum Wochenauftakt hat die Corona-Pandemie die US-Aktienmärkte am Dienstag unter Druck gesetzt. Hinzu gesellten sich überraschend schwache Daten vom wichtigen Einzelhandel. Der Leitindex Dow Jones Industrial, der am Vortag in den letzten Handelsminuten ein weiteres Rekordhoch erreicht hatte, büßte 0,79 Prozent auf 35 343,28 Punkte ein.

Der marktbreite S&P 500, der zum Wochenbeginn ebenfalls ein Rekordhoch erklommen hatte, gab um 0,71 Prozent auf 4448,08 Zähler nach. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,91 Prozent auf 15 002,83 Punkte abwärts. Der Auswahlindex rutschte vorübergehend auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen und entfernte sich weiter vom Rekordhoch von Anfang August.

Pandemie treibt die Verödung der Innenstädte drastisch an

19.29 Uhr: Die Corona-Pandemie hat die Probleme vieler Innenstädte in Deutschland verstärkt – durch Geschäftsschließungen und ungenutzte Büroräume. Eine zunehmende Verödung sei vor allem in mittelgroßen und kleineren Städten zu beobachten, wie aus einem Bericht hervorgeht, mit dem sich die Bauministerkonferenz von Bund und Ländern am Dienstag bei einer digitalen Tagung beschäftigte. "Die Situation hat sich zugespitzt", hieß es am Rand der Konferenz.

Stabile Innenstädte erforderten neben Einkaufsmöglichkeiten, Büroarbeit und Gastronomie einen Nutzungsmix. "Innenstädte dürfen wir künftig nicht nur als Orte des Konsums verstehen", erklärte Thüringens Bauminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke). Sie müssten mit besseren Möglichkeiten zum Aufenthalt und zur Begegnung sowie einer größeren Nutzungsvielfalt wieder soziale und kommunikative Zentren werden. Er sehe die nächste Bundesregierung in der Pflicht, die nachhaltige Entwicklung der Innenstädte zu einem ihrer politischen Schwerpunkte zu machen, so der Bauminister. Thüringen hat derzeit den Vorsitz der Bauministerkonferenz.

Hamburg - Gericht kippt Tanzverbot auf Hochzeitsfeiern

18.01 Uhr: Trotz Corona darf künftig auf Hochzeitsfeiern in Hamburg wieder getanzt werden. Ein Hochzeitspaar hat sich erfolgreich gegen das in der Corona-Verordnung der Stadt festgelegte Tanzverbot für private Feiern gewehrt. Das Verwaltungsgericht Hamburg gab einem entsprechenden Eilantrag des Paares statt. Nach Auffassung der zuständigen Kammer geht von der geplanten Hochzeitsfeier ein derart niedriges Infektionsrisiko aus, dass das absolute Tanzverbot nicht mehr gerechtfertigt ist.

Das Paar will nach Angaben des Gerichts in einem Veranstaltungsraum eines Hamburger Hotels vom 20. auf den 21. August eine Hochzeit feiern. Geladen sind 51 Personen über 14 Jahre, von denen 41 vollständig gegen Covid-19 geimpft sind. Von solchen Veranstaltungen geht nach Auffassung des Gerichts keine relevante Gefahr für das Infektionsgeschehen aus.

New Yorker Restaurants und Kulturangebote verlangen Impfnachweis

17.01 Uhr: In der Millionenmetropole New York müssen Besucher von Innenräumen nahezu aller Freizeitangebote seit Dienstag nachweisen, mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten zu haben. Die Vorschrift gilt für Restaurants, Bars und Cafés genauso wie für Museen, Theater und Kinos oder Fitnessstudios und Schwimmbäder. Auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen eine Impfung vorlegen. Als Nachweis dienen mehrere Apps oder in den USA übliche weiße Impfkarten. Kinder unter zwölf Jahren, die noch keine Impfung erhalten können, müssen von Geimpften begleitet werden. Nach einer Einführungsphase der neuen Regeln drohen Betreibern ab dem 13. September bei Nichtbeachtung Strafen, kündigte die Stadt an.

Polizei richtet nach Kochsalz-Injektionen Ermittlungsgruppe ein

16.50 Uhr: Im Fall möglicher Impfungen mit Kochsalzlösungen im Landkreis Friesland will die Polizei ihre Ermittlungen vorantreiben und hat dazu eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Die Gruppe mit dem Titel "Vakzin" umfasse zunächst acht Beamte, wie die Polizeidirektion Oldenburg am Dienstag mitteilte. Darunter sind demnach Ermittlerinnen und Ermittler der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, die bereits von Beginn an mit dem Fall beschäftigt sind, ebenso wie Beamte weiterer Fachbereiche, wie etwa dem Staatsschutz und dem Bereich Rohheitsdelikte, zu dem etwa Körperverletzungen zählen.

Ermittelt wird gegen eine examinierte Krankenschwester. Sie hatte eingeräumt, am Impfzentrum in Schortens am 21. April sechs Spritzen für Corona-Schutzimpfungen überwiegend mit Kochsalzlösungen gefüllt zu haben. Ihr war beim Anmischen ein Fläschchen mit Impfstoff runtergefallen, was sie nach eigener Aussage vertuschen wollte. Vergangene Woche hatten Kreis und Polizei dann mitgeteilt, dass nach weiteren Zeugenaussagen nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Frau weitere Spritzen mit Kochsalzlösungen aufgezogen habe. Um die möglicherweise fehlenden Impfungen nachzuholen, sollen daher knapp zehntausend Betroffenen als Vorsichtsmaßnahme nachgeimpft werden. Lesen Sie dazu: Impfskandal in Friesland? Anwalt widerspricht den Ermittlern

Ärzte warnen vor Verfall von Millionen Corona-Impfstoffdosen

16.35 Uhr: In Deutschlands Arztpraxen droht nach Einschätzung von Deutschlands Kassenärzten millionenfach Corona-Impfstoff zu verfallen. So lagerten nach Daten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in den Praxen derzeit 1,1 Millionen Dosen von Astrazeneca und 0,4 Millionen von Johnson & Johnson, wie aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Bericht des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland hervorgeht. Diese Dosen drohten als Sondermüll entsorgt werden zu müssen, sagte ein Institutssprecher. Zudem sind nach dem Bericht 1,7 Millionen Dosen von Biontech in den Praxen auf Lager. Hier sei eher zu erwarten, dass sie noch gebraucht würden. Das ARD-Politikmagazin "Report Mainz" und der "Spiegel" berichteten zuerst darüber.

Der Vorsitzende des Instituts, Dominik von Stillfried, forderte eine Rücknahme ungenutzter Impfstoffe aus den Praxen. Dies sei heute rechtlich und organisatorisch nicht möglich. "Das Bundesgesundheitsministerium wird voraussichtlich zwischen 2 und 2,5 Millionen Impfdosen aus den Impfzentren einsammeln", sagte von Stillfried der dpa. Er forderte besondere Regelungen, um die mindestens 1,5 Millionen verfallsgefährdeten Impfdosen aus den Praxen zurückzunehmen. Dann könnten sie an Länder mit Impfstoffmangel gespendet werden. Hauptgründe für den drohenden Verfall sind nach Einschätzung des Zentralinstituts die geringe Impfbereitschaft noch nicht Geimpfter sowie das schlechte Image vor allem des Astrazeneca-Vakzins.

Medien: US-Regierung will Corona-Auffrischungsimpfung ab September

15.27 Uhr: Die US-Regierung will die meisten Menschen in Amerika Medienberichten zufolge schon ab Mitte September zu einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus aufrufen. Rund acht Monate nach Abschluss der ersten beiden Impfungen solle es eine dritte Dosis der Präparate von Moderna oder Pfizer/Biontech geben, berichteten unter anderem die "New York Times" und die "Washington Post". Damit solle die Immunabwehr angesichts der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus gestärkt werden, hieß es. Die Ankündigung der Regierung soll demnach im Lauf der Woche kommen.

Die relativ wenigen Amerikaner, die mit dem Präparat von Johnson & Johnson geimpft wurden, sollen den Berichten zufolge später auch eine weitere Impfung erhalten, dafür gebe es aber mangels zuverlässiger Daten noch keine Entscheidung. Wer zunächst entweder mit Moderna oder Pfizer/Biontech geimpft worden war, soll den Berichten zufolge eine dritte Spritze des gleichen mRNA-Impfstoffs bekommen. Es war nicht unmittelbar klar, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse die Grundlage für die Entscheidung zur baldigen Drittimpfung waren.

Was sagt ein Antikörpertest nach einer Impfung aus?
Was sagt ein Antikörpertest nach einer Impfung aus?

Impfzentrum in Südfrankreich verwüstet

14.56 Uhr: Unbekannte haben ein Impfzentrum in Südfrankreich verwüstet und hunderte Dosen Vakzin zerstört. "Es handelt sich um klassischen Vandalismus", sagte die Bürgermeisterin des betroffenen Ortes Saint-Orens-de-Gameville, Dominique Faure, am Dienstag. Die Täter hätten in dem Impfzentrum nahe Toulouse Tische, Stühle und zwei Computerbildschirme zerstört. Nach Angaben der Bürgermeisterin funktionierte die Alarmanlage nicht.

Nach einem Bericht der Zeitung "La Dépêche du Midi" wurden 500 Fläschchen mit mehr als 4000 Impfdosen vernichtet. Der Bürgermeister von Toulouse, Jean-Luc Moudenc, sagte, die Gewalt gegen Impfzentren und Gesundheitsmitarbeiter müsse aufhören, "damit jeder frei darüber entscheiden kann, sich impfen zu lassen." Die Gemeinde erstattete Anzeige gegen Unbekannt, die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Verfahren nach unerlaubter Impfung einer Neunjährigen eingestellt

14.05 Uhr: Nach der unzulässigen Impfung eines neunjährigen Mädchens in einem kommunalen Impfzentrum in Schwaben hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen einen Arzt eingestellt. Zur Impfung Anfang Juni sei es nur gekommen, weil der Vater auf die Frage, wer zu impfen sei, in einem unangemessenen Scherz seine Tochter genannt haben soll, teilte die Staatsanwaltschaft Augsburg am Dienstag mit.

Der Mediziner habe dies nicht als Scherz erkannt, zumal sich das Kind statt des Vaters auf den Impfplatz setzte. Auch die weiteren Vorbereitungen seien unwidersprochen geduldet worden. Allerdings habe der Arzt die erforderliche Kontrollen unterlassen, um die unzulässige Impfung auszuschließen. Gegen ihn war wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt worden. Für die Einstellung des Verfahrens sei neben dem Scherz besonders ausschlaggebend gewesen, dass bei dem Mädchen keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen festgestellt worden seien. Die Eltern hätten auch keinen Strafantrag gestellt, so die Staatsanwaltschaft. Dem beschuldigtem Arzt sei zudem fristlos gekündigt worden. Der Vorfall habe ihn sehr mitgenommen.

Auffrischungsimpfungen sollen starten

13.51 Uhr: Die Corona-Auffrischungsimpfungen in Nordrhein-Westfalen sollen rasch beginnen. Noch im September sollen die Impfzentren Auffrischungsimpfungen den Menschen verabreichen, die mit Vektor-Impfstoffen wie Astrazeneca oder Johnson & Johnson geimpft wurden. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Dienstag in Düsseldorf. Es gehe dabei vor allem um die rund 460.000 Menschen, die Ostern mit Astrazeneca geimpft worden seien. Sie könnten sich aber auch an die niedergelassenen Ärzte wenden. Denn Ende September werden die Impfzentren in NRW geschlossen.

In den Pflegeeinrichtungen und bei den Menschen über 80 Jahren sollen die Auffrischungsimpfungen praktisch ab sofort über Hausärzte erfolgen, wenn die Zweitimpfung sechs Monate zurückliegt. Auch die Menschen, die zuhause gepflegt werden, sollen von den Hausärzten die Auffrischungsimpfungen bekommen. Auch in Berlin sollen die Auffrischungsimpfungen ab September in Angriffgenommen werden.

Tschechien testet alle Schüler auf Corona und lockert weiter

13.13 Uhr: Nach den Sommerferien müssen sich alle Schülerinnen und Schüler in Tschechien auf Corona-Tests einstellen. Geplant sind drei Tests im Abstand von wenigen Tagen, wie Gesundheits- und Schulministerium am Dienstag bekanntgaben. Wer den Test verweigert, darf demnach weder in der Schule singen noch am Sportunterricht teilnehmen. Zudem müssen Testverweigerer auch im Unterricht eine Maske tragen. Ausgenommen von der Testpflicht sind Jugendliche, die bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind.

Die Regierung in Prag beschloss zudem weitere Lockerungen, die am 1. September in Kraft treten. Für Schwimmbäder, Sportstadien, Konzertsäle, Theater, Museen und Zoologische Gärten entfallen die bisherigen Kapazitätsgrenzen. Voraussetzung ist, dass alle Besucher geimpft, getestet oder genesen sind. In Restaurants dürfen dann sechs statt wie bisher vier Leute an einem Tisch sitzt.

Japan verlängert Corona-Notstand für Paralympics-Stadt Tokio

12.35 Uhr: Wegen der alarmierenden Corona-Infektionslage hat Japan den Notstand für die Paralympics-Stadt Tokio abermals verlängert und auf weitere Präfekturen ausgeweitet. Die Regierung des wegen seiner Corona-Politik im Umfragetief steckenden Ministerpräsidenten Yoshihide Suga beschloss am Dienstag, den in Tokio und fünf anderen Präfekturen zunächst bis 31. August verordneten Notstand bis zum 12. September zu verlängern. Er gilt damit bis nach den Paralympics, die vom 24. August bis 5. September dauern. Zugleich wird der Notstand auf sieben weitere Präfekturen ausgeweitet. Die Paralympics in Tokio werden wegen der Corona-Lage ohne Zuschauer abgehalten.

Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung von Covid-19-Patienten habe "höchste Priorität", sagte Suga. Er hatte den Notstand bereits mehrfach verlängert. Dennoch hat sich die Zahl der Neuinfektionen in Tokio seit Beginn der Olympischen Spiele nahezu verdreifacht, wenngleich von der olympischen Blase keine Gefahr ausgegangen sein soll. Experten vergleichen die Lage mit einer Katastrophe. Die Gesundheitsämter seien inzwischen am Anschlag. Bei dem "Notstand" in Tokio und anderen Präfekturen geht es vor allem darum, dass Restaurants keinen Alkohol anbieten und früher schließen.

Homeoffice: Rückenleiden bei Krankschreibungen erstmals Ursache Nummer eins

11.49 Uhr: Rückenbeschwerden sind erstmals seit Jahren die Ursache Nummer eins für Krankschreibungen. Ein Grund dafür könnten die Arbeitsbedingungen im Homeoffice sein, erklärte die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) am Dienstag in Hannover. Zu Hause fehlten häufig ein geeigneter Schreibtisch und Bürostuhl, das lange Sitzen in ungesunder Haltung vor dem Rechner führe zu mehr Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwerden.

Die Daten der KKH aus dem ersten Halbjahr 2021 zeigen, dass bundesweit rund ein Fünftel (20,4 Prozent) der eingereichten Atteste auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurückzuführen sind. Im ersten Corona-Jahr 2020 lag der Anteil demnach noch bei 17,3 Prozent, die Jahre zuvor schwankte er zwischen 15 und 16 Prozent.

Rund 60 Prozent der NRW-Bevölkerung vollständig geimpft

11.37 Uhr: Rund 60 Prozent der NRW-Bevölkerung ist vollständig gegen Corona geimpft. Nach den am Dienstag veröffentlichten Impfdaten des Robert Koch-Instituts (RKI) verfügen gut 10,75 Millionen Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland über den vollen Impfschutz. Das entspricht 59,9 Prozent der Bevölkerung. Mindestens einmal geimpft gegen das Coronavirus sind insgesamt gut 12 Millionen Menschen. Das sind 66,9 Prozent der Bevölkerung. Nordrhein-Westfalen liegt damit deutlich über den Bundesdurchschnitten von 57,5 und 63,3 Prozent.

In der Altersgruppe 12 bis 17 Jahre sind 16,8 Prozent der Schüler vollständig geimpft. Eine erste Spritze haben bisher 28,3 Prozent in dieser niedrigsten Altersgruppe für die Corona-Impfungen bekommen. Bundesweit sind es weniger - 15,5 beziehungsweise 24,6 Prozent.

Spahn ist gegen eine Schüler-Impfpflicht

10.59 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) lehnt auch nach der Stiko-Empfehlung eine Impfpflicht für Kinder und Jugendliche ab. Im "ARD-Morgenmagazin" betonte Spahn: "Die Präsenz im Schulunterricht darf nicht abhängig sein von der Impfung."Dennoch warnte der Politiker vor der hochansteckende Delta-Variante: "Jeder, der nicht geimpft ist, wird bei steigender Inzidenz mit dieser Variante ziemlich sicher infiziert werden."

Bundeselternrat befürchtet nach Stiko-Empfehlung Mobbing in Schulklassen

10.40 Uhr: Nach der Stiko-Empfehlung zur Schutzimpfung gegen Corona auch für Kinder ab zwölf Jahren hat der Bundeselternrat vor möglichen Folgen für die Atmosphäre in Schulklassen gewarnt. Im Rundfunk Berlin-Brandenburg sagte Vorstandsmitglied Ines Weber am Dienstag auf die Frage, ob sie eine Zweiklassengesellschaft befürchte: "Hoffen wir, dass das nicht passiert und dass die Kinder dann auch keinem Mobbing ausgesetzt sind."

Ein Zweiklassengesellschaft könne entstehen, wenn Geimpfte nach einem Coronafall in der Klasse nicht in Quarantäne müssten. Weber regte darum an, weiter alle Kinder - geimpfte und ungeimpfte - zu testen. Die Schulen seien nur teilweise auf das neue Schuljahr unter Pandemiebedingungen vorbereitet, sagte sie. So gebe es vielerorts noch nicht genügend Luftfilter.

Neuseeland verhängt nach Corona-Fall landesweiten Lockdown

10.25 Uhr: Nach einem im Inland übertragenen Corona-Fall hat die neuseeländische Regierung einen dreitägigen landesweiten Corona-Lockdown verhängt. Regierungschefin Jacinda Ardern verkündete die Maßnahme am Dienstag als Reaktion auf die erste einheimische Übertragung des Coronavirus seit sechs Monaten. "Wir haben anderswo gesehen, was passieren kann, wenn wir die Lage nicht in den Griff bekommen", sagte sie in einer Fernsehansprache. "Wir haben nur eine Chance." Sie nannte die hochansteckende Delta-Variante einen möglichen Wendepunkt in der Pandemie.

Neuseeland hatte am Dienstag die erste einheimische Ansteckung mit dem Coronavirus seit einem halben Jahr gemeldet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums handelt es sich um einen 58-Jährigen Auckland, der größten Stadt des Landes. Ein Verbindung zu einer Einreise konnte demnach zunächst nicht hergestellt werden.

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel steigt sprunghaft

10.12 Uhr: Die Anzahl der täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist in Israel sprunghaft auf mehr als 8500 gestiegen. Das Gesundheitsministerium verzeichnete am Dienstag 8646 neue Fälle für den Vortag - den höchsten Wert seit Ende Januar. In den vergangenen Tagen hatten die Zahlen jeweils unter 6000 gelegen. Die Zahl der Schwerkranken stieg auf 559. Dies ist der höchste Wert seit Mitte März.

Israel versucht seit rund zwei Wochen, den massiven Anstieg der Infiziertenzahlen mit einer dritten Corona-Impfung zu bekämpfen. Nach Angaben des Büros von Ministerpräsident Naftali Bennett haben sich bereits mehr als eine Million Israelis ein drittes Mal impfen lassen. Mittlerweile erhalten Menschen ab dem Alter von 50 Jahren eine Auffrischungsimpfung. Ihre zweite Impfung muss lediglich mindestens fünf Monate zurückliegen.

Hintergrund für die dritte Impfung sind Zahlen des Gesundheitsministeriums, wonach die Wirksamkeit der in Israel verwendeten Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen hat. Allerdings kritisieren auch Experten der Regierung, dass die Zahlen zur Wirksamkeit nicht wissenschaftlich erhoben seien. Parallel verbreitet sich seit Anfang Juni auch die Delta-Variante, die als besonders ansteckend gilt.

Türkei nun Corona-Hochrisikogebiet - mitten in der Urlaubssaison

9.57 Uhr: Wegen gestiegener Corona-Infektionen gilt die Türkei aus deutscher Sicht nun als Hochrisikogebiet. Mitten in der Urlaubssaison gelten damit für Menschen, die aus dem bei Touristen beliebten Land einreisen, seit Mitternacht andere Regeln, wie aus einer Mitteilung des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Einreisende, die weder genesen noch geimpft sind, müssen sich nach ihrer Rückkehr für zehn Tage in Quarantäne begeben - ab dem fünften Tag kann diese durch einen negativen Corona-Test beendet werden. Für Kinder unter zwölf Jahren endet die Quarantänepflicht automatisch nach fünf Tagen, wie es auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums heißt.

Die Entscheidung zur Einstufung als Hochrisikogebiet hatte die Bundesregierung vergangene Woche getroffen - rund anderthalb Monate, nachdem die Reisewarnung für die gesamte Türkei aufgehoben worden war. Die gilt nun wieder.

Vor Paralympics: Japan weitet Corona-Notstand aus

5.21 Uhr: Eine Woche vor Beginn der Paralympics in Tokio hat die japanische Regierung den Gesundheitsnotstand wegen rapide steigender Corona-Infektionszahlen verlängert und auf weitere Landesteile ausgedehnt. Der Notstand, der bisher in der Hauptstadtregion und fünf weiteren Präfekturen galt, gelte nun auch in sieben weiteren Präfekturen, teilte die Regierung am Dienstag mit. Für alle Regionen wurde der Notstand, der ursprünglich am 31. August auslaufen sollte, bis zum 12. September verlängert.

Das Coronavirus breite sich in Japan "in einem Ausmaß aus, wie wir es noch nie erlebt haben", sagte der für die Pandemie-Bekämpfung zuständige Minister Yasutoshi Nishimura. Auch die Zahl der schwerkranken Corona-Patienten nehme jeden Tag zu. In den vergangenen Tagen hatte Japan jeweils mehr als 20.000 Neuinfektionen verzeichnet - so viele wie noch nie seit Pandemie-Beginn.

Der Gesundheitsnotstand bringt in Japan nicht so strenge Restriktionen mit sich wie in anderen Ländern. Unter anderem dürfen Bars und Restaurants keinen Alkohol mehr ausschenken und müssen um 20.00 Uhr schließen.

Corona-Impfung ab 12 - Hausärzte kritisieren politischen Druck auf Stiko

1.56 Uhr: Die Hausärzte in Deutschland werfen der Politik vor, beim Thema Corona-Impfungen für Kinder- und Jugendlichen unzulässig Druck auf die Ständige Impfkommission (Stiko) ausgeübt zu haben. Der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, sagte dieser Redaktion: "Wir haben immer betont, dass die Wissenschaft entscheidet, wann ausreichende Erkenntnisse vorliegen, um Jugendlichen ein Impfangebot zu machen. Dazu hätte es keines Drängens von Politikseite aus bedurft."

Mit Blick auf die jüngste Stiko-Empfehlung zu einer Corona-Immunisierung ab 12 Jahren kritisierte Weigeldt, die Politik sei bei diesem Thema "vorgeprescht" und habe damit eine Diskussion um Impfungen bei Jüngeren ausgelöst.

Der Chef der Hausärzte betonte zugleich, die Arztpraxen seien vorbereitet auf stärkere Nachfrage von Kindern und Jugendlichen, die sich nun gegen das Corona-Virus spritzen lassen wollen. "Für impfwillige Jugendliche stehen auch bei steigender Nachfrage die Kinder- und Hausarztpraxen bereit", verdeutlichte Weigeldt.

Corona-News von Montag, 16. August: Keine nächtlichen Partys auf Mallorca bis Mitte September

  • Auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln sollen die geltenden nächtlichen Versammlungsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mindestens bis zum 15. September verlängert werden.
  • Das deutsche Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben erste Daten für die Zulassung einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereicht. In den kommenden Wochen sollten diese Daten einer Phase-1-Studie auch bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA und weiteren Behörden eingereicht werden, teilten die Unternehmen am Montag mit. Weitere Daten sollen folgen.
  • Die Delta-Variante des Coronavirus sorgt im Iran für immer mehr Todesfälle und fast täglich neue Höchstwerte.
  • Mehr als jeder vierte Schüler der Altersgruppe 12 bis 17 Jahre ist in Nordrhein-Westfalen bereits vor dem neuen Votum der Ständige Impfkommission (Stiko) zumindest einmal gegen Corona geimpft.
  • Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko) hat Vermutungen zurück gewiesen, die Kommission habe sich in der Frage der Impfungen für Kinder über 12 Jahren politischem Druck gebeugt: "Es wird viele geben, die nun glauben, dass die Änderungen in der Empfehlung mit dem politischen Druck auf die Stiko zusammenhängen. Das ist objektiv Unsinn", sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens unserer Redaktion. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat es als "gute Nachricht" bezeichnet, dass sich die Ständige Impfkommission (Stiko) nun für Corona-Impfungen für alle Kinder ab zwölf Jahren ausspricht.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Corona-Impfungen für Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren. Das teilte das unabhängige medizinische Beratergremium am Montag in Berlin mit. Es aktualisierte damit seine vorherige Empfehlung von Anfang Juni, derzufolge in Deutschland zunächst nur Jugendliche mit Vorerkrankungen gegen das Coronavirus geimpft werden sollten.
  • Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiter vor allem mit Zweitimpfungen voran. Am Sonntag wurden knapp 90.600 Dosen gespritzt, davon führten 67.700 zu einer vollständigen Impfung, wie das Bundesgesundheitsministerium am Montag mitteilte. Insgesamt sind nun 47,6 Millionen Menschen oder 57,2 Prozent der Bevölkerung voll geimpft.
  • In Bayern können von sofort an etwa Alte und Pflegebedürftige Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus erhalten.
  • Vor dem Hintergrund der Einstufung der Türkei als Hochrisikogebiet haben FDP und Grüne die Corona-Politik der Bundesregierung als unkoordiniert und wenig vorausschauend kritisiert. Gesundheitsminister Jens Spahn und Innenminister Horst Seehofer würden regelmäßig "zu spät, erratisch und zu kurzfristig reagieren", sagte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer unserer Redaktion. "Auch jetzt wieder."

Corona-News von Sonntag, 15. August: Erstmals geimpfter Covid-Patient ohne Vorerkrankungen in Griechenland gestorben

  • Zum ersten Mal ist in Griechenland ein Patient an Covid-19 gestorben, obwohl er vollständig geimpft war und keinerlei Vorerkrankungen hatte.
  • Eine neue Corona-Verordnung mit weitreichenden Lockerungen für geimpfte und vom Virus genesene Menschen tritt am Montagmorgen in Baden-Württemberg in Kraft.
  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will der Öffentlichkeit die "grausame Realität" von Corona deutlicher machen und so die Impfkampagne beschleunigen.
  • Er wolle dem Bundesgesundheitsminister keine Vorschläge machen. "Aber ich denke, so ähnlich, wie dies auch auf Zigarettenpackungen schon heute der Fall ist, sollten wir deutlich die Risiken benennen", sagte Altmaier gegenüber dem Nachrichtenportal "t-online".
  • Kassen- und Privatärzte ziehen sich einem Medienbericht zufolge offenbar zunehmend aus der Corona-Impfkampagne zurück. In der Woche vom 2. bis 8. August hätten lediglich noch 29.300 Praxen Patientinnen und Patienten gegen das Coronavirus geimpft - und damit deutlich weniger, als sich insgesamt an der Kampagne beteiligt haben, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Zahlen des RKI.
  • Spanien stuft immer mehr deutsche Bundesländer als Corona-Risikogebiete ein. Nachdem die spanische Regierung am vergangenen Montag Hamburg zum Risikogebiet erklärt hat, folgen ab Montag, 16. August, vier weitere Bundesländer: Berlin, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Schleswig-Holstein.
  • Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gelten die USA und Israel nun in Deutschland als Hochrisikogebiet.
  • Die Zahl der Selbstständigen, die für ihren Lebensunterhalt finanzielle Unterstützung aus der staatlichen Grundsicherung beziehen, hat sich in der Pandemie versechsfacht. "Wir sehen einen deutlichen Corona-Effekt zwischen April 2020 und Juli 2021", sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, unserer Redaktion.

Corona-News von Samstag, 14. August: Erneut Zweifel an Deutschlands Impfzahlen

  • Eine neue Umfrage von Infratest dimap und Wirtschaftsforschern schürt erneut Zweifel an der offiziellen Impfstatistik des Robert Koch-Instituts (RKI). In einer repräsentativen Befragung von Infratest dimap und dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) gaben 75 Prozent der 18- bis 59-Jährigen an, dass sie eine Impfdosis erhalten hätten, berichtet "Spiegel". Die Befragung namens "Corona Compass" endete am 13. Juli. In der RKI-Statistik lag die Erstimpfungsquote der Altersgruppe zu diesem Zeitpunkt allerdings nur bei 59 Prozent. Der Wert der Studie lag demnach um 16 Prozent höher.
  • Der Unmut über verschärfte Corona-Regeln hat in Frankreich am fünften Wochenende in Folge wieder viele Menschen auf die Straßen getrieben. Die Behörden rechneten am Samstag mit einer Gesamtzahl von rund 250.000 Demonstranten im ganzen Land und damit mehr als doppelt so vielen wie zu Beginn der Proteste Mitte Juli.
  • In Deutschland sind nach offiziellen Angaben 57 Prozent der Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Dies entspricht nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstag (Stand: 10.25 Uhr) knapp 47,4 Millionen Menschen. Demnach haben rund 52,5 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten - das sind 63,1 Prozent der Bevölkerung. Am Freitag wurden bundesweit 367 560 Impfdosen gespritzt.
  • Den dritten Tag infolge hat es in Russland einen Höchststand bei den Corona-Todesfällen gegeben. Am Samstag meldeten die Behörden 819 Tote innerhalb von 24 Stunden - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.
  • Die Bundespolizei hat seit Mitte Januar mehr als 150.000 Verstöße gegen die Pflicht zur Anmeldung bei Einreisen aus Corona-Risikogebieten festgestellt. Das habe die Behörde dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Samstag) auf Anfrage mitgeteilt.
  • Vertreter der Ärzteschaft unterstützen den Vorschlag des Robert Koch-Instituts, Geimpfte mit leichten Symptomen mit PCR-Tests zu kontrollieren.
  • Das US-Heimatschutzministerium (DHS) hat mit Blick auf den 20. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 und auf die Corona-Pandemie vor einer erhöhten Anschlagsgefahr gewarnt.
  • Das von Bund und Ländern beschlossene Ende der kostenlosen Corona-Tests ab Oktober trifft auf große Zustimmung in der Bevölkerung. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 66 Prozent, sie hielten die Entscheidung für richtig. 28 finden sie falsch, 6 Prozent machten keine Angaben.
  • Zahlreiche ehemalige Gastronomie-Beschäftigte haben sich im Zuge des Corona-Lockdowns beruflich umorientiert und damit den Personalnotstand im Gastgewerbe verschärft. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, sagte in einem Interview mit dieser Redaktion: "Als die Beschäftigten nicht arbeiten konnten oder mit dem niedrigeren Gehalt in der Kurzarbeit waren, haben sich viele umorientiert. Sie sitzen nun an der Kasse im Supermarkt oder helfen in den Impfzentren." Scheele betonte, viele Gastronomen hätten derzeit erhebliche Personalprobleme.

Corona-News von Freitag, 13. August: Tageshöchststand von Corona-Toten in Russland

  • Russland hat 815 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus gemeldet, die höchste Zahl an einem einzelnen Tag seit Beginn der Pandemie. Die zuständige Taskforce bestätigte zudem 22.277 Neuinfektionen.
  • Die drohende Überlastung der Intensivstationen und der Krankenhäuser: Sie war und ist neben der Gefahr des exponentiellen Wachstums der Infektionen ein wichtiges Argument für die Freiheitsbeschränkungen während der Corona-Pandemie. Der Mediziner Janosch Dahmen fordert jetzt im Interview mit dieser Redaktion eine Notfallreserve.
  • Der Impfstoff des US-Pharmaherstellers Moderna wirkt zuverlässig bis zu sechs Monate gegen besorgniserregende Varianten des Coronavirus. Das teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Demnach zeigten die Mehrheit der Teilnehmenden im Rahmen einer Studie innerhalb eines halben Jahres nachweisbare und funktionelle Antikörper unter anderem gegen die Virusvarianten Alpha, Beta und Gamma.Die neue Daten wurden in der Fachzeitschrift "Science" veröffentlicht.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet laut einem Medienbericht ab dem Herbst mit neuen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie. "Die vierte Welle kommt", sagte Spahn laut "Bild"-Zeitung am Freitag in einer offenen Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Auch eine neue Überlastung des Gesundheitssystems sei möglich.
  • Sechs von zehn Eltern würden laut einer Umfrage ihr Kind gegen Corona impfen lassen, wenn ein Impfstoff für die entsprechende Altersgruppe zugelassen ist - einige davon sogar ohne eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko).
  • Der Fall möglicher Impfungen mit Kochsalzlösungen im niedersächsischen Landkreis Friesland könnte deutlich mehr Menschen betreffen als zunächst angenommen. Statt bislang 8557 Menschen könnten noch 1626 weitere Personen möglicherweise Spritzen mit Kochsalzlösungen bekommen haben, wie der Landkreis am Freitag mitteilte.
  • Die Bundesregierung stuft die Türkei, die USA und Israel zu Hochrisikogebieten hoch. Betroffen von der Hochstufung sind auch Montenegro, Kenia und Vietnam sowie zwei französische Überseegebiete. Nach Informationen unserer Redaktion ist Portugal dagegen jetzt kein Hochrisikogebiet mehr, mit Ausnahme von Lissabon und der Algarve. Die Hochstufung soll im Fall der meisten genannten Länder in der Nacht zu Sonntag in Kraft treten. Im Fall der Türkei soll die Hochstufung mit Rücksicht auf die große Zahl von Reisenden mit türkischem Migrationshintergrund erst in der Nacht zu Dienstag in Kraft treten, heißt es aus Regierungskreisen.
  • Ein Großteil der Menschen in Deutschland befürwortet laut ZDF-"Politbarometer" die aktuellen Corona-Maßnahmen. 75 Prozent der Befragten finden es richtig, dass Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, die Corona-Schnelltests künftig selber zahlen müssen - darunter jeweils mehr als 80 Prozent bei den Anhängern von Union, SPD und Grünen. Das ergab das am Freitag veröffentlichte ZDF-"Politbarometer".
  • Eine aktualisierte Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu Kinder-Impfungen gegen das Coronavirus steht laut einem Mitglied des Gremiums kurz vor dem Abschluss. "Diese Aktualisierung der Stiko-Empfehlung ist gerade in der letzten Bearbeitung, es geht noch um Textschliff", sagte der Berliner Kinder- und Jugendarzt Martin Terhardt am Donnerstagabend in der "Abendschau" des Sender RBB.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat China dazu aufgerufen, Rohdaten zu den ersten Corona-Fällen offenzulegen. Der Zugang zu diesen Informationen sei von "entscheidender Bedeutung" für die weiteren Untersuchungen zum Ursprung der Pandemie, erklärte die WHO am Donnerstag.
  • In den USA sollen Menschen mit geschwächtem Immunsystem eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bekommen können. Dies gab die Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA am Donnerstag bekannt.
  • Die US-Westküstenmetropole San Francisco verlangt künftig einen Impfnachweis für den Besuch von Restaurants, Cafés, Bars, Fitnessstudios und bestimmten Events in öffentlichen Räumen. Dies gab Bürgermeisterin London Breed am Donnerstag bekannt.
  • Die Krankenhäuser in Deutschland verzeichnen einen Anstieg von Corona-Patienten, die sich mit der Delta-Variante infiziert haben. "Die Neuaufnahmen auf Intensivstationen und auch die Hospitalisierungen insgesamt sind auf die Delta-Variante zurückzuführen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, dieser Redaktion.

Corona-News von Donnerstag, 12. August: Disney erholt sich von Corona-Krise

  • Der US-Unterhaltungsriese Walt Disney hat sich nach heftigen Geschäftseinbußen in der Corona-Krise wieder berappelt. In den drei Monaten bis Anfang Juli wuchsen die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 45 Prozent auf 17,0 Milliarden Dollar (14,5 Mrd. Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Disney profitierte nun vor allem von der Wiedereröffnung von Vergnügungsparks und Ferienanlagen, die wegen der Corona-Krise geschlossen werden mussten.
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollen in den USA schon bald eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bekommen können. Es gehe dabei um einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung, erklärte die Chefin der Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am Donnerstag. Studien zeigten, dass die zweite Impfdosis bei immungeschwächten Menschen oft noch keine ausreichende Immunreaktion auslöse.
  • Die Zahl der erfassten Labortests auf das Coronavirus in Deutschland ist rückläufig, der Anteil positiver Befunde jedoch steigt. Um eine stärkere Virusausbreitung einzudämmen, sei ein solcher PCR-Test auch bei Kindern und Geimpften mit leichten Symptomen wichtig, twitterte das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagabend.
  • Wenn es in den Urlaub geht, wollen die wenigsten Menschen viele Papierdokumente mit sich führen. Den Nachweis über eine vollständige Corona-Impfung, der während der Corona-Pandemie so wichtig geworden ist, gibt es zum Glück auch als digitalen Impfpass- in der Corona-Warn-App oder der CovPass-App. Doch einige Userinnen und User der CovPass-App berichten, dass ihr Impfzertifikat aus der App verschwindet. Lesen Sie hier, was man dagegen tun kann.
  • Die Corona-Impfungen in Deutschland kommen weiter vor allem mit Zweitimpfungen voran. Am Mittwoch wurden 511.000 Dosen gespritzt, davon führten 414.000 zu einer vollständigen Impfung. Insgesamt sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums nun knapp 46,7 Millionen Menschen oder 56,1 Prozent der Bevölkerung voll geimpft. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben demnach nun 52,2 Millionen Menschen oder 62,8 Prozent aller Einwohner.
  • Russland hat am Donnerstag eine Rekordzahl von mehr als 800 Corona-Toten gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden wurden nach Angaben der russischen Regierung 808 Todesfälle registriert - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie vor anderthalb Jahren.
  • Im Hamburger Hafen sind inzwischen mehr als 1500 Seeleute aus aller Welt von den Behörden gegen das Coronavirus geimpft worden.
  • Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) unterstützt den Vorschlag, Schülerausweise als Nachweis für einen negativen Corona-Test zu verwenden."Ich halte die Idee grundsätzlich für gut, den Schülerausweis für den Testnachweis nach der Schule zu erweitern", sagte sie der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. Lesen Sie auch: Corona-Bekämpfung: Kommt jetzt das Aus für die Test-Center?
  • Am kommendem Montag, 16. August tritt in Baden-Württemberg bereits die neue Corona-Verordnung in Kraft. Damit dürfen in diesem Bundesland alle geimpften, genesenen und getesteten Menschen unabhängig von der Inzidenz wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.
  • Ron DeSantis ist Republikaner und Gouverneur Floridas. Er will die Corona-Maßnahmen in den USA beenden - und beharkt sich mit Joe Biden. Lesen Sie dazu: USA: Floridas Gouverneur verschärft die Corona-Krise
  • Trotz nachlassender Impfbereitschaft in Deutschland musste die Hälfte der Bundesländer bislang keine ungenutzten oder abgelaufenen Impfdosen in nennenswertem Umfang vernichten. Bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur gaben 7 der 16 Landesregierungen an, dass eine Entsorgung von Corona-Impfstoff weitgehend vermieden werden konnte.
  • Beim Corona-Gipfel am Mittwoch haben Bund und Länder das Aus für kostenlose Schnelltest vereinbart. Demzufolge müssen Bürger ab 11. Oktober selbst für die kosten aufkommen. Tübingen beharrt allerdings auf den kostenfreien Testungen. Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat dem Vorschlag des "Tübinger Modells" zugestimmt. Lesen Sie dazu: Boris Palmer: Corona-Tests in Tübingen sollen gratis bleiben
  • Am Mittwoch teilte die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) mit, weitere mögliche Nebenwirkungen nach einer Impfung mit den mRNA-Impfstoffen von Biontech-Pfizer und Moderna zu untersuchen. Bei kleinen Personengruppe seien eine allergische Hautreaktion sowie zwei Nierenleiden aufgetreten.
  • Musikerin Nena ist während der Pandemie schon einige Male in die Kritik geraten. Grund dafür waren provokante Aussagen, mit denen die 61-Jährige deutlich machte, dass sie die Corona-Politik missbilligt. Ein Überblick über ihre skurrilsten Aussagen. Lesen Sie dazu: Corona: Mit diesen 10 Aussagen stellte sich Nena ins Abseits
  • Nach Melbourne und Sydney müssen auch die Bewohner der australischen Hauptstadt Canberra mindestens sieben Tage lang in einen Lockdown. Zuvor sei in der Stadt erstmals seit einem Jahr ein Corona-Fall bestätigt worden, teilten die Behörden am Donnerstag mit.
  • Intensivmediziner fordern eine unabhängige, repräsentative Bevölkerungsumfrage zum Stand des Impfens in Deutschland: "Das Impfen ist der entscheidende Erfolgsfaktor der Pandemie. Wir müssen alles dafür tun, das Vertrauen in die Impfkampagne zu stärken", sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), unserer Redaktion.

Corona-News von Mittwoch, 11. August: Irans Corona-Beauftragter befürchtet "Fiasko" - 42.500 Fälle am Tag

  • Der Corona-Beauftragte der iranischen Regierung hat vor einer deutlichen Verschlimmerung der Pandemie-Lage in Land gewarnt. "Wir haben keine andere Wahl als einen sofortigen Lockdown, sonst rutscht das Land in ein Fiasko mit noch bitteren Nachrichten über Opferzahlen als bislang", sagte Aliresa Sali am Mittwoch.
  • AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel lehnt unterschiedliche Regelungen für geimpfte und ungeimpfte Menschen in der Corona-Politik ab. "Wir sind für die Freiheit für alle Bürger, egal ob geimpft oder ungeimpft", sagte Weidel im Interview mit unserer Redaktion.
  • Die US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt allen schwangeren und stillenden Frauen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Das gelte auch für Frauen, die demnächst schwanger werden wollen, teilte die Behörde mit.
  • Angesichts der sinkenden Impfbereitschaft verzichtet Deutschland auf die Lieferung von rund 2,65 Millionen Impfstoff-Dosen des Herstellers Moderna. Das geht aus einer Auflistung des Bundesgesundheitsministeriums hervor, über die zuerst der "Spiegel" berichtet hatte. Lesen Sie auch: Studie: Schützt Moderna bei Delta besser als Biontech?
  • Wie Deutschland will auch die Schweiz Coronatest für Impfunwillige ab Oktober nicht mehr gratis anbieten. Das schlug die Regierung am Mittwoch vor. Der Schritt muss noch mit Vertretern der Kantone abgesprochen werden.
  • Nach den Beschlüssen von Bund und Ländern zur künftigen Corona-Teststrategie sind viele Details noch offen. Ungeklärt sei bislang, wie kontrolliert wird, dass jemand trotz der grundsätzlichen Kostenpflicht für die Tests ab Oktober noch Recht auf eine kostenlose Untersuchung hat, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin sagte.
  • Die Corona-Impfungen in Deutschland kommen weiter leicht voran. Vollständig geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums vom Mittwoch nun knapp 46,2 Millionen Menschen oder 55,6 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine erste Dosis bekommen haben 52,1 Millionen Menschen oder 62,7 Prozent aller Einwohner.
  • Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, hat an die Deutschen appelliert, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.
  • Bei der Interpretation von Impfquoten-Daten gibt es laut Robert Koch-Institut (RKI) eine "gewisse Untersicherheit". Mehrere Überlegungen legten nahe, dass die Meldungen im sogenannten Digitalen Impfquotenmonitoring (DIM) die Impfquoten vermutlich unterschätzen, geht aus einem RKI-Report vom Dienstag hervor.
  • Nach dem Gipfel von Bund und Ländern haben die Deutschen Hausärzte die anhaltende Ausrichtung der Corona-Politik am Inzidenzwert kritisiert.

Corona-News von Dienstag, 10. August: Spahn: Für Geimpfte wird es keinen erneuten Lockdown geben

  • Nach den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn allen Geimpften Hoffnung auf einen entspannteren Herbst und Winter gemacht. "Für diese drei von vier Erwachsenen, die sich haben impfen lassen, wird es keinen erneuten Lockdown geben", sagte der CDU-Politiker in einem ARD-"Extra" am Dienstagabend. Das sei aktuelle Rechtslage und bundesgesetzlich geregelt.
  • Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) beharrt auch nach den Beratungen von Bund und Ländern darauf, dass künftig neben der Inzidenz weitere Kriterien zur Bewertung der Corona-Pandemie herangezogen werden müssen.Der Beschluss der Regierungschefs von Bund und Ländern sieht dies nicht vor.
  • Mexiko soll nach Angaben von Außenminister Marcelo Ebrard bis zu 8,5 Millionen weitere Dosen Corona-Impfstoff aus den USA bekommen. 3,5 Millionen Dosen des Präparats von Moderna und bis zu 5 Millionen Dosen des Mittels von Astrazeneca würden in den kommenden Wochen erwartet, erklärte Ebrard am Dienstag.
  • Die von Bund und Ländern vereinbarte Corona-Testpflicht für den Besuch bestimmter Einrichtungen soll laut Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nicht für Gottesdienste gelten. Ein Gottesdienst sei etwas anderes als ein Diskobesuch, sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf nach den Bund-Länder-Beratungen über den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie. Es gehe um das Grundrecht der Religionsausübung.
  • Die SPD-Chefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans haben sich nach dem Bund-Länder-Gespräch zur Hochwasserhilfe und zum weiteren Vorgehen bei Corona zufrieden mit den Ergebnissen gezeigt.
  • Als "Stückwerk" hat Linksfraktionschef Dietmar Bartsch die Beschlüsse des Bund-Länder-Treffens kritisiert. "Fatal ist, dass es keinen Plan gibt, über positive Anreize die Impfkampagne aus der Tempo-30-Zone zu holen und die Impfung zu den Menschen zu bringen", sagte Bartsch unserer Redaktion.
  • Der Gesundheitsexperte der Grünen im Bundestag, Janosch Dahmen, hat die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Pandemie als enttäuschend kritisiert. "Statt Pflegeeinrichtungen und Schulen endlich sicher zu machen, statt konkrete Maßnahmen für mehr Tempo beim Impfen vorzulegen, versucht man die Menschen an Stelle von überzeugenden Argumente durch Druck zum Impfen zu bewegen", sagte Dahmen der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe).
  • Der stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki hat die von der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossene Abschaffung kostenloser Corona-Tests kritisiert. Dies werde zu einem Rückgang der Testbereitschaft bei Ungeimpften führen, sagte Kubicki der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). "Die Aufhebung der Kostenfreiheit für Tests wird bei der Bewältigung der Pandemie kontraproduktiv wirken. Denn dies führt dazu, dass sich deutlich weniger Menschen entscheiden, einen solchen Test zu machen", sagte Kubicki.
  • Mit Unverständnis hat die Immobilienbranche auf die Ungleichbehandlung insbesondere von Hotels bei der neuen Testpflicht reagiert, die Bund und Länder noch im August einführen wollen. "Die durch Tests verbundenen Umsatzeinbußen gefährden mehr als eine Millionen Arbeitsplätze in Deutschland", sagte Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), unserer Redaktion.
  • Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat Bund und Länder aufgefordert, das verpflichtende Testangebot der Arbeitgeber zu beenden. "Der Staat darf die Kosten für Tests nicht einseitig auf die Arbeitgeber abwälzen", erklärte die BDA am Dienstag nach den Beratungen von Bund und Ländern. Die entsprechende Regelung in der Corona-Arbeitsschutzverordnung müsse daher spätestens mit dem 11. Oktober auslaufen. Von diesem Tag an sollen bisher kostenlose Bürgertests nicht mehr gratis sein.
  • Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat die Impfquote in Deutschland als noch zu niedrig bezeichnet. Die Situation sei zwar eine andere als vor einem Jahr vor allem wegen der Testkapazitäten und der Impffortschritte. "Doch man muss ganz klar sagen: Es ist noch was zu tun", sagte Müller nach Beratungen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstagnachmittag.
  • Die Spitzen von Bund und Ländern haben sich für einer Verlängerung der sogenannten epidemischen Notlage über den September hinaus ausgesprochen. Als Rechtsgrundlage für die "zu ergreifenden Maßnahmen" im Kampf gegen die Corona-Pandemie sei die Feststellung der Notlage durch den Bundestag "weiterhin erforderlich", heißt es in dem am Dienstag gefassten Bund-Länder-Beschluss.
  • Für Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene werden negative Corona-Tests noch im August zur Voraussetzung für viele Aktivitäten in Innenräumen. Dies betrifft nach einem Bund-Länder-Beschluss vom Dienstag zum Beispiel das Essen in Restaurants, den Besuch beim Friseur oder Sport im Fitnessstudio oder Schwimmbad. Ausnahmen kann es demnach für regelmäßig getestete Schüler und Regionen mit niedrigen Inzidenzen geben.
  • Der Bund wird ab dem 11. Oktober nicht mehr die Kosten für Corona-Schnelltests für alle Bürger übernehmen. Wer sich nicht impfen lässt und zum Beispiel für einen Restaurantbesuch einen negativen Test braucht, muss diesen dann selbst bezahlen. Ausnahmen gelten nach einem Beschluss von Bund und Ländern vom Dienstag für Personen, die nicht geimpft werden können oder für die es keine allgemeine Impfempfehlung gibt.Beim heutigen Corona-Gipfel sollen neue Regeln beschlossen werden. Was Sie bald für Friseur, Fitnessstudio und Einkauf beachten müssen. Lesen Sie dazu: Friseur, Einkaufen, Fitnessstudio: Das soll im Herbst gelten

Corona-Gipfel im Ticker: Diskussionen um Freiheiten von Geimpften

  • 16.22 Uhr: Nun schaltet sich Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ein. Er plädiert dafür, die Rechte von Ungeimpften einzuschränken, wenn die Beschlüsse der MPK nicht ausreichten, um die Infektionslage unter Kontrolle zu bringen.
  • 16.03 Uhr: Merkel macht in der Runde noch einmal klar, dass sie dagegen ist, bei diesem Treffen neue Werte und ihre Folgen festzulegen. Zuvor hatte der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) behauptet, es läge noch kein Vorschlag für neue Leitwerte vor. Dem hatten sowohl Spahn als auch die Kanzlerin widersprochen. Spahn verwies auf ein gemeinsam mit dem RKI erarbeitetes Papier dazu, dass auch Weil erhalten hatte.
  • 15.40 Uhr: Nach Informationen unserer Redaktion ist es bald mit kostenlosen Schnelltests vorbei. Beim heutigen Corona-Gipfel wurde beschlossen, dass Bürger ab 11. Oktober selbst für die Kosten der Tests aufkommen müssen.
  • 14.13 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel zufolge wäre eine Corona-"Ampel" als Parameter für künftige Pandemie-Maßnahmen zu kompliziert.
  • 14.07 Uhr: Nun geht es um neue Zielwerte als Maßstab für Corona-Maßnahmen. Vor allem Merkel und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig diskutieren intensiv darüber, ob es beim klassischen Inzidenzwert bleiben sollte oder ob es ein "Ampel"-Modell geben sollte. In der Beschlussvorlage wird zwar unter anderem die Hospitalisierungsrate von Covid-19-Patienten als weiterer Indikator genannt. Wie genau eine Formel für einen Grenzwert aussehen könnte, wird dort aber ausgespart.
  • 13.52 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erinnert in der Runde daran, dass sich 52 Millionen Deutsche bereits haben impfen lassen. Man solle auch an diese Personen denken, wenn jetzt viel über die Ungeimpften gesprochen würde. Es handle sich aktuell um die "größte Impfkampagne der Geschichte".
  • 13.39 Uhr: Auch Markus Söder meldet sich zu Wort. Ihm geht die Beschlussvorlage nicht weit genug. Sie sei "nicht mutig genug", sagt der bayerische Ministerpräsident.
  • 13.36 Uhr: Nachdem die Fluthilfen zügig innerhalb nur einer halben Stunde beschlossen wurden, geht es in den heutigen Beratungen mit Corona weiter. Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt, dass vor allem in den neuen Bundesländern die Impfquote noch zu niedrig sei. Dies biete noch "zuviel Angriffsfläche" für das Virus. Sie warb für niedrigschwellige Impfangebote.
  • Um das Impftempo in Deutschland zu erhöhen, fordert die Ärztegewerkschaft Marburger Bund eine neue staatliche Impfkampagne: "Die Werbekampagne zur Corona-Schutzimpfung geht an vielen Ungeimpften vorbei", sagte deren Vorsitzende Susanne Johna unserer Redaktion. Der Slogan "Ärmel hoch!" sei vielleicht zum Start der Kampagne sinnvoll gewesen – "jetzt erweist er sich immer mehr als Rohrkrepierer". Nötig sei eine zielgruppengerechte Ansprache, die auch jüngere Menschen erreiche, die in den sozialen Medien unterwegs seien.
  • In einem Impfzentrum in Ostfriesland könnten womöglich viel mehr unwirksame Corona-Impfungen verabreicht worden sein als ursprünglich befürchtet. Wie das niedersächsische Landesgesundheitsamt und der Landkreis Friesland am Dienstag mitteilten, könnte ein Mitarbeiterin dort im Frühjahr bis zu 8557 Spritzen lediglich mit Kochsalzlösung aufgezogen haben. Bislang war lediglich von einer geringen Zahl von möglichen Fällen ausgegangen worden. Alle Betroffenen werden nun umgehend informiert und nachgeimpft.
  • Trotz steigender Opfer- und Infektionszahlen wurde im Iran der Eilantrag des Gesundheitsministers für einen Corona-Lockdown abgelehnt. Medienberichten zufolge stimmte der Corona-Krisenstab am Dienstag einstimmig gegen den Antrag des Ministers Said Namaki, der wegen der drastisch steigenden Anzahl der täglichen Corona-Toten und Neuinfektionen einen zweiwöchigen Lockdown beantragt hatte. Die Gründe wurden nicht genannt, aber laut Beobachtern spielten wirtschaftliche Erwägungen eine Rolle.
  • Die Streiks bei der Bahn haben auch die Vorstände provoziert. Doch die GDL setzt nun die Passagiere einem Risiko aus, kommentiert Jörg Quoos. Lesen Sie dazu: Bahnstreik trotz Corona: Das Risiko ist viel zu hoch
  • Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder haben die Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie aufgenommen. Das ursprünglich auf 12.30 Uhr angesetzte Spitzentreffen begann etwas später als geplant, wie es aus Regierungskreisen weiter hieß.
  • Im Fokus stehen unter anderem die schleppende Impfkampagne, der Umgang mit Impfunwilligen und die Frage, welche Kennzahlen künftig zusätzlich zur Sieben-Tage-Inzidenz eine Rolle bei der Einschätzung der Pandemie-Lage spielen sollen. Zudem geht es um Testpflichten beim Zugang vor allem zu Indoor-Veranstaltungen sowie darum, ob und wann die derzeit kostenlosen Corona-Schnelltests kostenpflichtig werden sollen.
  • Im australischen Bundesstaat New South Wales mit der Millionenmetropole Sydney ist die Zahl der täglichen Corona-Infektionen auf einen neuen Höchststand gestiegen. Die Behörden verzeichneten am Dienstag 356 neue Fälle binnen 24 Stunden. "Unsere Strategie ist es, so nahe wie möglich an die Null heranzukommen. Aber leider sind die Zahlen in den vergangenen Tagen gestiegen", sagte die Regierungschefin des Bundesstaats, Gladys Berejiklian.
  • Mehr als ein Viertel aller im Krankenhaus behandelten Corona-Erkrankten ist später erneut stationär behandelt worden. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten bundesweiten Langzeitstudie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (Wido) auf Basis von Versichertendaten hervor. Demnach erfolgte der zweite Krankenhausaufenthalt in 36 Prozent der Fälle wegen Problemen mit der Atmung. Bei 29 Prozent der Erkrankten waren neurologische Störungen der Grund.
  • Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, den im September auslaufenden Status einer epidemischen Notlage in Deutschland zu verlängern. Damit das Land seine Instrumente im Kampf gegen Corona weiter nutzen könne, brauche es diese Erklärung durch den Bundestag am 7. September, sagte Laschet am Dienstag im Düsseldorfer Landtag.
  • Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, bekommt die Schattenseiten seiner Rolle als Corona-Experte zu spüren. Der Mediziner wird bedroht. Das berichtete Wieler selbst im Podcast "The Pioneer". Auch das Landeskriminalamt sei eingeschaltet. Mehr dazu: "Fulminanten Angriffe": RKI-Chef Lothar Wieler wird bedroht
  • Die Corona-Impfungen bei Kindern und Jugendlichen gehen weiter voran. Bei den 12- bis 17-Jährigen haben mittlerweile mehr als eine Million eine erste Impfung erhalten, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag auf Twitter mitteilte. Dies entspricht nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 22,5 Prozent dieser Altersgruppe. Spahn betonte erneut: "Wir haben genug Impfstoff für alle Altersgruppen."
  • Erstmals seit einem halben Jahr sind in Israel wieder mehr als 6000 Coronainfektionen an einem Tag nachgewiesen worden. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag berichtete, wurden am Montag 6275 Fälle erfasst. Gleichzeitig nähert sich die Zahl der schwerkranken Patienten der Marke von 400. Am Dienstag wurden in den israelischen Krankenhäusern 394 schwerkranke Covid-Patienten behandelt. Der Zustand von 87 von ihnen wurde als kritisch eingestuft.
  • An den Schulen sollen nach den Worten von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) möglichst nicht mehr ganze Klassen in Quarantäne geschickt werden, wenn sich ein einzelnes Kind oder ein einzelner Jugendlicher mit Corona infiziert hat. Die Gesundheitsminister berieten derzeit darüber, welche Quarantänemaßnahmen notwendig seien, sagte Laschet am Dienstag im Düsseldorfer Landtag.
  • Angesichts der vorerst geringeren Nachfrage nach Corona-Impfungen geben die Länder rund 2,7 Millionen Dosen aus ihren Verteilzentren an den Bund zurück. Darunter sind 2,58 Millionen nicht benötigte Dosen des Mittels von Astrazeneca, wie aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Hinzu kommen Dosen von Johnson & Johnson.
  • Die Menschen in Deutschland können sich nach Erwartung des Berliner Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) noch bis Mitte Oktober kostenlos auf das Coronavirus testen lassen.""Ich gehe davon aus: Ab Mitte Oktober wird dieses kostenlose Angebot aufgehoben", sagte Müller als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) im ZDF-"Morgenmagazin" vor den Beratungen der Runde am Dienstag.
  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich vor dem Spitzengespräch von Bund und Ländern am Nachmittag erneut für Unterschiede bei Einschränkungen für Geimpfte und Nicht-Geimpfte ausgesprochen. "Wer geimpft ist, stellt keine Gefahr dar, deshalb muss man ihm verfassungsrechtlich zwingend die Grundrechte zurückgeben", sagte Söder am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk.
  • Arbeitgeber in Australien können ihre Beschäftigten ab sofort nach ihrem Corona-Impfstatus fragen. Premierminister Scott Morrison gab die neuen Leitlinien für Unternehmen am Dienstag bekannt - trotz einer Debatte darüber, ob das Datenschutzrecht dies erlaubt. Arbeitgeber hätten durch die neuen Regeln die Möglichkeit, "Angestellte von ihren Aufgaben fernzuhalten, wenn diese mit Kunden zu tun haben oder mit anderen interagieren, und so das Risiko zu verringern, dass diejenigen, die nicht geimpft sind, Covid-19 am Arbeitsplatz verbreiten", so die Zeitung "Sydney Morning Herald".
  • Angesichts der jüngsten Corona-Welle hat der US-Bundesstaat Texas alle Krankenhäuser gebeten, nicht absolut notwendige medizinische Eingriffe zu verschieben. Damit solle sichergestellt werden, dass alle Covid-Patienten adäquat versorgt werden könnten, erklärte Gouverneur Greg Abbott am Montag in einem Schreiben an den Krankenhausverband
  • Betroffene und Mediziner setzen sich für eine bessere Versorgung von Menschen mit dem neuen Krankheitsbild Long Covid ein. So fordert die Betroffenen-Initiative Long Covid Deutschland in einer Online-Petition die Bundesregierung dazu auf, in allen Regionen die Einrichtung fächerübergreifender Ambulanzen zu fördern. In Großbritannien und den USA seien auf Regierungsebene bereits derartige Initiativen zu Long Covid gestartet worden. Die Petition unterschrieben bereits mehr als 50.000 Menschen.
  • Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Fokus auch auf Kitas und Schulen gefordert. "Wichtig ist, dass neben der Debatte um Schnelltests und Impfbereitschaft die Kitas und Schulen im Fokus stehen", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. "Es braucht einen Pakt für unsere Kinder und Jugendlichen. Ein verbindliches Versprechen der Politik, dass das Offenhalten der Schulen und Kitas Priorität hat."
  • Vor der Bund-Länder-Konferenz am Dienstag hat Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) für Corona-Impfungen geworben. Inzwischen seien 52 Millionen Menschen geimpft und "niemand ist ein Alien geworden", sagte der SPD-Kanzlerkandidat der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) vom Dienstag. "Viele, die bislang skeptisch gewesen sind, werden sich nun hoffentlich auch impfen lassen, und dann müssen sie sich auch nicht länger testen lassen."
  • Der australische Bundesstaat New South Wales mit der Millionenmetropole Sydney bekommt seine bisher schwerste Corona-Welle trotz strenger Regeln nicht in den Griff. Innerhalb von 24 Stunden seien in der Region 356 Neuinfektionen verzeichnet worden, so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag mit. Vier ältere Menschen starben in Verbindung mit Covid-19. Alle waren nicht gegen das Virus geimpft.
  • Der Deutsche Landkreistag regt eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen an, sollte die Impfquote bis zum Herbst nicht deutlich steigen. Noch seien nicht alle Möglichkeiten für kreative Angebote von Kommunen und Ländern ausgereizt. "Sollten all diese Anreize im Herbst dennoch nicht gereicht haben, werden wir erneut auch über eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen wie beispielsweise Lehrerinnen, Erzieher oder Pflegekräfte nachdenken und einen politischen Kompromiss suchen müssen", sagte dessen Präsident Reinhard Sager den Zeitungen dieser Redaktion.
  • Die geplante Abschaffung der kostenlosen Corona-Schnelltests stößt auf Vorbehalte. Der Sozialverband VdK forderte Ausnahmeregelungen für Pflegeeinrichtungen: "Unbedingt notwendig sind Ausnahmeregelungen nicht nur für jene, die sich nicht impfen lassen können oder für die es keine Impf-Empfehlung gibt, sondern ganz besonders auch für Pflegeheime", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele dieser Redaktion: "Denn auch bereits Geimpfte können weiterhin Überträger des Corona-Virus sein." Lesen Sie dazu: Corona-Bekämpfung: Kommt jetzt das Aus für die Test-Center?
  • Corona-News von Montag, 9. August: US-Soldaten müssen bis Mitte September geimpft sein

    • Das US-Verteidigungsministerium hat eine Impfpflicht für alle US-Soldaten beschlossen. Wie das Pentagon am Montag inoffiziell mitteilte, sollen die 1,3 Millionen aktiven Soldaten spätestens bis Mitte September durchgeimpft sein.
    • Die Gesundheitsminister der Länder haben sich dafür ausgesprochen, dass der Bundestag die vorerst bis 11. September bestehende "epidemische Lage von nationaler Tragweite" verlängert.
    • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender laden Menschen, die sich in der Corona-Krise besonders engagiert haben, zu einer Gartenparty ins Schloss Bellevue ein.
    • Pfizer und Biontech hatten bereits erklärt, dass sie davon ausgehen, dass eine dritte Dosis ihres Impfstoffs "die höchste Schutzwirkung gegen alle derzeit getesteten Varianten, einschließlich Delta" hat. In den kommenden Wochen wollen sie genauere Daten aus einer Studie dazu vorlegen.
    • Deutschland gibt erste Corona-Impfdosen des Herstellers Astrazeneca an fünf andere Länder mit akutem Bedarf ab.
    • Der Betreiber zweier Corona-Testzentren in Mülheim an der Ruhr ist wegen Betrugsverdachtes festgenommen worden und sitzt in Untersuchungshaft. Zuerst hatte die WAZ berichtet.
    • Die Corona-Impfungen in Deutschland kommen weiter leicht voran - vor allem mit Zweitimpfungen. Vollständig geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Montag nun knapp 45,6 Millionen Menschen oder 54,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine erste Dosis bekommen haben 51,9 Millionen Menschen oder 62,4 Prozent aller Einwohner.
    • Online-Betrüger versuchen insbesondere Anwender aus Deutschland mit dubiosen Angeboten rund um das Thema Covid-19 in die Falle zu locken. Das hat eine anonyme Auswertung von Daten des Sicherheitsunternehmens Kaspersky ergeben.
    • In China sind mehr als 30 Funktionäre wegen der jüngsten Corona-Welle bestraft worden. Um welche Strafen es sich handelt, wurde nicht bekannt.
    • Drei Wochen nach dem Ende fast aller Corona-Regeln in England hat auch der britische Landesteil Schottland die meisten Vorschriften aufgehoben.
    • Deutschlands Exporte sind im Juni weiter gewachsen und lagen erstmals wieder über dem Niveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie.
    • Nach Ansicht von Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) sollten Geimpfte, Genesene und Getestete in der Corona-Pandemie weiterhin gleich behandelt werden; sagte der FDP-Politiker dem .
    • In Frankreich sind ab diesem Montag Restaurantbesuche und Zugreisen nur noch mit einem Nachweis über Corona-Impfung, Genesung oder einen negativen Test erlaubt.

    Sonntag, 8. August: Zahl der Intensiv-Patienten in Frankreich steigt stark an

    • In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern immer weiter an. Wie die Gesundheitsbehörden am Sonntag mitteilten, wurden binnen 24 Stunden 498 Covid-19-Kranke neu aufgenommen. Damit lagen insgesamt 8685 Corona-Patienten in den französischen Krankenhäusern.
    • Besonders stark hat in Frankreich den Angaben zufolge die Zahl der Covid-19-Patienten zugenommen, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Mit 117 Patienten, die binnen 24 Stunden neu auf Intensivstationen aufgenommen wurden, liegt sie nun bei 1556 - 81 Prozent mehr als beim Tiefststand von 859 Intensivpatienten am 21. Juli.
    • Saudi-Arabien zahlt den Hinterbliebenen von an Covid-19 gestorbenen Mitarbeitern des Gesundheitswesens je rund 113.000 Euro Entschädigung.
    • Mehr als 302.000 Tunesier haben sich am Sonntag bei einem Tag der offenen Tür in mehr als 300 Impfzentren gegen das Coronavirus impfen lassen.
    • Um die Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche abzumildern und sozial benachteiligte Familien zu stärken, will das Land NRW die Präventionsarbeit ausbauen.
    • Die chinesische Stadt Wuhan, die als Ausgangspunkt der Corona-Pandemie gilt, hat nach Behördenangaben einen Massentest ihrer mehr als elf Millionen Einwohner abgeschlossen.
    • Der US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci warnt vor der Entwicklung einer neuen, noch gefährlicheren Variante des Coronavirus, sollte die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante nicht eingedämmt werden.
    • Binnen eines Jahres haben Forscher rund 560 Fälle von Antisemitismus mit Bezug zur Corona-Pandemie gezählt.
    • Deutschlands oberster Verbraucherschützer befürchtet, dass es in Folge der Corona-Pandemie zu mehr Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen kommen wird.
    • Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hält weitere Schritte zur Beschleunigung des Impftempos in der Corona-Pandemie für nötig.
    • Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck sieht die Erweiterung der Rechte für Geimpfte als zwangsläufige Entwicklung an. Es sei "völlig eindeutig", dass Geimpfte mehr Rechte haben, sagte Habeck am Sonntag im ZDF-"Sommerinterview".
    • Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält Einschränkungen für Ungeimpfte nur bei einer drohenden Überlastung des Gesundheitssystems für vertretbar.
    • Der Iran hat am Sonntag einen Rekordwert von mehr als 500 Corona-Toten binnen eines Tages gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 542 Todesfälle registriert.
    • Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hat sich gegen Impfaktionen für Kinder an Schulen ausgesprochen.
    • Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet lehnt eine Benachteiligung von Ungeimpften ab, sofern diese einen negativen Corona-Test vorweisen können. "
    • Der Corona-Lockdown in Australiens drittgrößter Stadt Brisbane geht nach nur acht Tagen zu Ende. Wie die Regierung des australischen Bundesstaates Queensland am Sonntag mitteilte, sollte die wegen eines Ausbruchs des Coronavirus verhängte Ausgangssperre noch am selben Tag aufgehoben werden.
    • Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus rechnet damit, dass der Druck auf nicht gegen Covid-19 geimpfte Menschen in Deutschland weiter wachsen wird. Die Geimpften seien sauer auf die Nicht-Geimpften, sagte Brinkhaus der "Welt am Sonntag".
    • Wegen fehlender Nachfrage wollen die Bundesländer einem Medienbericht zufolge mindestens 2,3 Millionen Impfdosen an den Bund zurückgeben.
    • Die Verbraucherzentrale Bundesverband fordert angesichts des vermehrten Arbeitens im Homeoffice neue Abo-Angebote im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV).
    • Der Vizevorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer, hat von der Bund-Länder-Runde am kommenden Dienstag klare Zusagen gefordert: "Bund und Länder müssen sich am Dienstag auf einen verbindlichen Plan zur Verhinderung des nächsten Lockdowns verständigen", sagte Theurer unserer Redaktion.
    • Angesichts steigender Infektionszahlen fordert der Deutsche Städte- und Gemeindebund ein bundesweit einheitliches Vorgehen der 16 Bundesländer im Herbst

    Corona-News von Samstag, 7. August: Mediziner: Wieder etwas mehr Covid-Patienten auf Intensivstation

    • Nach einer deutlichen Zunahme an gemeldeten Corona-Neuinfektionen steigt nun auch die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung
    • In Frankreich sind wieder mehr als 200.000 Menschen gegen strengere Corona-Regeln und die Impfpflicht für Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeheimen auf die Straßen gegangen
    • In Bangkok haben hunderte Menschen für politische Reformen und Änderungen bei der Corona-Impfkampagne demonstriert
    • Indien hat dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson eine Notfallzulassung erteilt
    • Sieben positive Tests hat es beim Start des Corona-Pilotprojekts in sechs Berliner Clubs gegeben
    • Mehr als 45 Millionen Menschen in Deutschland sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht einer Quote von 54,5 Prozent, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag auf Twitter schrieb
    • Umfrage: Deutsche wollen am liebsten Supermarkt-Einkaufsgutscheine als Impf-Prämie
    • Die Impfkampagne gegen das Coronavirus hat laut einer Modellrechnung des Robert Koch-Instituts (RKI) in Deutschland während der dritten Welle geschätzt 38.300 Todesfälle verhindert
    • In der Diskussion um eine Ungleichbehandlung von Geimpften und Ungeimpften hat der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach eine PCR-Testpflicht bei hohen Inzidenzen ins Gespräch gebracht, um Ungeimpfte nicht von Veranstaltungen oder Restaurantbesuchen auszuschließen
    • Der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, Christian Albring, empfiehlt Schwangeren eine Impfung gegen das Coronavirus
    • Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat sich für eine Testpflicht für sämtliche Reiserückkehrer ausgesprochen

    Corona-News von Freitag, 6. August: Ab Ende August nur noch Geimpfte und Genesene im Kölner Stadion

    • Im Stadion des 1. FC Köln sollen ab Ende August nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt erhalten. Ein negativer Corona-Test wird dann laut einer Vereinssprecherin nicht mehr ausreichen
    • Während der Corona-Krise ist die russische Bevölkerung deutlich geschrumpft. Die Zahl der Todesfälle überstieg die der Neugeburten zwischen Januar und Juni um 422.000
    • In Spanien flaut die sommerliche Corona-Welle langsam ab. Das ist auch in Mallorca spürbar. Den Tourismussektor könnte das retten. Lesen Sie dazu: Corona auf Mallorca: Was den Tourismus jetzt retten könnte
    • In der Corona-Warn-App der Bundesregierung wurde eine Funktion angepasst. Lesen Sie dazu: Corona-Warn-App: Digitaler Impfpass bekommt neue Funktion
    • Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson kann nach Erkenntnissen der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) in seltenen Fällen zu der Immunerkrankung Immunthrombozytopenie (ITP) sowie zu Schwindel und Tinnitus (Ohrensausen) führen
    • Das RKI stellt in einem Bericht den "überragenden Nutzen" von Impfungen heraus und fordert mehr niedrigschwellige Angebote um die Impfquote zu erhöhen
    • Der Süden Frankreichs gilt ab Sonntag als Hochrisikogebiet. Lesen Sie dazu: Beliebte Urlaubsinsel gilt ab Sonntag als Hochrisikogebiet
    • Gesundheitsminister Jens Spahn warnt vor stagnierender Impfquote. Die derzeitige sie zu wenig, "um gut geschützt durch Herbst und Winter zu kommen"
    • Der Handelsverband Deutschland startet eine breite Impfkampagne bei seinen Mitgliedern. Künftig sollen etwa Impfungen bei Aldi möglich sein
    • Ein Konzert der Sängerin Nena in Bad Segeberg, Schleswig-Holstein, ist abgesagt worden – in gegenseitigem Einvernehmen. Lesen Sie dazu: Nena sorgt für Corona-Eklat – Nächstes Konzert abgesagt
    • In den USA schießen die Neuinfektionen durch die Decke, das Land zählte am Freitag wieder über 100.000 Ansteckungen an einem einzigen Tag. Gute Nachricht: Mehr als die Hälfte der US-amerikanischen Bevölkerung ist inzwischen geimpft. Lesen Sie dazu: Schock-Beispiel USA - Was Deutschland droht
    • Der Software-Gigant Microsoft verlangt künftig von seinen Beschäftigten einen Impfnachweis, wenn sie in ihre Büros zurückkehren. Ausnahmen gelten nur bei religiösen oder medizinischen Gründen
    • An der Berliner Charité erhalten Mitarbeitende eine Booster-Impfung
    • Die FDP lehnt Pläne von Bundesgesunheitsminister Spahn ab, nach denen ungeimpften Menschen harte Einschränkungen im Herbst drohen, Geimpften hingegen weniger
    • Bundesarbeitminister Heil will die bestehende Kurzarbeiter-Regelung bis Ende des Jahres verlängern
    • Die Linke hat sich unserer Redaktion gegenüber für eine Impfprämie ausgesprochen. "Alle Bürgerinnen und Bürger, die geimpft sind, könnten einen Innenstadtgutschein über 50 Euro für Gastronomie oder Einzelhandel erhalten", sagte der Vorsitzende der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch

    Corona-News von Donnerstag, 5. August: Italien verschärft Corona-Regeln für Lehrer und in Zügen

    • Lehrer, Dozenten und Studenten an Universitäten müssen in Italien künftig entweder geimpft, getestet oder von einer Corona-Erkrankung genesen sein. Ab dem neuen Schuljahr im September müssen sie für den Präsenzunterricht entsprechende Nachweise vorlegen, wie Gesundheitsminister Roberto Speranza am Donnerstagabend sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich hinter den Vorschlag gestellt, im Fall hoher Infektionszahlen strengere Corona-Regeln für Ungeimpfte einzuführen
    • China will in diesem Jahr nach den Worten von Präsident Xi Jinping insgesamt zwei Milliarden Impfdosen gegen das Coronavirus ins Ausland liefern
    • Der Anteil der Delta-Variante in Deutschland liegt bei 97 Prozent
    • Der hohe Schutz durch den Corona-Impfstoff von Moderna bleibt nach Herstellerangaben mindestens sechs Monate lang erhalten. Nach klinischen Studien mit tausenden Menschen sei das Vakzin sechs Monate nach der zweiten Dosis zu 93 Prozent wirksam, erklärte Moderna anlässlich der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen am Donnerstag
    • Nach einem überraschenden Rückgang der Corona-Zahlen in Großbritannien ist die Zahl der Neuinfektionen wieder angestiegen. Am Donnerstag wurden erstmals wieder mehr als 30.000 Neuinfektionen gemeldet, wie aus den offiziellen Zahlen der britischen Regierung hervorgeht
    • Frankreich-Urlaubern drohen nach Informationen unserer Redaktion schärfere Reiseauflagen. Die Bundesregierung will demnach Südfrankreich zum Corona-Hochrisikogebiet erklären. Betroffen sind die Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Cote d´Azur sowie die Mittelmeerinsel Korsika
    • Der französische Verfassungsrat hat die Verschärfung der Corona-Restriktionen im Land gebilligt
    • Mögliche besondere Corona-Beschränkungen für Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, werden laut einer Umfrage von einer großen Mehrheit der Bürger befürwortet
    • Mit einem Corona-Test beim Boarding und in der Luft wollte die israelische Fluggesellschaft El Al am Donnerstag erstmals eine Alternative zu dem bei der Ankunft in Israel vorgeschriebenen PCR-Test bieten
    • SPD-Kanzlerkandidat und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht auf absehbare Zeit ein Ende der kostenlosen Corona-Tests
    • Die Zahl der Neudiagnosen mit HIV in Deutschland ist wohl als Folge der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr deutlich gesunken
    • Angesichts eines mysteriösen Corona-Ausbruchs hat die australische Metropole Melbourne erneut einen Lockdown ausgerufen
    • Dank des hohen Bedarfs an Corona-Impfstoffen hat die US-Biotechfirma Moderna mit 2,8 Milliarden ihren bislang höchsten Quartalsgewinn verbucht
    • Union und SPD sind uneins in der Frage einer Verlängerung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Während sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Bundestags-Gesundheitsausschuss gegen ein Weitergelten der Notlage aussprach, befürwortet Vizekanzler Olaf Scholz sie
    • Einer Forsa-Umfrage zufolge ist eine Mehrheit der Bundesbürger gegen eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona
    • Malaysia hat zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 20.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet
    • Angesichts zunehmender Coronainfektionen in Israel hält ein hoher Beamter des Gesundheitsministeriums einen Lockdown noch vor dem Monatsende nicht mehr für unmöglich
    • Alte und besonders gefährdete Menschen sollen in Frankreich von September an eine Auffrischimpfung gegen das Coronavirus bekommen können
    • Fitnessstudios dürfen Verträge nicht einfach einseitig verlängern. Die Corona-Zwangspause ist kein Grund, die ausgefallenen Zeiten an das Ende der eigentlichen Laufzeit zu hängen. Dies entschied das Landgericht Osnabrück, wie das Rechtsportal des Deutschen Anwaltvereins mitteilt
    • Die Rally bei mRNA-Impfstoffaktien kennt weiter keine Grenzen. Die Papiere des deutschen Unternehmens Biontech schossen am Mittwoch in New York zeitweise um fast ein Viertel in die Höhe auf 433,90 Dollar und setzten ihre Rekordrally damit fort
    • Die für die Bürgerinnen und Bürger bislang kostenfreien Corona-Schnelltests haben den Bund einem Zeitungsbericht zufolge in diesem Jahr bereits mehr als drei Milliarden Euro gekostet
    • Die US-Regierung will Medienberichten zufolge künftig von fast allen einreisenden Ausländern den Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung verlangen
    • Mehrere SPD-Landesregierungschefs haben die Vorschläge des Bundesgesundheitsministeriums zu Verschärfungen für Ungeimpfte zurückgewiesen
    • Die britische Regierung hat Deutschland und mehrere andere europäische Länder in die niedrigste Risikokategorie herabgestuft
    • Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat sich für mobile Impfteams etwa in Schwimmbädern und Einkaufszentren ausgesprochen

    Mittwoch, 4. August: Weltweit mehr als 200 Millionen bestätigte Corona-Infektionen

    • Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie ist die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen auf mehr als 200 Millionen angestiegen. Das ging am Mittwoch aus Daten der US-Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor
    • Die Lage im Corona-Hochinzidenzgebiet Spanien, dem beliebtesten Urlaubsland der Deutschen, bessert sich zusehends. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sei innerhalb einer Woche von ca. 323 auf 265 gefallen, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwochabend in Madrid mit
    • SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich dafür ausgesprochen, die Ende September auslaufende Pandemie-Notlage zu verlängern
    • Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich für einen Stopp bei der Verabreichung dritter Impfdosen ausgesprochen. "Wir können nicht hinnehmen, dass Länder, die bereits den Großteil des weltweit verfügbaren Impfstoffs verwendet haben, jetzt noch mehr verwenden", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch
    • Nach Verdachtsfällen auf Abrechnungsbetrug in Corona-Testzentren hat das Bundeskabinett weitere Kontrollvorgaben auf den Weg gebracht
    • Die Hersteller der Barbie haben eine Puppe als Impfstoff-Entwicklerin auf den Markt gebracht. Diese Puppe hat lange rote Haare, trägt eine Brille und einen Hosenanzug. Vorbild ist Forscherin Sarah Gilbert
    • Angesichts des Impffortschritts fordern die deutschen Musikclub-Betreiber ein Ende der Corona-Einschränkungen für den Indoorbereich ab Oktober. Lesen Sie dazu: Überleben die Clubs die Pandemie? So ist die Lage
    • In der Debatte um die geplanten Corona-Vorgaben der Bundesregierung für Herbst fordert die Linke eine Beibehaltung der kostenlosen Tests
    • Ungeimpfte Menschen haben einer aktuellen britischen Studie zufolge ein dreimal so hohes Risiko sich mit Corona zu infizieren als vollständig Geimpfte
    • Wegen steigender Corona-Zahlen schränkt China Auslandsreisen wieder stark ein. Wie die Einwanderungsbehörde in Peking am Mittwoch bekanntgab, werden vorübergehend keine normalen Reisepässe und "andere Ein- und Ausreisedokumente" für nicht unbedingt notwendige Auslandsreisen mehr ausgestellt
    • Die Zahl der Todesopfer in Verbindung mit Covid-19 hat in Indonesien die Marke von 100.000 überschritten
    • Deutschland wird ab sofort alle noch nicht gelieferten Dosen Astrazeneca-Impfstoff an die internationale Impfinitiative Covax spenden
    • Die Bundesregierung will den Betrug mit Corona-Tests laut "Tagesschau" stärker bekämpfen. Dazu sollen die Kassenärztlichen Vereinigungen Zahlungen für kostenlose Bürgertests auch an die Finanzbehörden melden müssen
    • Laut Ursula von der Leyen, der Präsidentin der EU-Kommission, ist Europa gut auf eine mögliche Drittimpfung gegen das Coronavirus vorbereitet. Man habe bei Biontech bis zum Jahr 2023 1,8 Milliarden Dosen bestellt
    • Ein Arzt aus dem Landkreis Osnabrück steht nach Hassnachrichten und Drohungen unter Polizeischutz. Der Mediziner will laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) keine Corona-Impfgegner mehr in seiner Praxis behandeln
    • Das Coronavirus verbreitet sich in den USA nach Ansicht von Präsident Joe Biden "wie ein Lauffeuer unter den Ungeimpften"
    • Bolivien hat einen ersten Fall mit dem "Schwarzen Pilz" bei einem Corona-Patienten gemeldet. Mehr über die Erkrankung lesen Sie hier
    • Kinder mit Covid-19-Symptomen sind einer Studie zufolge im Durchschnitt nach sechs Tagen wieder gesund
    • Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), befürwortet ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests
    • Der FDP-Bundesvizechef Wolfgang Kubicki spricht sich gegen eine mögliche Abschaffung der kostenlosen Corona-Tests ausgesprochen
    • Schulen erwarten wegen der Zunahme der Corona-Impfungen in der Gruppe der 12- bis 17-Jährigen heftige Konflikte mit Eltern und Schülern

    Corona-News von Dienstag, 3. August: Forscher fordern Einstufung von Lambda-Variante als "besorgniserregend"

    • Japanische Wissenschaftler fordern in einer neuen Studie die Einstufung von Lambda als "besorgniserregende Variante"
    • Noch immer ist kein Ende des Streits zwischen Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder und seinem Vize Hubert Aiwanger in Sicht. Aiwanger könnte die Impfkampagne von Söder in Bayern durchkreuzen - mit Kalkül?
    • Wegen der Delta-Variante zieht New York die Corona-Regeln an. Ins Restaurant, Theater oder Museum darf nur noch, wer mindestens einmal geimpft ist
    • Die Entscheidung der Gesundheitsministerkonferenz, Jugendlichen ab zwölf Jahren verstärkt Corona-Impfungen anzubieten, sorgt weiter für Wirbel
    • Die Berliner Polizei bereitet sich auf weitere mögliche Versammlungen von Gegnern der Corona-Politik am Mittwoch vor
    • Die Apotheken in Deutschland stellen wieder digitale Impfpässe aus. In den vergangenen Tagen war es im dafür notwendigen Apotheken-Portal zu "Performance-Problemen" gekommen
    • Die Europäische Kommission hat erste Gelder aus dem EU-Hilfsfonds gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise ausgezahlt
    • Aus Sicht des Bundesgesundheitsministeriums sind zur Eindämmung einer neuen großen Infektionswelle in den nächsten Monaten weitere Corona-Vorgaben erforderlich
    • Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat in der Debatte um die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren vor Druck auf Eltern gewarnt
    • Obwohl die neue Testpflicht kurzfristig eingeführt wurde, halten sich die meisten Reisenden daran
    • Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat die coronabedingte Schließung von Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 10 außer Vollzug gesetzt
    • Das Bundesgesundheitsministerium schlägt ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests für alle Bürger für Mitte Oktober vor
    • Die USA haben bislang mehr als 110 Millionen Dosen an Corona-Impfstoffen an mehr als 60 Länder gespendet
    • Elternvertreter haben die Verantwortlichen in der Politik davor gewarnt, eine Corona-Impfung zur Voraussetzung für den Schulbesuch zu machen
    • In der Olympia-Stadt Tokio steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter an. Die Stadt registrierte am Dienstag binnen 24 Stunden 3709 Neuinfektionen
    • Der Vorsitzende der Sächsischen Impfkommission (Siko), Thomas Grünewald, hat die Empfehlung für eine Corona-Schutzimpfung für alle Kinder ab zwölf Jahren verteidigt
    • Einem größeren Anteil der schwedischen Bevölkerung wird im nächsten Jahr voraussichtlich eine Auffrischdosis einer Corona-Impfung angeboten
    • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Entscheidung von Bund und Ländern verteidigt, allen Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren eine Corona-Impfung anzubieten
    • Die Unzufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung hat einer Umfrage zufolge in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen
    • Die Impfkritik des stellvertretenden bayerischen Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger trifft in der Bevölkerung mehrheitlich auf Ablehnung
    • Als Reaktion auf die sich auch in China verbreitende Delta-Variante des Coronavirus lässt das einstige Pandemie-Epizentrum Wuhan seine gesamte Bevölkerung testen
    • Der französische Pharmakonzern Sanofi will sein Geschäft rund um mRNA-Anwendungen mit der Milliardenübernahme des US-Biotechunternehmens Translate Bio stärken
    • Wegen der anhaltenden Corona-Lockdowns in Teilen Australiens und der inneraustralischen Grenzschließungen stellt die nationale Fluggesellschaft Qantas 2500 Mitarbeiter vorübergehend frei
    • Die Organisatoren der Olympischen Spiele in Tokio haben 18 neue Corona-Infektionen im Umfeld der Spiele vermeldet
    • In der Debatte um breitere Corona-Impfangebote für Kinder hat der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte die Ständige Impfkommission (Stiko) zu einer Neubewertung ihrer Position aufgerufen
    • Die deutschen Städte und Kommunen stellen sich von diesem Herbst an auf Auffrischungsimpfungen für die breite Bevölkerung ein
    • Der Deutsche Städtetag hat sich für verstärkte Impfangebote an Schulen ausgesprochen
    • Der Bund Deutscher Kriminalbeamter hat Eltern, die ihre Kinder zu "Querdenker"-Demonstrationen wie am Sonntag in Berlin mitnehmen, scharf kritisiert

    Montag, 2. August: Stiko-Chef ruft 18- bis 59-Jährige zum Impfen auf

    • Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hat die 18- bis 59-Jährigen aufgerufen, sich verstärkt impfen zu lassen
    • Mit rund einem Monat Verspätung haben die USA ein von Präsident Joe Biden ausgerufenes Impfziel erreicht. Mit Stand Montag haben 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten
    • Das Landes-Gesundheitsministerium hat darauf hingewiesen, dass sich in Nordrhein-Westfalen 12- bis 15-Jährige bereits seit rund zwei Wochen impfen lassen können
    • Die Berliner Polizei hat nach den eigentlich verbotenen Versammlungen von Gegnern der Corona-Politik am Sonntag mindestens 503 Ermittlungsverfahren gegen Teilnehmer eingeleitet
    • Als Corona-Schutz zum Schulstart nach den Sommerferien sollen zusätzliche Impfgelegenheiten für Kinder und Jugendliche kommen
    • Um die Anzahl der Beschäftigten zu senken, die wegen Kontakts mit Corona-Infizierten in Quarantäne sind, hat die britische Regierung die Einstellungen der Corona-App ändern lassen
    • Nach dem medizinischen Personal und den städtischen Mitarbeitern müssen in New York ab September auch alle Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe einen Impfnachweis vorlegen oder sich regelmäßig testen lassen
    • Laut einem Bericht der "Welt" scheinen mehrere Bundesländer zu planen, dass Ungeimpfte ab dem Herbst deutliche Nachteile im Alltag haben werden
    • Am Flughafen Hannover sind vermehrt gefälschte Impfausweise festgestellt worden
    • Der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz hat der Politik eine mangelnde Vorbereitung auf den Schulstart nach den Sommerferien vorgeworfen
    • Die Delta-Variante hat die Corona-Krise im Iran weiter verschärft. Das Land hat mit 37.189 Neuinfektionen an einem Tag einen neuen Höchstwert erreicht
    • Die Bundesregierung will mit den Ländern über ein Ende kostenloser Corona-Schnelltests beraten - kommen soll dies aber erst später
    • Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat an alle ungeimpften Erwachsenen appelliert, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, um Kinder zu schützen
    • Mit Besorgnis hat die Bundesregierung auf die Ausschreitungen bei ungenehmigten Protesten der sogenannten Querdenker in Berlin reagiert
    • Seit dem Beginn der Corona-Pandemie sind in Europa mittlerweile mehr als 60 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden
    • Die Behörden in Bangkok bekommen die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus trotz strikter Maßnahmen weiter nicht in den Griff
    • SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese beobachtet unter den Anhängern der sogenannten Querdenken-Bewegung eine weitere Radikalisierung
    • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat bekräftigt, die Corona-Hilfen für Firmen über den September hinaus verlängern zu wollen
    • In China sind Millionen Menschen wegen mehrerer Corona-Ausbrüche wieder im Lockdown, darunter in Metropolen wie Peking und Nanjing
    • Trotz gegenteiliger Stoßrichtung der Politik bekräftigt die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Zurückhaltung bei Corona-Schutzimpfungen für Jugendliche
    • Das Tempo bei den Erstimpfungen gegen das Coronavirus in Deutschland ist so gering wie seit Monaten nicht
    • Bayerns stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) steht im Streit um seine impfkritischen Äußerungen weiter unter dem Druck seines Koalitionspartners CSU
    • Die Grünen fordern zum Start des neuen Schuljahres den Einsatz von Impfteams an Schulen
    • Vollständig Geimpfte und Minderjährige aus Deutschland, fast allen EU-Staaten und den USA müssen nach ihrer Ankunft in Großbritannien nicht mehr in Corona-Quarantäne

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    (fmg/dpa/afp)

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